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Foto von pillboxs auf panoramio

Zusammenfassung: Ursachen des Todes von 21 Menschen auf der Loveparade 2010 in Duisburg

Gegen 14-15 Uhr drängen sich die Besucher der Loveparade am oberen Ende der Rampe, weil die dort langsam vorbeifahrenden Musiktrucks zum Stehenbleiben einladen und es wegen Böschungen und Bauzäunen schwer ist, seitlich wegzugehen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die Rampe einziger Ein- und Ausgang ist und somit heimkehrende Besucher den oberen Rampenbereich zusätzlich verstopfen…

klicke hier, um die Zusammenfassung der Ereignisse zu lesen.

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Im Bereich Blog kann man jeweils die neuesten Artikel/Themen/Diskussionsthreads dieses Blogs lesen, also quasi so wie ein Blog üblicherweise aussieht, Beiträge hintereinander mit dem neuesten oben und zwar wahlweise:

Hier die Liste aller Themen – die neuesten sind oben, besonders wichtige fett markiert:

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Außerdem kann man auch Suchen. Beachte dazu den Hinweis zur Suche von Youtube-Videos (ohne “&feature=…” suchen, auch mit Googlesuche in den Kommentaren suchen).

Kommentare / Diskussionsbeiträge

Eine Kommentarfunktion gibt es unter jedem Thema – schau einfach in der Liste, welches Thema zu deinem Kommentar am besten passt und verfasse ihn dort.

Neue Kommentare kannst du folgendermaßen nachverfolgen:

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Illustrierter Zeitstrahl

Dies ist die illustrierte Version des Zeitstrahles mit den synchronisierten Videos von der Loveparade 2010 in Duisburg. Hervorgegangen ist diese Version aus unserem klassischen Zeitstrahl, wo wir alle Videos, die wir sekundengenau synchronisieren konnten, aufgelistet haben.

Inhalt:

  1. Vorbemerkung
  2. Videoliste / Zeitstrahl
  3. Überwachungsvideos
  4. Synchronisationspunkte
  5. Zeitstrahl-Grafik

## 0. Vorbemerkung

Mittlerweile sind in unserem Blog über 600 Videos synchronisiert worden. Dies war ein langer Weg mit Vermutungen, Irrtümern, Verwerfungen und ganzen Reformen, der ausführlich im alten Zeitstrahl kommentiert ist. Das hat aber auch dazu geführt, dass die alte Seite mit den vielen Kommentaren inzwischen so lang geworden ist, dass sie kaum noch zu handhaben ist. Die eigentliche Videoliste macht gerade mal 2% der gesamten Seite aus. Zusammen mit den dort vorhandenen Rubriken “Übersicht nach Zeit und Ort”, “Videosammlungen” und vor allem “Videoprotokolle” beträgt der Anteil des eigentlichen Artikels zwar immerhin 13%, aber das heißt, dass etwa 87% der gesamten Seite auf die Kommentare entfallen.

Ein Grundanliegen dieser neuen Version war es daher, sich auf die notwendigen Informationen zum Verständnis der Synchronisation (welches Video wurde von welchem abgeleitet?) zu beschränken.

Ein zweites, entscheidenderes Anliegen war es, den Zeitstrahl für den Normalbesucher nachvollziehbarer und “erlebbarer” zu gestalten. Die bisherige Liste enthielt zwar alle wichtigen Informationen über Namen, URL, Startzeit, Dauer, Syncpunkt, Standort, Blickrichtung usw., sie war aber – nicht zuletzt wegen der vielen notwendigen Abkürzungen – für Nichteingeweihte schwer lesbar. Und auch wir Insider hatten manchmal ziemlich lange suchen müssen, um ein passendes Video für eine bestimmte Situation, nach der wir gerade suchen, zu finden.

Die neue Version baut daher vor allem auf optische Unterstützung. Zu allen Videos gibt es nun Vorschaubilder (insgesamt über 1800!), außerdem Piktogramme und Grafiken zu Dauer, Standort und Blickrichtung.

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Die Funksprüche der Polizei

Am 19.07.2013 veröffentlichte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) Auszüge aus dem Polizei-Funkverkehr während der Loveparade 2010 in Duisburg:

WAZ Chronik einer Katastrophe – die Loveparade-Funksprüche

Dazu schrieb die WAZ:

Essen.  Erstmals veröffentlicht die WAZ die Funksprüche der Polizei vom Tag der Loveparadekatastrophe. Sie zeigen im Minutentakt in nie gezeigter Schärfe die Details des Desasters und machen deutlich, wie die Situation in den Zugängen zum Party-Gelände eskalierte – bis zur traurigen Meldung über den ersten Toten.
Es sollte eine ausgelassene Feier werden. Doch die Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg endete in einer Katastrophe. Wegschauende Planer in der Stadtverwaltung, verantwortungslose Partymacher und eine streckenweise überforderte Polizei sorgten für die Tragödie. Erstmals veröffentlicht die WAZ nun die Funksprüche, die in nie gezeigter Schärfe die Details des Desasters offenlegen.
Bereits um 9:54 Uhr merken die Beamten, dass eine Verständigung über Funk in den Tunneln zum Gelände der Loveparade nicht möglich ist. Danach behindert immer wieder Lärm die Kommunikation. Weiter stellt sich schnell heraus, dass der Veranstalter der Loveparade, die Firma Lopavent, zu wenige Ordner vor Ort hat. Konsequenzen werden nicht gezogen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Die veröffentlichten Funksprüche geben indes nur einen Teil des gesamten Funkverkehrs wieder, z.B. gibt es keine Mitschnitte zu Planung, Durchführung, Abstimmung, Auflösung und weiterer Verfahrensweise der 3 Polizeiketten. Dennoch vervollständigen Sie das Bild vom Ablauf der Katastrophe. Es wird deutlich, dass “niemand wirklich einen Plan hatte bzw. das es keine logische und klare Einsatzführung/Befehlskette/Vorgehensweise gab.” (Zitat: Lopachron)

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Die Anklage

Nach mehr als dreieinhalb Jahren hat die Staatsanwaltschaft Duisburg am 10.02.2014 ihre Ermittlungen abgschlossen und in der heutigen Pressekonferenz entsprechende Tatvorwürfe gegen 10 von ursprünglich 17 bzw. 16 Beschuldigten erläutert. Ein Beschuldigter ist zwischenzeitlich verstorben.

