Interview mit Schaller

Schauen wir uns doch mal genauer das Interview mit Rainer Schaller an, der als Chef der Lopavent GmbH und des Hauptsponsors McFit (Plakate auf dem Gelände: „Fett sein darf nur der Beat!„) Leiter der Loveparade ist.
Das Interview wurde am Tag des Unglücks um 16:47:40 live im WDR gesendet. Im Rückblick erscheinen viele seiner Aussagen geradezu aberwitzig und zum Teil irgendwie wie eine vorausahnende Verteidigung, so von Prof. Henning Müller im Beck Blog treffend eingeschätzt.

Hier ein Transkript der wichtigsten Aussagen:

  • ##Das hier ist der Mann, der das ganze hier verbrochen hat, der Rainer Schaller. Rainer, hör mal, du wirkst ganz entspannt, alles um dich rum flippt aus, ähm, wie geht’s dir, jetzt zur Stunde Null sozusagen?“Schaller: „Ja gut, ich bin natürlich sehr angespannt innerlich, aber ich kann heute nichts mehr machen, heute müssen die operativen Kräfte ran – die Polizei, die Sicherheitsbehörden – allein bei uns sind heut im Team 2000 Mann im Einsatz, und die müssen heut richtig malochen, ich kann nichts mehr machen.“2000 Ordner – ob das stimmt? Wenn, dann bezieht es sich wohl auf die Gesamtanzahl aller Schichten. Aber selbst das erscheint mir anhand der Bilder und Berichte, die wir gesehen haben, irgendwie arg unwahrscheinlich. Wenn er dort genauso übertrieben hat, wie bei den Besucherzahlen (also Faktor 2-3, s.u.), dann hatten sie wohl nur 700 bis 1000 Ordner über die gesamte Zeitspanne im Einsatz… (Update: sag ich doch, laut diesem Artikel von Bild.de waren es wohl 1080 Ordner und Spiegel online zweifelt selbst diese Zahl an und Marek Lieberberg, der Massenevents wie Rock am Ring organisiert, schätzt ein, dass es mindestens 4000-5000 Ordner gebraucht hätte.)Und dass er JETZT nichts mehr machen konnte, das stimmt wohl, aber im Vornherein hätte er sehr wohl etwas tun können, z.B. genug Ordner beauftragen und bezahlen, damit die Vereinzelungsanlagen die Leute auch wirklich aufhalten (laut Augenzeugenberichten und Video wurde spätestens ab etwa 16 Uhr de fakto gar nicht mehr richtig kontrolliert).
  • ## „Wir haben gerade eben gehört, das Gelände wurde abgeriegelt, deshalb kommt keiner mehr drauf, weil offenbar es wirklich echt chaotisch zugeht, ähm, ist das, äh, ja, aus deiner Sicht als Veranstalter ein Erfolg?“Schaller: „Ja natürlich nicht, aber, äh, dass soviele Leute kommen, konnte wieder keiner rechnen, das zeigt aber auch, dass die Region sehr dynamisch ist und die Entscheidung, die Loveparade hier reinzuholen in die Metropole Ruhr, genau die richtige ist. […] „Da kann er noch so viel „Ähs“ aussprechen, aber das bleibt eine glatte Lüge. Die Planer wussten ziemlich genau, wieviel Leute kommen würden und nach neuesten Erkenntnissen über die tatsächlichen Besucherzahlen waren es auch nicht unglaublich viel mehr, als auf das Gelände im Laufe eines Tages drauf passen – wenn man nur ein passables Konzept der Ein- und Ausgänge hätte, d.h. getrennte Ein- und Ausgänge und mehrere Ein- und Ausgänge. Vorrangig nur deswegen weil dies ebennicht der Fall war und weil sich die Leute am Ende der Rampe vor den Trucks stauten, reichte der Platz nicht.
  • ## Dann fragt er, wie man das regeln kann, dass die Neuzugänge auch tatsächlich ins Gelände gehen und nicht den Weg versperren für die nachfolgenden Besucher. Darauf antwortet Schaller:Schaller: „Ja wir können das über die Floats machen, indem wir die Floats dementsprechend reinziehen, was wir auch die ganze Zeit schon machen, dass wir also die Leute schön auf dem Gelände verteilen. Das ist der Vorteil von der Loveparade, wenn du einmal mit den Trucks rumfährst, kannst du die ganzen Leute schon von den Besucherströmen bisschen steuern, aber natürlich nicht ganz, wenn’s dann zuviel wird, dann ist es auch sinnvoll, macht die Polizei auch mal dicht.“Während seiner Antwort werden Szenen der Hauptrampe gezeigt, bei denen man sieht, wie Menschen Böschungen hochlaufen und den Mast erklimmen… Von daher: Das steht für sich… Was für eine drastische Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit – und das live widerlegt!
  • ## „Es wird dicht gemacht, weil eben so viele Menschen heute hier sind. Äh, hast du denn schon ne offizielle Zahl, wieviele es in diesem Jahr in Duisburg sein könnten gerade?“Schaller: „Also die offizielle Zahl wird der Bürgermeister um 17 Uhr 30 verkünden, meine Schätzung hier weit über eine Million nun schon, und äh, ich vergleich das immer mit Dortmund und mit Essen, äh, also, wir haben hier Dortmund schon fast eingeholt.“Das ist auch irgendwie verdammt bizarr – wie wir inzwischen wissen, sollte der Bürgermeister dann die manipulierten Zahlen verkünden – überhaupt gab es eine Stillschweigensvereinbarung mit Polizei usw. über die tatsächlichen Besucherzahlen. Wie ich schon oben erwähnt habe: Man kann wohl davon ausgehen, dass er bei der Anzahl seiner Ordnungskräfte in ähnlichem Ausmaß übertrieben hat – angesichts von gerade mal z.B. 4-5 Typen an den Vereinzelungsanlagen, die beim besten Willen nicht solche Menschenmengen komplett aufhalten können.
  • ## „Was war denn die Hauptherausforderung dieses Geländes [..]?“Schaller: „Na gut die Herausforderung war natürlich nach dem Erfolg in Dortmund, ne Location zu finden, die überhaupt in der Lage ist, soviele Menschen aufzunehmen. Und als uns Duisburg dieses Gelände angeboten hat, war’s ne Mondlandschaft, man hat hier gar nichts gesehen, es waren Sträuche, Büsche, es waren Krater hier, und der Eigentümer, die Aurelis, hat das ganze wirklich hier Loveparade-tauglich gemacht, mit großen Anstrengungen, und der Dank geht natürlich auch an den Eigentümer des Grundstücks, aber auch an die Stadt, weil die Stadt uns einfach so unterstützt hat, ohne so ne Unterstützung ist das gar nicht möglich, ne Veranstaltung in der Größe zu organisieren.“Wie neue brisante Dokumente belegen, ging die Unterstützung der Stadt auf Auftrag des Bürgermeisters (PDF S. 5), offenbar soweit, sogar Satzungen ausnahmsweise zu lockern und jegliche Vorschriften so dermaßen zu missachten (siehe Markierungen, z.B. auf S.1, siehe z.B. nochmal dieser Artikel, wonach ein einziger Eingang über einen Tunnel gar nicht genehmigt werden dürfte), dass Jürgen Dressler, Leiter des Dezernats V / 62 (Amt für Baurecht und Bauberatung, zuständig z.B. für Sondernutzungen) ablehnte, diese Genehmigung zu unterschreiben (PDF S. 6, handschriftliche Notiz) und den Peter zum Dezernat II (Sicherheit und Ordnung) schob – na wenigstens jemand hatte Rückgrat:

    Ich lehne aufgrund dieser Problemstellung eine Zuständigkeit und Verantwortung von V / 62 ab. Dieses entspricht in keinerlei Hinsicht einem geordneten Verwaltungshandeln u. einer sachgerechten Projektsteuerung. Die Entscheidung in allen Belangen obliegt II. – Unterschrift –

  • ## Aus der nächsten Antwort Schallers gehen weitere Anzeichen für die geringe Größe des Geländes hervor:“Ich hatte am Anfang so ein bisschen die Sorge, dass ’nur‘, in Anführungsstrichen, 15 oder 16 Floats hier im Kreis fahren, in Dortmund waren’s an die 40 – ganz ehrlich: ich bin froh, dass das nicht viel mehr sind, ähm, musste jemand draußen bleiben [..]?“Schaller: „[…] Äh, wir konnten dieses Jahr nur 15 Floats machen, weil das Gelände einfach es nicht anders hergibt, haben dafür aber zwei Bühnen und somit auch einen Festivalcharakter, und den Reiz der Loveparade im Ruhrgebiet macht das einfach aus, jedes Jahr woanders zu sein und die Herausforderungen der Location zu meistern.“

Wenn „Herausforderungen meistern“ heißt: Sicherheitsvorschriften biegen und brechen und an Ordnungskräften zu sparen, bis es Tote gibt, dann – ja dann kann ich gut auf den „Reiz der Loveparade im Ruhrgebiet“ verzichten! Wobei mich das ärgert, dass es nun heißt, dass dies das Komplettaus für diese Veranstaltung sein soll. Immerhin, es hieß ja immer „in dieser Form“, womit wohl auch gemeint ist, unter der Lopavent GmbH.
Wer weiß, vielleicht können die Loveparade-Fans ja noch hoffen, dass es irgendwann mal wieder eine ordentliche Loveparade in Berlin, mit Platz und ohne Bauzäune geben wird – wer weiß…

241 Comments

  1. Daphne
    Posted 2. August 2010 at 20:41 | Permalink | Antworten

    HA! Genau das:

    Schaller: „Ja wir können das über die Floats machen, indem wir die Floats dementsprechend reinziehen, was wir auch die ganze Zeit schon machen, dass wir also die Leute schön auf dem Gelände verteilen. Das ist der Vorteil von der Loveparade, wenn du einmal mit den Trucks rumfährst, kannst du die ganzen Leute schon von den Besucherströmen bisschen steuern, aber natürlich nicht ganz, wenn’s dann zuviel wird, dann ist es auch sinnvoll, macht die Polizei auch mal dicht.“

    ..hab ich grad nochmal auf YT geposted, da jemand meinte, das Gelände sei überfüllt gewesen und die Idioten, die trotzdem rein wollten, hätten die Verantwortung für alles. Denn genau das, womit Herr Schaller sich da gebrüstet hat, ist ja genau NICHT passiert…

    • Posted 11. August 2014 at 09:33 | Permalink | Antworten

      Moin,

      ich bekomm immer wieder ne Gänsehaut wenn ich die Videos sehe. Da merkt man aber auch wie sehr in der Berichterstattung manipuliert wurde und vorallem mit den angeblichen Fakten.
      Zuvor waren Schaller und der Rest der Verbrecherbande der Meinung, als man ihnen sagte das dieses Gelände nicht ausreichend wäre. Für so eine riesen Veranstaltung wie die Loveparade. Dort wurde mit 400 000 bis maximal 600 000 spekuliert. Doch in dem Video hier sieht man seine Begeisterung richtig an, den Rekord knacken zu wollen, egal wie.
      Für mich gehören die alle . . . oder hinter Gittern aber nicht hier in Deutschland. Doch hier wird nichts passieren, die Staatsanwaltschaften spielen auf Zeit. Der eine mag sagen, eine so riesen Klageschrift brauch eben seine Zeit, doch wenn man mal genauer hinschaut merkt man das es alles eh von der Politik gesteuert wird und an der Aufklärung keiner dort oben wirklich interessiert ist. Waren ja auch nicht „Ihre“ Kinder.

  2. mitleser0815
    Posted 2. August 2010 at 21:41 | Permalink | Antworten

    ich weiß nicht wie ich das sonst bekanntmachen kann:

    wie pietätlos kann man den sein?
    http://www.youtube.com/watch?v=b1YRj3-eq9M
    Von der Homepage der CDU Duisburg

  3. Jens Matheuszik
    Posted 2. August 2010 at 22:34 | Permalink | Antworten

    Hallo!

    Ich wollte kurz mal auf
    http://www.pottblog.de/2010/08/02/david-schraven-waz-recherche-sucht-fotosvideos-vom-unglueck-der-loveparade-2010/
    hinweisen. Vielleicht ist das ja für Euch interessant.

    Viele Grüße
    Jens

  4. Posted 3. August 2010 at 05:25 | Permalink | Antworten

    sehr bizar.
    und dann taucht um 2:40 im linken bildrand plötzlich auch noch ausgerechnet der auf,
    der letzten mittwoch als „objektiver“ leiter der PK allerdings kein wörtchen erwähnt hat,
    dass er gerade mal fünfzig cm neben schaller stand,
    als der sich um kopf und kragen *ÄHTE*,
    nur weil der wdr ausnahmsweise zweimal nachfragte.

    das der rabe und der OB da auch rumeiern würden,
    war mir klar.
    aba hr innenminister ?

    auf der PK wich doch genau dieser immer wieder den fragen aus,
    mit den worten „ich zitiere aus einer zeitung“…?!

    hätte nicht auch ein einfaches und klares
    „boahr ey leute, ich war doch selber dabei und stand dreissig meter entfernt “
    gereicht ?

    hier im pott versteht man nämlich so eine direkte sprache besser,
    als wie wenn denn dann wie jetzt im *NACHHINEIN* man blöd aus der wäsche guckend in nem wdr live mitschnitt wiedergefunden wird.

    oder hat der das auf der PK gesagt?

    grüsse n’chen

  5. Daphne
    Posted 3. August 2010 at 17:41 | Permalink | Antworten

    SpiegelTV Magazin 02.08.10 – 3 Teile
    http://www.youtube.com/watch?v=hEPXwR3ZWuc
    .

    • Posted 4. August 2010 at 03:03 | Permalink | Antworten

      Vielen Dank! Da sollen wohl auch Ausschnitte der Videos von pizzamanne gesendet worden sein, habe ich gehört.

      • Daphne
        Posted 4. August 2010 at 08:36 | Permalink | Antworten

        Richtig. Desweiteren werden Überwachungsaufnahmen der Hauptrampe geliefert. Wenn ich mich recht erinnere, auch mit Uhrzeit.

      • Daphne
        Posted 14. August 2010 at 17:28 | Permalink | Antworten

        In Teil 3 wird ja gesagt, dass es aufgrund des Kabelrunterlassens seitens der Besucher zu Bildschirmausfällen kam und die Lage somit nicht mehr komplett zu überblicken gewesen sei.
        Allerdings sagte Crowd-Manager Herr Walter im Spiegel folgendes:

        SPIEGEL: Waren Sie und der Verbindungsbeamte noch im Container?
        Walter: Als der Druck weiter zunahm und die Ersten begannen, am Container hochzuklettern, sind wir raus. Das war der Zeitpunkt, als die Polizeikette auf der Rampe aufgelöst wurde. Zusammen mit anderen Polizeibeamten haben wir uns gegen den Zaun vor dem Container gestemmt, in Wellenbewegungen wurden die Menschen immer wieder an den Zaun gedrückt.
        SPIEGEL: Wie viele Polizisten waren es?
        Walter: Anfangs etwa sieben. Als die Situation richtig kritisch wurde, haben sich einige in Sicherheit gebracht.“

        Also waren die Bildschirmausfälle zu diesem Zeitpunkt völlig irrelevant, weil Walter & sein Kollege schon längst nicht mehr im Container saßen…

      • Daphne
        Posted 14. August 2010 at 19:11 | Permalink | Antworten

        Jo…offiziell hieß es ab 15.30 Uhr.

  6. Daphne
    Posted 3. August 2010 at 18:58 | Permalink | Antworten

    Keine Ahnung, wie verlässlich dieser Artikel ist…😦

    Love Parade Duisburg: 2 weitere Patienten liegen hirntot im Krankenhaus sind es also demnächst 23 Tote?!

    Wie Newstagger aus sicherer Quelle erfahren hat, liegen im BGU Krankenhaus in Duisburg zwei weitere Opfer der Loveparade mit bestätigtem Hirntod. Beide Besucher der Loveparade erlitten schwerste Kopfverletzungen, diese waren so schwer dass die Funktion des Gehirns beider Personen aussetzte. Zur Zeit liegen beide Personen unter Beobachtung im Krankenhaus in Duisburg. Bei beiden Patienten wurde der Hirntod bestätigt.
    Es liegt also nahe dass ihr Tod schon bald verkündet wird! Wenn ja steigt die Anzahl der tragischen Opfer auf 23! Angaben zum genauen Alter der Opfer machen wir aus Respekt vor den Familien der beiden Opfer nicht.
    Zwei weitere Menschen sind nach ihren schweren Verletzungen für immer an den Rollstuhl gefesselt. Sie haben durch ihre Verletzungen eine Querschnittslähmung erlitten. Wie es mit den anderen Verletzten ausschaut, ist noch nicht bekannt. Doch es kommen nun immer mehr tragische Einzelschicksale ans Licht, die auch neben dem Tod der 21 Opfer zeigen das die Loveparade ein Desaster war!
    Eines ist klar: Der Verantwortliche hat nicht nur Leben genommen, sondern auch Leben für immer verändert. Wir wünschen allen Verletzten viel Kraft für ihren Weg zurück ins Leben!
    http://newstagger.info/love-parade-duisburg-2-weitere-patienten-liegen-hirntod-im-krankenhaus-sind-also-demnachst-23-tote-2625.html

    • Posted 26. August 2010 at 21:02 | Permalink | Antworten

      So weit ich weiss stimmt die Aussage. Nen guter Freund von mir der es wissen sollte teilte mir das auch mit, das es nicht bei 21 Toten bleibt, weil man im Krankenhaus bei ein paar noch drauf wartet die Geräte abschalten zu dürfen.
      Traurig aber wahr.

  7. Posted 3. August 2010 at 19:23 | Permalink | Antworten

    Herr Schaller gehört genauso eingesperrt wie Herr Sauerland und alle anderen, die die Verantwortung für dieses Unglück tragen.

    23(21) Tote und über 500 Verlezte, das ist eine Zahl da kann einem schwindelig werden. Aus Imagegründen die Sicherheit zu missachten, das viele Menschen ihr Leben verloren haben und viele Menschen den Rest ihres Lebens mit den Folgen Leben müssen, … mir fällt dazu gar nichts ein. Das diese Leute überhaupt noch in den Spiegel schauen können.

  8. Dirk
    Posted 3. August 2010 at 20:40 | Permalink | Antworten

    Hallo,

    zwei Hinweise:
    – ich hätte doch gerne ein Impressum gefunden, ohne sehe ich diese Seite eher als „halbseiden“, um nicht zu sagen nicht seriös, weil nicht kontaktierbar, an.

    – ihr solltet alle externen Quellen, und wenn nicht die Videos, so dann doch wenigstens PDF-Dateien und Dokumente ähnlicher Art, lokal speichern und nicht als externen link verwenden. Im Netz ist nichts von Dauer, ausser man hat es selbst in freier Verfügung…

    • Posted 4. August 2010 at 03:00 | Permalink | Antworten

      „nicht kontaktierbar“ – Wir sind über die Kommentarfunktion erreichbar🙂 Aber ist natürlich eine gute Anregung, Danke. Für den Anfang steht halt absolut der Content im Vordergrund, und das frisst alle verfügbare Zeit…

      „ihr solltet alle externen Quellen, und wenn nicht die Videos, so dann doch wenigstens PDF-Dateien und Dokumente ähnlicher Art, lokal speichern und nicht als externen link verwenden. Im Netz ist nichts von Dauer, ausser man hat es selbst in freier Verfügung…“

      Das ist eine gute Idee. Für 60 Dollar pro Jahr könnten wir hier auch Videos hochladen – das sollte auf jeden Fall das Fernziel sein.

      • Posted 26. August 2010 at 21:08 | Permalink | Antworten

        ich habe at home noch nen kleinen Server stehen, der ist aufgrund einer dsl 6000er Leitung zwar etwas lahm, aber dort habe ich gewisse Sachen auch gespeichert um sie überall ausm Internet wieder aufrufen zu können. Mann muss auch feststellen das aufgrund der ganzen einbettung der Utube-Videos die Seite emenz lange brauch bis sie geladen ist und dann wirkt sie sehr träge.
        Mann könnte die Seite doch auch auf nen vernünftigen Server rüber parken. Ich bezahle für meine http://www.ACiDtechno.de Seite bei Versatel im monat auch nur 20 € und das ist mir die Sache wert. Vor allem wenn viele Leute auf die Seite gehen, auch die Download gehen rasend schnell, u wenn es Probleme gibt steht der Admin von Versatel immer gerne zur Verfügung.

    • Posted 26. August 2010 at 21:29 | Permalink | Antworten

      Also unlimitierten Webspace hätte ich auch, und dein reseller account auch. Das könnte ich zur Verfügung stellen. Wenn es eine aufzugreifende Idee ist könnten wir eine skype Konferenz anleiern.

      Allerdings müsste sich ert Martina zurück melden.

  9. Posted 3. August 2010 at 22:52 | Permalink | Antworten

    Ey ihr Spackos! Seid mal vorsichtig mit „Verbrecher“…in Deutschland gilt immer noch eine Unschuldsvermutung für Verdächtige…

    • Posted 4. August 2010 at 03:02 | Permalink | Antworten

      Das ist als Piratin ganz meine Meinung! Ich habe es ja deswegen in Anführungszeichen gesetzt – es ist nämlich eine Anspielung auf dieses Zitat des WDR-Interviewers:

      „Das hier ist der Mann, der das ganze hier verbrochen hat, der Rainer Schaller“

      • sdu
        Posted 4. August 2010 at 08:14 | Permalink | Antworten

        Mhm, naja: Den „Verbrecher“ (egal ob mit oder ohne Tüdelchen) fand ich offen gestanden auch unnötig bis grenzwertig. Wenn nicht sogar grenzüberschreitend. Ebenso das Prädikat „aberwitzig“. Dasselbe gilt natürlich auch für die ganz und gar überflüssigen „Spackos“ des Herrn @stefanhensch … Ansonsten: Du schreibst das sei „als Piratin ganz [D]eine Meinung“. Soweit ja ok. Aber sind wir hier nicht primär damit beschäftigt, Du selbst am allermeisten, Fakten zu sammeln und diese zu analysieren? Fakten, die man der Meinungsmache (von Herrn Rabe etc. angefangen) entgegenhalten kann? Mich packt ja auch immer wieder die Wut. Da versucht man, eine Frage der Chronologie zu klären, und sieht sich dafür die Videos an. Sieht dort aber keine Detailfrage, sondern Menschen. Leidende Menschen. Das macht wütend. Und das tut weh. Diese Trauer und Wut ist (für mich zumindest) aber eine eher private Angelegenheit. Öffentlich sollten – meine Sicht – dagegen möglichst viele Informationen sein. In möglichst sachlicher und zugänglicher Weise. Auf dass jeder in der Lage sei, sich selbst ein Bild zu machen (und ggf. mit gutem Grund wütend zu sein …😉

      • Posted 26. August 2010 at 21:09 | Permalink | Antworten

        Naja, ich frage mich gerade was hier unzutreffender ist, das Wort Spacko oder jemanden der Scheiße gebaut hat als Verbrecher zu bezeichnen??