PK 12.02.14

Foto: Stephan Eickershoff

Hier die Presseerklärung vom 12.02.2014:

Loveparade 2010 Ermittlungsverfahren abgeschlossen – Staatsanwaltschaft Duisburg erhebt Anklage

“Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat am 10. Februar 2014 ihre Ermittlungen um das tragische Geschehen bei der Loveparade 2010 abgeschlossen und gegen vier Mitarbeiter der Veranstalterin L. GmbH sowie sechs Bedienstete der Stadt Duisburg Anklage bei dem Landgericht Duisburg erhoben. Der Tatvorwurf lautet auf fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Körperverletzung im Amt. Gegen sechs Beschuldigte ist das Verfahren eingestellt worden, weil die Ermittlungen keinen hinreichenden Tatverdacht ergeben haben. Gegen weitere Personen ist schon kein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil Anhaltspunkte für eine Strafbarkeit zu keiner Zeit vorgelegen haben. Die Entscheidung bildet den Schlusspunkt intensiver, rund dreieinhalb Jahre dauernder Ermittlungen, mit denen bis zu 96 Polizeibeamte des Polizeipräsidenten Köln sowie fünf Dezernenten und ein Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft befasst waren. Die dem Landgericht vorgelegte Anklageschrift hat einen Umfang von 556 Seiten. Die Verfahrensakten umfassen insgesamt 76 Bände mit mehr als 37.000 Seiten sowie 623 Sonderbände und Beweismittelordner.

Darüber hinaus sind dem Landgericht 19 Kartons mit Asservaten zugeleitet worden. Hinzu kommen Datenträger mit einem Volumen von rund 804 Terabyte und umfangreiches Videomaterial (963 Stunden). Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist der tödliche Verlauf der Loveparade allein auf zwei Ursachen zurückzuführen. Schwerwiegende Fehler bei der Planung und Genehmigung der Veranstaltung sowie eine unterbliebene Überwachung sicherheitsrelevanter Auflagen am Veranstaltungstag führten dazu, dass 21 Personen starben und mindestens 652 zum Teil schwer verletzt wurden. Bei den vier Mitarbeitern der Veranstalterin handelt es sich um den Gesamtleiter, den Produktionsleiter, den Verantwortlichen für die Sicherheit sowie den technischen Leiter des Projekts Loveparade 2010. Das von ihnen geplante Zu- und Abgangssystem war nicht geeignet, die Besucher sicher auf das Veranstaltungsgelände im Bereich des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofs zu führen. Insbesondere die sogenannte östliche Rampe war deutlich zu eng, um die erwarteten Besucherströme aufzunehmen. Deshalb musste es im Verlauf der Veranstaltung zwangsläufig zu lebensgefährlichen Situationen kommen, da zu viele Menschen auf zu engem Raum zusammengedrängt würden. Bei einer sorgfältigen und pflichtgemäßen Prüfung hätten die Mitarbeiter dies erkennen müssen.

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MultiperspektivenVideo 3

Ein weiteres Video von Jolie, welches den Weg eines jungen Mannes (vermutlich Dennis) und einer jungen Frau (Svenja) zeigt, die um 17:02 Uhr noch lebten… Ausgangspunkt war die von Bergomil hier angestoßene Diskussion.

Wie konnte es am 24sten Juli möglich gewesen sein, daß mindestens zwei der Opfer um 17u02 am Leben zu sehen sind im Video’s, und trotzdem gestorben sind? Die Polizei war bereits am diesem Moment über die ersten tödlichen Opfer informiert. Warum konnten diese spätere Todesopfer nicht erreicht, nicht gerettet, werden?

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Prof. Stills Gutachten

Keith Still

Keith Still

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte im Mai 2011 den an der Buckinghamshire New University lehrenden Professor für Massendynamik und Massenmanagement Keith Still beauftragt, ein Gutachten zur “Ursache der Menschenverdichtung” bei der Loveparade zu erstellen.

Dieses Gutachten wurde im Dezember 2011 fertiggestellt und durch die Staatsanwaltschaft erst Anfang Februar 2012  zunächst den Anwälten der Beschuldigten überstellt.

In diversen Presseberichten, interessanterweise erst nach der Sauerland-Abwahl erschienen, sind seitdem Auszüge des Gutachtens – mit teils  abenteuerlichen Interpretationen von Journalisten – veröffentlicht worden.

Den vollständigen Wortlaut auf Englisch findet man inzwischen hier, und eine deutsche Übersetzung wurde heute auf DocuNews online gestellt.

Die Diskussionen dazu in unserem Blog fanden zunächst auf der “News, Presse & TV”- Seite statt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde nun ein eigener Artikel zu diesem Thema angelegt und die bisherigen Diskussionsbeiträge hierher verschoben.

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