  10. Posted 4. August 2010 at 12:06 | Permalink | Antworten

    hi

    natürlich ist weder hier noch auf anderen blog-seiten die wut die federführende kraft.

    vielmehr ist es eine bisher in d-land einmalige geschichte,
    wie im internet zum ersten mal eins der älteren paraden-mottos praktiziert wird:

    unity

    eine fähigkeit,
    die uns d-ländern bisher im www gefehlt hat.

    und wir sind diesmal zusätzlich auch noch in der schuld,
    der restlichen welt via www die informationen,
    die stimmen und wahr sind,
    zu präsentieren und zukommen zulassen.

    und ferner finde ich es in anbracht der enormen arbeit der seitenbetreiberin es ziemlich daneben,
    ihre persönliche wortwahl mit der eigenen zu verurteilen.

    jeder jeck ist anders,
    und wems nicht passt,
    kann’s ja gerne anders machen.

    klang jetzt bisschen boeser als evtl wirklich gemeint,
    weil es schwer fällt,
    sich bei einem eh so „wütend machenden thema“ nicht noch zusätzlich aufzuregen.

    und ohne jetzt die kirche ausm dorf zu holen,
    sollte jedes posting hier und irgendwo im netz immer in tribute an die toten und verletzte und überlebende sein.

    wenn bei einer beerdigung einer der sargträger stolpert,
    tritt man den doch auch nicht in den ar*** und brüllt ihn an:
    „mach das gefälligst anständig!“
    oder?
    vielmehr achtet man doch darauf,
    dass der sarg nicht flöten geht…

    und zu dem wort verbrechen und von wegen deutsches recht usw :

    wer nicht anerkennt,
    dass die todesopfer und die fünfhundert verletzten nicht durch ihre eigenes verschulden zu schaden gekommen sind
    (ergo=wenn nicht selber,dann muss es also durch fremdverschulden gewesen sein),
    (recht=schaden+opfer+täter=anklage)
    (*ERGO*=leugnet man die verantwortung und damit verbundene haftung der de facto offensichtlichen hauptverantwortlichen,
    gibt man dadurch auch indirekt den überlebenden aus der masse die schuld)
    (die schuldfrage stellt sich aber unausweigerlich bei einer so grossen zahl an opfern)

    und für wen der tod von ca 24 menschen
    (+auf einmal+an einem ort)
    und die über fünfhundertfache schwere köperverletzung ein kavaliersdelikt ist,
    ist hier def. verkehrt.

    @lp2010dk:impressum kannste dir online machen.
    und es ist sogar zu deinem schutz,
    wenn du im impressum ausdrücklich stehen hast,
    dass du nicht für inhalte hier verantwortlich bist.
    und das biste ja,
    allein schon durch die direkte kommentierfunktion.

    es gibt soviele raffgeiers,
    dass glaub man garnicht.

    ganz plödes beispiel wäre jetzt zb:
    wenn ein anwalt von rtl einen pizzamanvidlink hier findet,
    aber rtl ihm hunderttausend für die exklusiv rechte gegeben hätte usw us sofort…

    wie gesagt, nur als beispiel ….

    grüsse

    ulli

  11. Tom
    Posted 4. August 2010 at 22:28 | Permalink | Antworten

    Iat auf dem Video nicht links auch mehrfach der Innenminister Jäger zu sehen…?

  12. Daphne
    Posted 5. August 2010 at 00:41 | Permalink | Antworten

    Artikel zum Thema Funkgeräte & Kommunikation

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,709047-2,00.html
    http://www.derwesten.de/nrz/niederrhein/Polizist-hatte-kein-Funkgeraet-id3404942.html
    http://www.ksta.de/html/artikel/1280133206533.shtml
    http://www.funkmeldesystem.de/foren/showthread.php?t=48431

    Und:
    „Aushilfen in Uniform“
    30.07.10
    Der ehemalige Kölner Polizeidirektor Winrich Granitzka lässt kein gutes Haar an den Veranstaltern der Loveparade. Im Interview mit ksta.de spricht er über das Phänomen Massenpanik, über gute Polizeiarbeit – und überforderte Ordner mit Billiglohn.
    http://www.ksta.de/html/artikel/1279878034702.shtml

    • Daphne
      Posted 7. August 2010 at 08:24 | Permalink | Antworten

      Bericht vom 27.07. von BILD

      Security-Mitarbeiter packt aus: „Rentner mit Gehfehler als Ordner eingesetzt“

      Video: http://www.bild.de/BILD/video/clip/news/loveparade-drama/2010/07/26/security-advisor-packt-aus.html

      1080 Ordner von vier unterschiedlichen Firmen sollten auf der Loveparade für die Sicherheit der Raver sorgen. Einer davon war Ralf D. (40, Name geändert). Er ist verantwortlicher Mitarbeiter eines Security-Dienstes, hat zehn Jahre Berufserfahrung mit Großveranstaltungen. In BILD packt er aus: „Für die Veranstalter waren nur zwei Sachen wichtig: Die Floats dürfen nicht stoppen und niemand, wirklich niemand, darf ohne Befehl die Notausgänge öffnen!“
      Ralf D’s Dienst begann um 7 Uhr. „Wir bekamen Schnellhefter mit den wichtigsten Regeln. Das Wichtigste waren die gesperrten Notausgänge. Sie sollten auf jeden Fall geschlossen bleiben, durften nur geöffnet werden, wenn Veranstalter oder Polizei den Befehl dazu geben. Zur Gefahr des Tunnels stand da nichts.“

      Bis 12 Uhr waren alle 1080 Mitarbeiter auf ihren Positionen. „Da waren Jugendliche bei, fast noch Kinder. Sogar Rentner mit Gehfehlern standen da als Ordner. Schon am Vormittag sprach ich mit Feuerwehrmännern und Polizisten. Alle sagten: Das kann heute nicht gut gehen! Wir sprachen über den gefährlichen Tunnel, dass es nur einen Ein- und Ausgang an derselben Stelle gibt. Außerdem waren die Leute eingezäunt wie in einem Käfig.“
      Um 15.30 Uhr wurde es im Bereich der Rampe immer enger. „Außerdem fragten mich viele Besucher auf dem Gelände nach Wasser. Es gab wohl überall nur Bier und nur 26 Buden für eine Million Menschen.“
      Gegen 16 Uhr spitze sich die Lage auf der Rampe dramatisch zu. „Ich bekam das nur durch Zufall mit. Ich sah, wie die ersten Menschen anfingen, Zäune niederzutrampeln. Ich dachte, das wären betrunkene Idioten, konnte ja nicht ahnen, dass sie um ihr Leben kämpften. Ich habe versucht, dort hinzukommen, brauchte für 140 Meter 40 Minuten. Die Polizisten waren völlig überfordert. Alle warteten auf Befehle, aber es kamen keine. Jeder hat nur noch versucht, irgendwie Leben zu retten. Die Leute kletterten plötzlich auf die Gitter und kippten damit in die Menge – die Eisenstangen waren später verknickt wie weiche Spaghetti.“
      In den dramatischen Minuten, als die Menschen die Todestreppe hochkletterten, versucht Klaus D. weiter, Menschen zu retten. „Irgendwann lagen dann überall Leichen rum. Die Menschen strömten in alle Richtungen weg. Trotzdem kamen noch Partyleute, die über die Leichen stiegen, um zu feiern. Einer sagte zu mir: ‚Lass mich durch, ich bin zum Feiern hier.‘
      Die Notausgänge oberhalb der Rampe wurden erst durch die Polizei geöffnet, als es schon zu spät war.“

      • Als sich die Situation entspannt hatte, kam gegen 21.30 Uhr: „Die Veranstaltung wird um 22.30 Uhr beendet!“ Ralf D. erzählt: „Da kam von der Polizei die unfassbare Ansage, die Notausgänge im Norden und Westen wieder zu schließen. Wir sollten die mehreren 100 000 Feiernden auf dem Platz wieder Richtung Tunnel bringen. Es hieß dann, da wären ja auch noch Notausgänge. Denn sonst wären die Menschen zu nah am Bahnhof.“
      Polizisten und Ordner weigerten sich. „Wir haben gesagt, dass wir das nicht machen. Wir schicken nicht wieder Menschen in den Tod.“
      • Daraufhin beriet sich der Krisenstab erneut. Um 22.15 dann der Befehl: „Es bleibt, wie gehabt. Alle Besucher Richtung Süden treiben, mal sehen, wie das läuft!“
      Die Notausgänge wurden wieder geschlossen. „Es war unfassbar, nach der Katastrophe so zu entscheiden. Doch zum Glück machten Polizisten um 22.45 Uhr die Notausgänge wieder auf. Der Druck war zu groß.
      Wir sind damit das zweite Mal an einer Massenpanik vorbeigeschrammt.“

      Kommentar:
      Edoran schrieb: 29.07.2010

      Mich wollten die auch als Ordner für die Loveparade haben für 7,82€…. Das währe die Bezahlung für Pfortendienst, wo einem ein Aktenordner auf dem Fuss fallen kann.
      Das beste ist, dass ein Arbeitsvermittler die Anfrage an mich gestellt hat.
      Habe ich abgelehnt, da ich
      1. dieses Lohndumping nicht unterstüzen will. Die Gefahr und Verantwortung im öffendlichen Bereich fällt meines Wissens in eine andere Lohngruppe.
      2. keine Lust hatte diese Aufgabe mit einem zusammengewürfelten Haufen zu bestreiten, wo die Hälfte keine Ahnung hat was auf sie zukommt.
      Für diesen Lohn bezweifel ich es, dass sich viele qualifizierte Sicherheitskräfte, die wussten wo drauf die sich einlassen, dieser Gefahr ausgesetzt haben.
      Und die Qualifizierten die es gemacht haben, haben auch ein Knall, da die dieses Lohndumping der Sicherheitsfirmen unterstützen.
      http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/27/loveparade-massenpanik-security-mitarbeiter/packt-aus.html

    • Daphne
      Posted 7. August 2010 at 20:45 | Permalink | Antworten

      Zitat aus „Aushilfen in Uniform“:

      „GRANITZKA:Lautsprecherwagen sind durchaus hilfreich. Sie können damit die Leute beruhigen, sie aufordern weiterzugehen und so weiter. Dagegen nützen Megaphone zum Beispiel ganz wenig, weil sie in der dritten Reihe nicht mehr gehört werden.“

      Das wage ich mal zu bezweifen. Der von oben schreiende Mann der The1art1of1hell-Videos war in anderen Videos noch unten auf der Rampe hörbar.

      • LadyK
        Posted 10. August 2010 at 01:58 | Permalink | Antworten

        Genau, zumindest waere es fuer den Bereich der Treppe ausreichend gewesen,..

    • Rockangel
      Posted 24. August 2010 at 01:48 | Permalink | Antworten

      Ich glaube hier ist der Link an der richtigen Stelle….

      Rechnung Funkgeräte
      http://bilder.bild.de/BILD/news/2010/08/05/loveparade-dokumente-schaller/mfbq-lp-rechnung-veranstallter-aussriss__17215783__MBQF-1281012928,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg

  13. LadyK
    Posted 5. August 2010 at 21:33 | Permalink | Antworten

    Ich wollte an diesem Tag auch erst mit Freunden zur Loveparade, ein Bekannter von uns legte als DJ auf. Wir besprachen den Stress der Zugfahrt, und als dann noch ein Freund absagte, entschlossen wir uns nicht auf die Loveparade zu fahren. Gott sei Dank..

    Nach dem ich die Videos von Pizzamanne gesehen habe, wurde mir erst mal klar was dort passiert sein musste. Danke im uebrigen fuer diesen aufschlussreichen dokumentierten Blog.

    Meine persoenliche Meinung ist, dass an dem Vorfahrtschild bei der Plakatwand vor der Treppe wo die am Boden liegenden Menschen waren, zum Teil durch die herunterfallended Maenner der Plakatwand zu Fall gebracht wurden, oder durch ihr in die Menge fallen, Wellen und mehr Panik ausgeloest haben. Die Uebersteiger die man nun in mehreren Videos und Fotos sieht, auch Nahaufnahme im Video von Pizzamanne sollten auf jeden Fall auch zur Rechenschaft gezogen werden.

    Die Menschen die von diesen Leuten getreten wurden sollten Anzeige erstatten.

    Ich habe Arzthelferin gelernt und bin erschuettert vom Verhalten der Polizei. Es gab unter ihnen auch viele Helfer, jedoch sah ich viele die an der oberen Treppe sogar lachten! Sie hatten kein Megaphone um die Leute anzuweisen??? Ich sah ein Video wo die Menschen an der Absperrung die Polizei anschrien aufzumachen, wieder standen sie nur eiskalt hinter der Absperrung ohne Reaktion oder etwas zu unternehmen.

    In den heftigen Videos kurz nach dem Chaos bei der Treppe, sind nur wenige Sanitaeter vorhanden, ich sah einige Polizisten und auch Security die Menschen aus dem Knaeul zogen, jedoch sah ich etliche von der Polizei, die zivile Helfer beschimpften als Gaffer und wegschickten, sie aber zwischen am Bodenliegenden Menschen standen und NICHTS getan haben. Auf die Art “ lass dass mal die Sanitaeter machen „.

    Inzwischen war Platz und anstatt dumm rumzustehen haetten sie vielleicht Leben retten koennen wenn sie bei der Befreiung der Menschen gejolfen haette. Ich bin auch davon ueberzeugt, dass ihre Kenntnisse von CPR (Wiederbelebung) um einiges frischer ist als von den vielen Besuchern die zum Teil leider an der voellig falschen Stelle Hand anlegten…

    Unglaublich..

    Ich will nicht alle der Polizisten verurteilen, aber mein GOTT habt ihr Fehler gemacht…

    Wenn es um Leben und Tod geht, dann muesst ihr handeln!!
    (Edit Daphne: ACHTUNG, heftig!) http://www.youtube.com/watch?v=t3h1wZjYQA0&hl=en_US&fs=1

  14. LadyK
    Posted 5. August 2010 at 21:41 | Permalink | Antworten

    Ach so zu meinem unteren Kommentar moechte ich noch hinzufuegen:

    Zu dem Toten, mit der lila Hose und dem Gruenen T-Shirt, der weggetragen wurde.. Wahrscheinlich in den Tunnel. Es wurde in diesem Fall kein Umriss auf dem Boden mit Kreide ( oder was weiss ich wie die das heute machen) gezogen. Bei den Ermittlungen fehlt nun ein Umriss auf dem Boden, und spaeter heisst es wahrscheinlich noch diese Person ist im Tunnel zu Tode gekommen.

  15. Nachdenker
    Posted 6. August 2010 at 14:38 | Permalink | Antworten

    Übrigens befinden sich bei 2:44 zwei interessante Herren im Hintergrund: Innenminister Jäger und Polizeichef Detlef von Schmeling.
    Daher die Frage: Stimmt die Uhrzeit des Interview?

  16. Daphne
    Posted 6. August 2010 at 23:19 | Permalink | Antworten

    Ein paar ältere Artikel…

    Loveparade 2010: Essen statt Duisburg?
    erschienen am 13. Januar 2010
    „Wie der WDR berichtet steht auch die diesjährige Loveparade in Duisburg auf der Kippe. Letztes Jahr fiel die Loveparade in Bochum schon ins Wasser, weil sich die Stadt dem Besucheransturm nicht gewachsen sah.
    Jetzt sind Details öffentlich geworden, dass in Duisburg noch keine geeignete Veranstaltungsfläche gefunden wurde und man auch nicht für eine geregelte An- und Abreise sorgen kann. Routen durch die Innenstadt sind aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht möglich. Das riecht erstmal nach Absage. Aber die Stadt Essen hat sich jetzt schon bereit erklärt, als Ersatzkandidat für Duisburg einzuspringen aufgrund der guten Erfahrungen im Jahr 2007.
    Der Auszug aus dem Beitrag des WDR stimmt mich dann doch positiv:

    “Deshalb sei man generell nicht abgeneigt, auch wenn eine solche Veranstaltung einen “Riesenaufwand” und “hohe Investitionen” erfordere. “Die Loveparade ist keine Katzenkirmes”, sagte Hülsmann. Er verwies auf den Status der Stadt Essen und des Ruhrgebiets als europäische Kulturhauptstadt 2010. Man müsse um die Loveparade kämpfen, “ansonsten wäre es sehr schlechte Werbung für das Ruhrgebiet”.”

    Nachdem Berlin die Loveparade nicht mehr austragen wollte, wurde eine Art 5 Jahresplan entworfen, der besagt, dass die Loveparade von 2007 bis 2011 im Ruhrgebiet ihr zu Hause hat. Nämlich der Reihenfolge nach in Essen (2007), Dortmund (2008), Bochum (2009), Duisburg (2010), Gelsenkirchen (2011).
    Was ich jedoch nicht verstehe, warum sich die Städte Bochum und Duisburg überhaupt erst für die Austragung der Loveparade beworben haben. Platz- und Sicherheitsbedenken äußerten die Veranstalter, Städte und Behörden immer erst im Jahr der Durchführung, obwohl dass doch auch viel früher bekannt sein müsste. Warum wurden die Bedenken nicht schon vor der Vergabe an die Städte diskutiert, so dass man im Vorfeld Absagen vermeiden hätte können?
    Sorry, aber für mich sieht nach Schwanzeinziehen aus!“
    http://www.house2electro.de/loveparade-2010-essen-statt-duisburg/

    Loveparade schon wieder vor dem Aus – Das Grossprojekt droht erneut zu scheitern
    21.01.2010 – Von Fajsz Deáky
    Leistet sich das Revier nach dem Loveparade-Aus 2009 in Bochum auch dieses Jahr eine Pleite?
    Jedenfalls sieht es düster aus um die Loveparade 2010 in Duisburg. Das Geld für den Riesen-Rave ist nicht da, die logistischen Herausforderungen sind groß, der politische Wille im Rat unklar.
    Die Stadtspitze um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (54, CDU) will die Loveparade unbedingt veranstalten. Ob der Rat dem am kommenden Montag zustimmt, ist aber zumindest fraglich.
    Dann die Sicherheitsfrage: Das Spektakel soll auf einer Brache in Bahnhofsnähe steigen. Das ist, laut Vorlage des OB an den Rat, „eine besondere Herausforderung“. Denn die Stadt müsste unter allen Umständen verhindern, dass Raver auf die Gleise laufen. „Dann wird jeder Zugverkehr generell gestoppt; Auswirkungen in ganz NRW wären zu spüren.“
    Duisburgs Sicherheitsdezernent Wolfgang Rabe (56, CDU): „Dann ginge stundenlang nichts mehr.“ Dennoch: Rabe ist sich sicher, dass Duisburg das stemmen kann.
    Aber: Wer zahlt die Fete? Laut Vorlage soll sie rund 840.000 Euro kosten. Im Duisburger Haushalt klafft aber ein Loch von rund 150 Millionen. Rabe: „Jetzt müssen im Gespräch mit der Bezirksregierung Düsseldorf Lösungen gefunden werden.“ Das dürfte schwer werden. Die Bezirksregierung auf BILD-Anfrage: „Duisburg darf die Loveparade veranstalten – sie darf nur kein Geld kosten.“ Dass das aber nicht funktioniert, ist sicher. Rabe: „Sicherheit gibt es nicht umsonst!“
    Letzte Hoffnung: Wenn die Landesregierung das Geld irgendwie bereitstellt.
    http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/01/21/weil-duisburg-das-geld-fehlt/loveparade-schon-wieder-vor-dem-aus.html

    Spendenaufruf für die Loveparade 2010 in Duisburg
    05. Februar 2010
    Pressemitteilung – Partylifter sollen Loveparade sichern
    Duisburg Marketing nimmt Unterstützungsangebot der Raver auf
    Unter dem Motto „Lift Up – Werd` Partylifter für den Rave“, startet die Duisburg Marketing GmbH (DMG) einen Aufruf zur Unterstützung der diesjährigen Loveparade in Duisburg. Anlass ist die intensive öffentliche Diskussion um die kommunal entstehenden Kosten der Loveparade.
    Uwe Gerste, Geschäftsführer der DMG: „Duisburg will die Loveparade in Duisburg, der Veranstalter Lopavent will die Loveparade in Duisburg. Und die Szene will ebenfalls die Loveparade in Duisburg. Es gab diverse Angebote zur Unterstützung der Parade und die Bitte, ein Konto einzurichten, auf das Unterstützungszahlungen geleistet werden können. Dem kommen wir gerne nach, denn es wäre ein Unding, dass die durch den Veranstalter durchfinanzierte Parade an der Nichtgenehmigung kommunaler Kosten, die außerhalb des Veranstaltungsgeländes begründet sind, noch scheitert.
    Ebenfalls ist es aus unserer Sicht wichtig, eine seriöse Unterstützungsmöglichkeit für die Parade zu bieten, bei der sichergestellt ist, dass das Geld nicht in unseriösen Kanälen verschwindet. Dafür hat die DMG unter dem Empfänger-Namen Duisburg Marketing GmbH, Verwendungsweck „Stichwort Partylifter“ ein Sonderkonto eingerichtet. Die Kontonummer lautet: 212 999 999, BLZ 350 500 00 bei der Sparkasse Duisburg und kann ab sofort für Einzahlungen genutzt werden. Die Unterstützer können im Verwendungszweck gerne ihre E-Mail Adresse eingeben. Dadurch ist es uns möglich, die „Partylifter“ über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden zu halten. Vorgesehen ist ebenfalls, eine Liste der Partylifter im Zugangsbereich zur Veranstaltungsstrecke zu platzieren und begleitend zu der Aktion sind Clips zur Einspielung in Social Media Networks wie Twitter, Facebook oder Youtube in Vorbereitung.“
    Selbstverständlich sind auch Beiträge von Unternehmen willkommen, die sich der Kulturhauptstadt und der Durchführung dieser einmaligen Großveranstaltung in Duisburg verbunden fühlen.
    Zudem sieht der DMG Geschäftsführer die lokale Diskussion viel zu stark auf den Bereich kommunal entstehender Kosten fokussiert: „Kaum betrachtet wurde der große wirtschaftliche Impuls, den die Loveparade für die Region und für Duisburg darstellen würde. Selbst bei einer sehr konservativen Betrachtungsweise werden bei Durchführung der Loveparade in Duisburg aller Voraussicht nach mindestens 500.000 € finanzielle Rückflüsse in der Stadtkasse verbleiben.
    Dabei ist der medial entstehende Effekt, den die Loveparade auf die Stadt legt überhaupt noch nicht berücksichtigt. Dieser liegt nach Einschätzung des Veranstalters Lopavent, die von mir geteilt wird, bei mindestens 40 Mio. €. Jeder Euro, der durch Unterstützer jedoch aufgebracht wird, unterstützt den Willen der Verantwortlichen, die Loveparade in Duisburg zu der größten international geprägten Feier in diesem Jahr zu führen.“
    Die Kontodaten lauten wie folgt:
    – Zahlungsempfänger: Duisburg Marketing GmbH-
    – Verwendungszweck: Stichwort: „Partylifter“-
    – Kontonummer: 212-999999
    – Sparkasse Duisburg (BLZ: 35050000)
    http://www.house2electro.de/spendenaufruf-fuer-die-loveparade-2010-in-duisburg/

    Loveparade 2010 in Duisburg gesichert
    16. April 2010
    Duisburg – „Das Innenministerium und die Bezirksregierung haben mit Schreiben vom 15. April 2010 dem Finanzierungskonzept für die städtischen Pflichtaufgaben zur Durchführung der Loveparade 2010 zugestimmt. Die Loveparade 2010 kann von daher am 24. Juli in Duisburg auf dem Gelände der künftigen, Duisburger Freiheit‘ am Hauptbahnhof stattfinden“, bestätigte heute Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland: „Wir freuen uns sehr, dass wir diese Aufgabe gelöst haben und die Party steigen lassen können.“
    Aufgrund der schwierigen Haushaltslage darf die Kommune keine städtischen Gelder für die Veranstaltung ausgeben. Dank der Unterstützung vieler Partner ist es der Stadt Duisburg gelungen, die von ihr zu erbringenden Leistungen sicherzustellen. Der Hauptsponsor der Loveparade, die Fitnesskette McFit, ermöglicht seit 2006 die Veranstaltung mit einer Sponsoringsumme von 3 Millionen Euro pro Loveparade.
    Mit dem Geld werden die Planung und Umsetzung der Parade finanziert – dazu zählen unter anderem Kosten für die Reinigung der Veranstaltungsfläche und für rund 2.000 Mitarbeiter, die am Tag der Parade im Einsatz sind. In diesem Jahr leistet die Fitnesskette einen zusätzlichen Beitrag zum Finanzierungskonzept der Stadt Duisburg. Den größten Einzelposten im Finanzierungskonzept stellt die Entlastung von den Transportkosten in Höhe von 300.000 Euro dar.
    Zusätzlich bekommt die Stadt einen sechsstelligen Förderbetrag des Landes für den Bereich Sicherheit und Verkehr.
    Der Malteser Hilfsdienst kommt der Stadt hinsichtlich der Bereitstellung von Rettungskräften entgegen. Der Softdrinkhersteller Sinalco steigt als Sponsor ein. Und schließlich soll ein sechsstelliger Betrag durch Merchandising erwirtschaftet werden. „Ich danke allen Partnern für den jeweiligen Beitrag. Alle haben geholfen, das Ziel zu erreichen“, sagte Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland zufrieden.
    Loveparade-Geschäftsführer Rainer Schaller:
    „Das ist der Startschuss auf den wir gewartet haben. Wir werden die Loveparade im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 zu einem Leuchtturm-Event machen und neue Wege mit dem Musik- und Bühnenprogramm gehen, das wir in den nächsten Wochen vorstellen werden.“
    Eva-Maria Kießler, Pressesprecherin der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, sagt zur Loveparade in Duisburg:
    „Die Loveparade hat sich erfolgreich in der Region etabliert und ist stetig gewachsen. Sie wird im Jahr der Kulturhauptstadt erneut ein Zeichen für die Region setzen. Das Ruhrgebiet braucht solche weltweit wahrgenommenen Veranstaltungen, um ihr Image als offener und toleranter Lebensraum zu festigen. Die Menschen, die hier leben und gerne hier leben, wissen das. Leider können wir in Zeiten knapper Kassen keine teuren Marketingkampagnen finanzieren, dafür sind wir dankbar für solche fröhlichen Groß-Events. Wir haben von Anfang an dafür geworben, die Loveparade in die Metropole Ruhr zu holen und freuen uns sehr, dass sie bereits zum dritten Mal stattfindet.“
    Das Areal der künftigen „Duisburger Freiheit“ wird derzeit vom Grundstückseigentümer aurelis Real Estate GmbH & Co. KG für die Veranstaltung der Loveparade aufbereitet. Informationen zur Float-Bewerbung gibt es ab dem 20. April unter http://www.loveparade.com. Zeitgleich wird auch die von der Duisburg Marketing Gesellschaft initiierte Internetadresse http://www.partylifterduisburg.de freigeschaltet. Dort können die Loveparade-Fans ein Bekennerabzeichen in einem Online-Shop erwerben und so die Veranstaltung unterstützen. Diese Artikel sind auch in allen Visitor-Centern der Metropole Ruhr, also auch in Duisburg erhältlich.
    http://www.presstext.de/index.php?option=com_content&view=article&id=539&Itemid=7

  17. Posted 7. August 2010 at 07:58 | Permalink | Antworten

    moin

    erstmal ein allgemeines wort zum abgleiten in ähnliche(unter-)themengebiete,
    was ja nicht beabsichtigt passiert und auch durchaus wünschenswert ist.
    allerdings kommt dann eine so schnell wachsende seite wie diese hier,
    die dann auch noch aus ähnlich klingenden themen grösstenteils besteht,
    an den rande des menschlich überschaubaren rahmens.

    und das thema dieses beitrages ist das wdr/th bug vs schaller interview kurz vor den ersten todesfällen.

    ich habe eben gelesen,
    dass bei dem interview der mcfit-float dauernd im hintergrund zu sehen ist.
    http://www.blog.lotharevers.com/

    ich denke mir allerdings,
    dass es nicht ein extra mc fit float war,
    sondern das es sich dabei um die allgemeine sponsorenwerbung handelte,
    die im video auf dem im hintergrund stehenden lkw an beiden enden des aufliegers zu erkennen ist.
    (die allen floats bestimmt vorgeschrieben war)

    ABER JETZT HALTET EUCH BITTE FEST :

    mir ist gerade der geistesblitz gekommen,
    dass ja genau das ja auch eins der hauptprobleme war,
    die auf der rampe zu der „propfenbildung“ führten.

    DAS GENAU IN DEM AUGENBLICK DES WDR INTERVIEWS DER FLOAT-CONVOY STILLSTAND!!!

    und das die, die gehen wollten und auf der rampe sich befanden,
    von der polizeikette aufgehalten worden sind,
    ABER gleichzeitig durch den stehenden truck am oberen kopf der rampe auch nicht die möglichkeit hatten,
    die zweiten rampe als ausgang zu benutzen.

    und auch wenn es jetzt kein spezieller mc-fit truck war,
    ist die anweisung,
    ihn während des interviews dort stehen zu lassen,
    einer der gründe,
    warum auf der rampe plötzlich menschen zu einem „propfen“ wurden.

    und wer weiss,
    wie lange der schaller dort den truck schon aufgehalten hatte.
    also auch den ganzen tross.

    immerhin war ja thomas bug der hauptsächliche reporter vom wdr an diesem tag,
    und der hätte dann nicht erst gewartet,
    bis der passende lkw vorgefahren wäre.

    aber dank der ergebnisse dieser seite hier (@ seite:danke und respekt!) wissen wir ja nun sehr genau über den zeitlichen ablauf bescheid und können somit auch eindeutig belegen,
    dass ein absperren auf der rampe,
    was ja letztendlich auch zum rückstau führte,
    nicht funktionieren kann,
    wenn oben es „quasi“ so gut wie zugestellt ist.

    und das evtl für 30 minuten oder noch länger sogar.

    weil wir haben uns doch schon vor ner woche oder so darüber gewundert,
    warum keine pusher am oberen rampenkopf den (rück-)weg freigemacht hatten.

    jetzt wissen wir es:
    weil überhaupt keine möglichkeit bestand,
    irgendwo irgendwen irgendwohin zu pushen.

    und moment,
    bei den meisten antworten vom schaller oben im video merkt man ausserdem,
    dass sie wie „auswendig gelernt“ wirken,
    bzw überlegt er immer kurze sekundenbruchteile und verhaspelt sich öfters,
    und das nicht,
    weil er nicht weiss, was er sagen soll,
    sondern nur nicht weiss,
    WAS er WANN sagen soll.

    (ergo=die fragen sind die zumindest einmal vorher durchgegangen,
    d.h. nochmal fünf minuten parkenzeit mehr im gesamten float-convoy….)

    desweiteren merkt man am verhalten vom interviewer als auch vom schaller,
    dass beide sehr abgelenkt werden vom allgemeinen hintergrundgetöse.

    das geht aber auch nur,
    weil sie sich selber in einem etwas abgegrenzten (abgeschirmt) bereich befinden.
    (normalerweise, wenn die beiden in der masse stehen würden,
    würden sie sich nämlich nicht über die geräusche so wundern)

    will sagen,
    dass die terrasse oder was auch immer,
    wo die das interview gemacht hatten,
    auch schon länger vorher geräumt worden sein muss.

    denn die (schaller/secure/politik/wdr…) können ja schlecht plötzlich alle da aufmarschieren,
    alle besucher runterschubbsen,
    noch schnell die lokal politik pappfiguren als statisten im „background“ dekorativ hinplazieren und dann warten,
    bis herr bug kommt und sein interview macht.

    UND DIE GANZE ZEIT ÜBER STEHT DIESER SCHEISS TRUCK DORT RUMM UND VERURSACHT DADURCH EINEN TÖDLICHEN STAU DER FLOATS AM KOPF DER RAMPE

    und das die ganze klitsche wie sie auf dem video zu sehen ist,
    garantiert nicht dort abhingen,
    um ein bissle mitzufeiern,
    liegt ja auf der hand.

    also wurde wegen der eitelkeit vom schaller und der mediengeilheit der lokal politik letztendlich das drama ausgelöst?

    das weitere und nicht ganz unwesentliche faktoren das ganze erst zu diesem ausmass ausgeweitet haben,
    ist mir auch bewussst.

    doch es fehlte uns bisher der wirkliche/tatsächliche/logische/nachvollziehbare/ursächliche auslöser der ganzen tragodie.

    ich wäre froh,
    durch diesen nun endlich ausformulierten gedanken ein kleines stück zur beendigung der lächerlichen und zu höchst beschähmenden schuldzuweisungen in den öffentlichen medien begetragen zu haben.

    und evtl schreibt ja jemand mal kurz seine meinung dazu,
    da mir die gedanken eben erst gekommen sind und ich selber sie noch garnicht auf mich wirken lassen konnte.

    da sie mir aber nicht ganz so abwegig erschienen,
    hab ich euch direkt mit daran teilhaben lassen.

    trotzdem noch einen schönen samstag an euch alle da draussen hinter den schirmen

    ulli

    • Daphne
      Posted 7. August 2010 at 08:46 | Permalink | Antworten

      „..und das thema dieses beitrages ist das wdr/th bug vs schaller interview kurz vor den ersten todesfällen.“ – nuckelchen

      Ich gebe Dir recht – allerdings sind diese Infos schon wichtig und da es keinen „News“-thread oder so gibt, habe ich es hier geposted.

      Zu dem McFit-Float – sehr gute & wichtige Beobachtung!!! Zumal Ordner Ralf D. in BILD sagte: „Für die Veranstalter waren nur zwei Sachen wichtig: Die Floats dürfen nicht stoppen…“
      Wäre wichtig rauszukriegen, ob zu dem Zeitpunkt (16.47 uhr)dadurch direkt im Eingangsbereich ein Float zum Stillstand kam, der so den Zustrom der Menschen verhinderte.
      Heftig in diesem Beitrag ist ja auch (wie Martina schon schrieb), dass die sogar live zeigen, wie die Menschen den Mast auf der Rampe hochklettern….

    • Posted 7. August 2010 at 15:14 | Permalink | Antworten

      Mitleser und Rechercheure,
      doch es gab einen eigenen McFit / bild.de Float.
      Die beiden lieferten übrigens neben dem WDR den zweiten livestream vom Event.
      Moderiert von Pocher Mayer Wölden. Wenn den jemand hat:
      könnte ihn gut gebrauchen.

      Habe schon eine livestream vom WDR, den ich gerade auswerte.
      Selber habe ich keine Erfahrung mit editing oder hochladen auf
      die Portale. Wenn wir da kooperieren können bitte anrufen.
      02651 7539803

      lothar

    • Posted 7. August 2010 at 20:09 | Permalink | Antworten

      „weil überhaupt keine möglichkeit bestand,
      irgendwo irgendwen irgendwohin zu pushen.“

      Das stimmt nicht, durch Aufnahmen ist belegt, dass mehrere Bereiche des Geländes fast völlig frei waren. Vielmehr gab es zuwenig und zu schlecht ausgebildete Ordnungskräfte und einen Mangel an Kommunikation zwischen den Verantwortlichen und den Ordnern/Polizisten.

      „ist die anweisung,
      ihn während des interviews dort stehen zu lassen,
      einer der gründe,
      warum auf der rampe plötzlich menschen zu einem „propfen“ wurden.
      und wer weiss,
      wie lange der schaller dort den truck schon aufgehalten hatte.“

      Ich glaube nicht, dass es eine solche „Anweisung“ gab. Ich kenne das vielmehr von anderen Paraden, dass diese Trucks eben wirklich in Schneckengeschwindigkeit fahren. Und da dahinter ja gleich der nächste Truck kommt, kann man damit rechnen, dass die de fakto wie eine Bühne wirken. Insofern hätte man ggf. überlegen müssen, die woanders langfahren zu lassen – oder eben viel stärker mit Schildern, Durchsagen und Pushern dafür sorgen müssen, dass die Leute kontinuierlich zur Seite gehen.
      Außerdem ist das Interview ja irgendwann nach 16:25 Uhr (entsprechend der Beschreibung 16:50 Uhr) entstanden und das Problem mit den nicht zur Seite gehenden Leuten, weswegen man ab 16:00 Uhr die Hauptrampe sperrte, war schon zwischen 14-15 Uhr.

      „will sagen,
      dass die terrasse oder was auch immer,
      wo die das interview gemacht hatten,
      auch schon länger vorher geräumt worden sein muss.“

      Der WDR hatte für die gesamte Zeit der Veranstaltung eine Art Übertragungsbalkon irgendwo bei der Hauptbühne. Dort war vermutlich auch dieses Interview.

      „also wurde wegen der eitelkeit vom schaller und der mediengeilheit der lokal politik letztendlich das drama ausgelöst?“

      Nein, so isoliert kann man das nicht sagen. Es waren multiple Verkettungen von Fehlern, die dazu geführt haben, beginnend bei der Planung bis hin zum Verhalten und der mangelnden Kommunikation der Sicherheitskräfte am Veranstaltungstag.

      • Daphne
        Posted 7. August 2010 at 20:23 | Permalink | Antworten

        Naja…aber im Interview-Video oben sieht es schon so aus, als würde der McFit-Truck stehen… und ich meine auch, dass der Kameramann nochmal seine Position korrigiert, damit der Truck auch wirklich gut im Bild ist.

      • Posted 9. August 2010 at 03:39 | Permalink | Antworten

        ohne jetzt nervig klingen zu wollen,
        in der zeit bis kurz nach fünf wurde die rampe voller und nicht leerer.
        und ich bezog mich nur auf den unmittelbaren rampe-zu-partygelände übergang.wären dort schon die leute wieder weggeschickt worden,hätte sich kein propfen gebildet.

        war das nicht die erste parade,
        die im kreis fuhr?

        und für einen balkon ist das doch recht niedrig,
        wo das interview geführt wurde.
        und selbstverständlich war es eine verknüpfung von unglücklichen fehlern,
        keine frage.

        wobei allerdings das zuparken des oberen rampenkopfes mit einem float samt drumherum tanzender crowd (wegen dem wdr interview) unmittelbar kurz bevor über ein dutzend menschen gestorben sind,
        wenns denn wirklich so gewesen ist,
        nicht ganz unschuldig am ganzen.

        aber wie bereits erwähnt,
        ich will nicht nerven,
        noch unbedingt recht behalten.

        grüsse ulli

        • Posted 9. August 2010 at 10:07 | Permalink | Antworten

          Also ein Stehenbleiben des Floats um 16:45 kann schon deshalb keine Relevanz mehr gehabt haben, weil zu dem Zeitpunkt keine Verpropfung der Leute auf der oberen Rampe mehr die Ursache für das Gedränge an der Treppe war, sondern schon längst die Eigendynamik der Sache dort. Denn zu dem Zeitpunkt konnte man schon wieder die Rampe hochlaufen und es gab auch einigen Verkehr in beide Richtungen.
          Ich halte auch wirklich wenig von allerlei Verschwörungstheorien, welche natürlich verständlich sind, da Leute gern eine abschließende Antwort auf die ganze erzeugte Unsicherheit wollen, aber einfache Antworten gibt es hier eben nicht. Es war nicht einfach „das Primat des Kommerzes“, was diese Todesfälle verursacht hat.

      • Daphne
        Posted 15. August 2010 at 23:32 | Permalink | Antworten

        Der Float muss aber erstmal in dieser Position angekommen sein, um ihn auch kameramäßig einfangen zu können. Die Frage ist, wurde das Interview just nach dem Ankommen des Floats an genau dieser Stelle geführt oder wurde der Float so lange angehalten, bis das Interview dran kam….

      • Posted 26. August 2010 at 21:18 | Permalink | Antworten

        Ich hätte die Trucks aber NIE im Leben direkt am Eingang vorbeifahren lassen, denn da brauch man sich auch nicht wundern das sich dort an der Rampe so viele Leute aufgehalten haben. Denn warum soll ich mich in der Menge woanders hin quetschen, wenn ihc nach ein paar Metern am Eingang das selbe habe.
        Und so wie man es in den Videos sieht ist es ja so gewesen, persönlich war ich Gott sei dank nicht dort. Ich sollte erst mit auf nen Wagen, hatte das Angebot aber abgelehnt.

  18. Posted 7. August 2010 at 08:16 | Permalink | Antworten

    nachtrag:

    und das dann zwar gesagt wurde,
    fahr deinen lkw hier weg,
    es aber dann auch zur antwort gab:
    nee geht nicht,
    da vorne macht doch der veranstalter samt anhang wie innenminister von nrw,ob von duisburg,rabe etc ein interview mit dem wdr.

    pwnd !

  19. Posted 7. August 2010 at 10:51 | Permalink | Antworten

    sorry daphne,
    ich wollte dich jetzt nicht persönlich damit ansprechen.

    vielmehr es nur mal grundsätzlich erwähnen,
    evtl auch in der hoffnung,
    dass martina uns doch bitte mal nen hübschen briefkasten bastelt.🙂

    aber einen kleinen dreher hast du im vorletzten satz eingebaut,
    und zwar würde durch die stehenden trucks der ABLAUF von der rampe behindert gewesen sein.😉

    und wie ich schon schrieb,
    dass ganze interview scheint ein wenig vorlaufzeit gehabt zu haben.
    in dieser zeit stand der convoy wohl auch schon.

    und zur heftigkeit:
    ich finde,
    man merkt schon,
    dass thomas bug dem schaller am liebsten mit dem mikro den schädel einschlagen würde…

    ausserdem ist das für mich eine der wenigen bildnachweise,
    worauf schaller nicht als „dominierendes“ männeken gezeigt wird.

    zb PK zwei tage vorher.
    er,pocher und ob und rabe laden zur pressekonfuckanese.
    grandios,
    pocher miemt den dj,
    und auf den fotos vom schaller und rabe sieht man richtig dieses „männer unter sich“ spielchen.
    grosser und vor selbstbewusstsein strotzender affe imponiert dicken alten grauen sicherheitsdezernenten rabe so sehr,
    dass dieser beim gestellten pressefotohändedruck doch glatt dem blick vom mr ich-fahr-mitm-lambo-gegen-die-wand ausweicht.

    auch der ob schaut auf den bildern wie ein kleiner verlegener schuljunge aus.
    auf einem grinst er aber auch so feist,
    von daher kein erbarmen mit dem ob.

    nur der pocher sieht nicht wirklich glücklich aus auf sämtlichen bildern.

    wie erwähnt,
    ich beziehe mich gerade auf die bilder von der pk donnerstags vorher auf dem gelände.

    okdoki,
    ich wollte keinem auf die füssekens treten mit meiner einleitung im beitrag vorher.

    falls ich es doch getan haben sollte,
    ‚tschuldigens…

    grüsse ulli

    • Daphne
      Posted 7. August 2010 at 13:09 | Permalink | Antworten

      Nee nee…is schon ok, Ulli.🙂 Hab mich nich angegriffen gefühlt!

      Naja…Zustrom deswegen, weils ja wichtig gewesen wäre, die Menschen von der überfüllten Rampe weg zu kriegen…rauf aufs Gelände. Aber wir meinen das gleiche…nur aus anderer Perspektive, oder?😉

  20. Daphne
    Posted 7. August 2010 at 13:03 | Permalink | Antworten

    Hier noch eine Info für Opfer bzgl einer Sammelklage

    „Gemeinsam sind wir stark…

    Wir, selbst Eltern einer 16 jährigen Tochter, die bei der Loveparade verletzt wurde und eine Woche im Krankenhaus verbringen musste, wollen auf diesem Wege zur Teilnahme der Betroffenen an einem Sammelverfahren zur Wahrung Ihrer Interessen aufrufen.
    Dieses Verfahren wird durch die Kanzlei Baum, Reiter & Collegen durchgeführt. Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung der Kanzlei.
    Ich möchte betonen, dass wir selbst nicht über juristische Kenntnisse verfügen. Wir sind auch nur Eltern einer Tochter, die zum Glück (wenn auch verletzt) überlebt hat. Wir glauben, dass die Durchsetzung von Ansprüchen nur durch einen Zusammenschluss der Betroffenen möglich ist und bitten daher alle Betroffenen, sich diesem Verfahren anzuschließen. Eine Vertretung unserer Interessen durch die Kanzlei Baum, Reiter & Collegen mit der hervorragenden Reputation von Gerhart Baum (ehemaliger Bundesinnenminister), der u.a. die Opfer des Ramstein-Unglücks und der Concorde-Katastrophe vertreten hat, ist sicher erfolgversprechender, als zahllose Einzelverfahren.
    Bitte melden Sie sich für die Teilnahme an dem Verfahren und für weitere Informationen dazu direkt bei der Kanzlei.
    Aufgrund vieler Nachfragen hier eine kurze Klarstellung zu dem angestrebten Verfahren: Es handelt sich nicht um eine Sammelklage, welche es nach deutschem Recht so nicht gibt. Daher sprechen wir ausdrücklich von einem Sammelverfahren. Zitat aus der Meldung von heute.de über unsere Initiative:
    …Zwar müssen Ansprüche Einzelner – etwa auf Schmerzensgeld – im deutschen Zivilrecht individuell erstritten werden. Doch das Sammelverfahren verteilt das Klagerisiko auf mehrere Schultern und vereinfacht so möglicherweise eine außergerichtliche Einigung…
    Als Initiator der Initiative möchten wir auch die zukünftigen Teilnehmer des Verfahrens bitten, sich bei uns zu melden. Wir wollen diesen Zusammenschluss ausbauen und die Möglichkeit schaffen, dass die Teilnehmer des Verfahrens untereinander kommunizieren können. Auch ein erstes Treffen der Teilnehmer des Verfahrens wird bald stattfinden.“

    Impressum
    Evelyn und Jürgen Hagemann
    Wilhelmstr. 5
    47229 Duisburg
    Email: j.hagemann@gmx.com

    http://www.loveparade-sammelverfahren.de/

  21. Posted 9. August 2010 at 03:27 | Permalink | Antworten

    sonntag abend war bei explosiv ein kurzer ausschnitt einer überwachungscam oberhalb des containers zu sehen.

    und man konnte wunderbar die floats am ende sehen,
    allerdings ging der ausschnitt nur bis zur ca 1/3 füllung der rampe,
    und da fuhren die floats noch.

    und eine frage zum pocherstream:
    du meinst bestimmt auf irgend einem bild server?

    weil im fernsehn gabs doch nur die wdr live-schalte.

    auf der LP seite dagegen 36 livestreams,
    die auch erst gegen 21 uhr komplett ausgemacht wurden.
    bis dahin liefen die teilweise noch,
    aber natürlich nur im partybereich.

  22. mitleser0815
    Posted 9. August 2010 at 20:59 | Permalink | Antworten

    In dem Interview-Film sieht man eine Ansicht der Rampe mit den hochkletternden Menschen und – vielleicht eine Möglichkeit zum Zeitabgleich – rechts einen Mann, der mit 2 Armen in der Luft rumwinkt.
    Ich glaube den habe ich auf irgendeinem anderen Video auch schon mal gesehen, näher dran.
    Das Interview und die Ansicht der Rampe muß nicht zwingend zeitgleich sein. Die Fernsehsender blenden gerne Impressionen ein. Oder umgekehrt: sie senden ein aufgezeichnetes Interview und blenden ein Action-Livebild rein (Menschen stürmen die Böschung und Mastkletterer).
    Es soll Spezialisten geben, die am Winkel des Schattens der Sonne die Uhrzeit abgleichen können.

  23. Daphne
    Posted 10. August 2010 at 11:29 | Permalink | Antworten

    WDR.de dokumentiert Genehmigungsverfahren – Wie die Loveparade genehmigt wurde
    06.08.2010
    „Das Genehmigungsverfahren für die Loveparade verlief schleppend. Das geht aus Unterlagen der Stadt Duisburg und dem Veranstalter hervor, die dem WDR vorliegen. Der Veranstalter legte erforderliche Unterlagen erst spät vor. Und es gab Zweifel an seinem Sicherheitskonzept. Doch sie wurden ignoriert. Eine Chronologie.“
    http://www.wdr.de/themen/panorama/loveparade_2010/hintergruende/100806a_index.jhtml

    • Daphne
      Posted 10. August 2010 at 11:57 | Permalink | Antworten

      Artikel-Kommentar von „Cat“:
      „Es wird allerdings mit keinem Wort erwähnt, das etwa 1/3 der angemeldeteten und erforderlichen Securities am Donnerstag „abbestellt“ wurden. Alleine von unserer Firma waren es 25 erfahrene Sicherheitsleute!(…)“

    • Posted 10. August 2010 at 16:03 | Permalink | Antworten

      Danke für die Empfehlung, hab’s mit bei Chroniken verlinkt.

  24. videosevenD
    Posted 12. August 2010 at 10:17 | Permalink | Antworten

    Ich habe im BILD Interview mit einem Ordner gelesen, daß es folgende zwei Anweisungen vom Veranstalter an die Ordner gab, die UNBEDINGT eingehalten werden mussten:

    Die Floats dürfen auf keinen Fall stoppen
    Notausgänge nur auf direkte Anweisung des Veranstalters (Schaller) öffen

    Kann mir jemand mal den Sinn dieser Anweisungen erklären? Besonders was so schlimm daran ist, wenn die Floats (mal) stehenbleiben.

    Danköö!

    …und weiter so, super Arbeit von Euch allen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  25. Daphne
    Posted 13. August 2010 at 20:51 | Permalink | Antworten

    Keine schnelle Hilfe für Loveparade-Opfer
    „Für Betroffene des Loveparade-Unglücks ist an baldige Entschädigung nicht zu denken. Die Staatsanwaltschaft kämpft mit Datenfluten und rechnet mit langer Aufarbeitung.“
    http://www.zeit.de/politik/2010-08/loveparade-opfer-hilfe

  26. Daphne
    Posted 14. August 2010 at 00:13 | Permalink | Antworten

    BILD traf Crowd-Manager Carsten Walter (40) – Das lief schief bei der Loveparade!
    09.08.2010
    „Psychologe Carsten Walter (40) war als „Crowd-Manager“ der Loveparade auch für die Sicherheit zuständig. 17 Tage nach der Katastrophe kehrte er mit BILD zum Todestunnel zurück. Zu dem Ort, den er sichern wollte, aber am Ende ohnmächtig und hilflos verlassen musste.“
    http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/08/10/crowd-manager-carsten-walter-40-vor-todestunnel/das-lief-schief-bei-der-loveparade.html

  27. Daphne
    Posted 14. August 2010 at 19:45 | Permalink | Antworten

    Focus-Reportage „Die Tragödie der Loveparade – Tod statt Liebe“ vom 26.07.10

    http://www.youtube.com/watch?v=3sHQsnQGYSU

    • Daphne
      Posted 15. August 2010 at 02:34 | Permalink | Antworten

      In Teil 2 ab 0:49 sieht man übrigens, wie die Sperre am Osttunnel überrannt wird.

      http://www.youtube.com/watch?v=PXs0ZZqm44U

      • Pilsbierchen
        Posted 15. August 2010 at 05:29 | Permalink | Antworten

        Ich hab mir die Stelle im Video von Sitanok (Focus TV Teil 2) ab 0:49 mehrfach angesehen. Ab 1:35 sieht man zweifelsfrei Menschenmassen durch den Osttunnel strömen (erkennbar an seiner Länge).
        Zunächst dachte ich, dass die Bilder zwischen 0:49 und 1:35 vom Westtunnel sein müssen, denn wir sehen ja eine Zone mit Lichteinfall und dahinter erst den langen Osttunnel. Doch wenn es im Westtunnel wäre, müsste die Zone mit dem Lichteinfall der Zugang zur Hauptrampe sein, die dann links sein müsste – dort sehen wir jedoch nur eine Wand mit einem weißen Plakat mit Foto.
        Nach mehrfachem Ansehen bin ich nun der Überzeugung: Es ist ein Blick vom Osten in den Ostunnel!
        Ich weiß nicht warum – ich hatte mir die Polizeikette dort immer ziemlich nah an der Hauptrampe vorgestellt (so wie im Westtunnel). Jetzt sehe ich, dass schon in der Spiegel-Grafik steht: „Sperrlinie 2: … in etwa auf halber Höhe des Tunnels östlich der östlichen Rampe …“

        Jedoch befindet sich die hier sichtbare Polzeikette noch viel weiter östlich, nämlich noch vor dem langen Tunnel, direkt vor einer dritten Rampe (die von der Kameraposition aus gesehen rechts nach oben führt – jedoch nicht auf das Festivalgelände, sondern zu einem Rangierbahnhhof o.ä. östlich der Bahnstrecke und südlich des Hauptbahnhofs).
        Bei GoogleMaps sieht man diese dritte Rampe übrigens hier und es gibt mittlerweile sogar ein Panoramio-Foto dazu.
        Langer Rede, gar kein Sinn: Die hier sichtbare Polizeikette befindet sich noch vor dem Osttunnel, also gar nicht weit weg von der östlichen Vereinzelungsanlage.
        Dass man sie bereits hier errichtet hat und nicht erst unmittelbar vor der Hauptrampe mag ein Beleg dafür sein, dass man vor allem den Tunnel als Risiko eingestuft hat und nicht etwa die Räume davor und dahinter (also auch nicht die Hauptrampe). Man wollte keinen Stau direkt im Tunnel, deshalb wurde die Sperre so weit vorn errichtet.
        Dass sie alsbald überrannt wurde, ist kein Wunder: Man stelle sich den Frust der Besucher vor, die schon durch diverse Vorsperren aufgehalten wurden, dann durch die Vereinzelungsanlage und schon kurz darauf wieder durch diese Kette vor dem Osttunnel.

        Nach bisherigem Wissen wurde diese Kette gegen 16:14 Uhr überrant bzw. aufgelöst. Diese Zeitangabe ist sehr wahrscheinlich (auf keinen Fall später!), denn ich bin mir ziemlich sicher, dass die blonde Polizistin mit dem Pferdeschwanz (gut zu sehen bei 1:16 und ab 1:29) dieselbe ist, die wir im Video von Thaido (ab 1:13) auf der Hauptrampe sehen, welches ich hier auf 16:23 Uhr terminiert habe (als vermutlicher Entstehungszeitpunkt des Videos).

      • Daphne
        Posted 15. August 2010 at 12:38 | Permalink | Antworten

        Ja, das ist auf jeden Fall der Osttunnel.
        Interessant finde ich auch Teil 2 ab 2:00 > Teile des Geländes sind überfüllt, die Leute kommen aber nicht mehr RAUS! Das wird auch in folgendem Video von BiJennydotcom deutlich, die um 16.29 Uhr das Gelände verlassen will aber nicht darf. Leider ist mir nicht klar, an welcher Stelle sie sich dort befindet, wo sie dann um 16.54 Uhr das Gelände verlässt.

        http://www.youtube.com/watch?v=565bAsykN6Y

      • Daphne
        Posted 15. August 2010 at 12:40 | Permalink | Antworten

        Auch kutscher27 hat Probleme, vom Gelände runter zu kommen:

        „Um 16.30 waren wir auf dem Weg das Gelände zu verlassen.
        Erst wurden wir in Ri. A59 geschickt um dann nur 2 min. später wieder von der Polizei „verscheucht“ zu werden….“

        http://www.youtube.com/watch?v=y9iMIcwKd-A

        • Daphne
          Posted 24. September 2010 at 09:31 | Permalink | Antworten

          Denke, dass 16.30 Uhr bei kutscher27 nicht stimmt… Es ist sicherlich später…

          • Daphne
            Posted 26. September 2010 at 15:13 | Permalink | Antworten

            kutscher27 hat mir grad nochmal 16:30 Uhr bestätigt.

            • Pilsbierchen
              Posted 26. September 2010 at 21:09 | Permalink | Antworten

              Ich halte es nach wie vor für unwahrscheinlich, dass er schon um 16:30 Uhr am „Notausgang Südwest“ war. Das würde ja bedeuten, dass er schon gegen 16:15 Uhr in diese Richtung gelenkt wurde. Das Video von Kutscher27 wäre somit der bisher einzige Beleg, dass schon vor 16:40 Uhr jemand die Gefahr der Lage erkannt hat und die heimkehrenden Besucher gezielt in Richtung Notausgänge geschickt hat.

              Dann wird aber noch unklarer, weshalb die Ausgänge an der Ostseite erst gegen 16:45 geöffnet wurden und im Norden erst 17:17 Uhr. Und vor allem: Weshalb hat man dann zugelassen, dass sich die heimkehrenden Besucher zwischen ca 16:10 und 16:40 Uhr auf der Hauptrampe stauten?

              Ich schrieb hier schon einmal, dass Kutscher27 womöglich Winterzeit auf seiner Kamera eingestellt hat, beweisen kann ich es aber natürlich nicht.

            • Daphne
              Posted 26. September 2010 at 21:27 | Permalink | Antworten

              Tja, weiß auch nicht… dieses Bild hier ist von ca. 17:06 Uhr.
              http://www.flickr.com/photos/19755937@N00/4831118602/in/photostream/

            • Daphne
              Posted 21. Oktober 2010 at 22:24 | Permalink | Antworten

              Schau mal, dieses Foto ist von 16:45 Uhr. Dort sieht man bereits Heimgänger…also wird kutschers Zeit wohl stimmen.
              http://andreaspape.de/Duisburg_Loveparade/Duisburg_Loveparade_IMG_52.jpg

              • Pilsbierchen
                Posted 22. Oktober 2010 at 04:08 | Permalink | Antworten

                Andreas Pape hat auch dieses Bild eingestellt und kommentiert dazu:
                Rettungskräfte versuchen verzweifelt, durch die überrannte Sicherheitsschleuse zu den Verletzten zu kommen (16:21 Uhr)

                Welche Verletzten denn bitte um 16:21 Uhr? Also wenn der mal nicht auch ein Sommerzeit-/Winterzeitproblem hatte mit seiner Kamera.

                Außerdem fällt mir nun noch auf, dass bei Kutscher27 im Grunde die ganze Zeit Martinshörner im Hintergrund zu hören sind. Was soll denn da um 16:30 Uhr schon für ein Großeinsatz gewesen sein?

                Also überzeugt bin ich noch immer nicht, dass die Zeit von Kutscher27 stimmt. Aber wer weiß …

                Die Überwachungskamera 4 (16:20-16:40) zeigt übrigens von 08:06 ~ 08:42 (also gegen 16:28 Uhr) in Richtung Süden. Da scheinen tatsächlich einzelne Besucher in Richtung Autobahnbrücke zu gehen, ich hab das bisher aber noch nicht als deutlichen Abgangsstrom eingeordnet, es scheinen nur ganz wenige Leute zu sein.
                Auch habe ich das Video noch nicht in HiRes runtergeladen, da kann man vielleicht mehr erkennen?

              • Daphne
                Posted 22. Oktober 2010 at 08:11 | Permalink | Antworten

                Merde… Du hast recht…
                http://andreaspape.de/Duisburg_Loveparade/Duisburg_Loveparade_IMG_42.jpg
                Exif 14:30 Uhr…😉

              • Pilsbierchen
                Posted 23. Oktober 2010 at 11:23 | Permalink | Antworten

                Auf so eine einfache Idee, nach der Bahnhofsuhr zu schauen, bin ich mal wieder gar nicht gekommen.

                Ich hab mir jetzt Überwachungskamera 4 (16:20-16:40) in HiRes runtergeladen. Zwischen 08:05 und 08:51 (16:28:05 und 16:28:51 Uhr) hat man einen Blick in Richtung Süden zur Autobahnbrücke. Es sind in der ganzen Zeit nur etwa 5-6 Personen (alle in schwarz, einer in weiß) auszumachen, die irgendwo im Bereich zwischen LoveStage und Brücke unterwegs sind.
                Der Weg, den die Heimkehrer dann später entlanggingen, befindet sich direkt neben dem Zaun, dort wo man ab 08:33 das Auto langfahren sieht. Hier sieht man überhaupt keine Personen.

                Einen „geleiteten“ Besucherstrom zum Notausgang Südwest können wir, so meine ich, daher zu dieser Zeit also ausschließen.

      • Pilsbierchen
        Posted 16. August 2010 at 02:34 | Permalink | Antworten

        betr. Video von BiJennydotcom

        Hallo Daphne,

        ich war nie in meinem Leben in Duisburg, geschweige auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes. Ich denke aber, ich hab‘ da ein „geographisches Näschen“.
        Mit Hilfe des interaktiven Luftbildes des WDR lässt sich der Weg von BiJennydotcom und ihrer Begleiter m.E. recht gut verfolgen, zumal auf dem Luftbild bereits abwandernde Besucher erkennbar sind, die sich genau auf den Wegen befinden, die auch die Filmerin gegangen ist.
        Die Filmerin und ihre Begleiter sind m.E. vom Güterbahnhof zunächst nach Osten in Richtung Bahnlinie gegangen, dann nach Süden entlang der Bahnlinie, ganz unten dann nach Westen (südlich der Südbühne entlang) und schließlich (nach Unterquerung der Autobahn) nach Norden in Richtung Hauptbahnhof.

        Um den Ausgangspunkt zu finden: Suche im Luftbild die Stelle, wo die Rampe auf die Floatstrecke trifft (Punkt (6)). Suche das Gelände von dort nach Nordosten ab, du wirst ein komplett grünes Polizeifahrzeug entdecken (am Durchgang zwischen den Zelten). Dieses Fahrzeug könnte das sein, welches man auch im Video ab 1:42 erkennt. Es könnte auch sein, dass der Startpunkt bei einem der beiden nördlicheren Durchgänge beginnt, dann wurden jedoch zwischen Video und Luftbild einige Fahrzeuge umgesetzt.

        Folgende Zeitangaben bezehen sich auf das Video von BiJennydotcom.

        3:03 Besucher gehen nach Osten
        3:16 Besucher gehen nach Süden (Blick in Laufrichtung nach vorn: links ist Bahnstrecke, rechts Festivalgelände)
        3:25 Blickrichtung umgekehrt [nach hinten] – links ist Festivalgelände, rechts Bahnstrecke)
        Der Bus rechts ist im WDR-Luftbild auch zu sehen!

        Ab hier dürfte der Weg der Gruppe eindeutig sein!

        3:38 Kamera schwenkt von Rückwärtsblick nach vorwärts: Rechts (westlich) ist ein Stellwerkshäuschen zu erkennen und links davor ein Sandhügel. Gut zu sehen auf WDR-Luftbild: Diese beiden Objekte befinden sich 100-150m östlich des Punktes (6) (dem oberen Rampenende)

        Südlich davon ist ein zweiter Sandhügel (ebenfalls westlich vom Weg, den die Besucher gehen).

        3:42 Der Mann mit dem Piratentuch, der das Geschehen kommentiert, befindet sich gerade auf Höhe eines der beiden Sandhügel (also östlich davon). Ich vermute, dies ist der südlichere Hügel, weil keine Fahrzeuge vor dem Hügel erkennbar sind. Am unteren Ende des Sandhügels ist sowohl im Video als auch im Luftbild ein „rotes Etwas“ zu erkennen. Keine Ahnung was das ist, aber es ist rot und es ist da😉

        4:35 Kommentar: „Da sind die Floats, da sind die Zäune“. Kamera schwenkt nach vorn in Laufrichtung: Zu erkennen: Die Südbühne. Links vom Weg ist ein Zaun erkennbar, dahinter kommen Fahrzeuge den Abwandernden entgegen. Auch im Luftbild sind diese Zäune erkennbar, ebenfalls hin und wieder Fahrzeuge!

        Der Weg der abwandernden Gruppe führt im Luftbild immer weiter nach unten (Süden) dann im scharfen (nicht sichtbaren) Knick nach links (Westen).

        5:01 Zwei rote Fahrzeuge und/oder Container sind zu erkennen.
        Im Luftbild sind sie auch sehr auffällig: Sie befinden sich südöstlich der Südbühne!
        Es folgen einige knallgelbe Teile (Schirme (?) etc), ebenso in Video und Luftbild erkennbar.

        5:20 Die abwandernden Besucher befinden sich unmittelbar vor der Autobahn. Im Luftbild ist dies der äußerste Zipfel links unten (also südwestlich) des Geländes. Man ahnt auch im Luftbild, dass dort offenbar ein Weg unter die Autobahn durchführt. Dieser Punkt befindet sich ca. 150-200 m südlich der Karl-Lehr-Str (also der berüchtigten Tunnelstraße), die im Luftbild mit (7) markiert ist.
        Die Szenen mit den provisorischen Feuerwehrleitern (ab ca. 6:00) sind also dort entstanden.

        8:06 Die Filmerin passiert eine Straßenbahn-Haltestelle „Karl-Jarres-Straße“.
        Die Karl-Jarres-Str. ist die westliche Verlängerung der Karl-Lehr-Str., die Haltestelle befindet sich etwas südlich der Kreuzung mit der Düsseldorfer Str. (siehe: Koordinaten 51.419961,6.7673801 bei GoogleMaps)

        Dies ist der Beleg dafür, dass die Filmerin und ihre Begleiter das Gelände im südwestlichen Teil verlassen hat, vermutlich über den Akazienhof oder den Eichenhof die Düsseldorfer Str. erreicht hat und nun nach Norden läuft, um den Hbf. zu erreichen.

      • Daphne
        Posted 16. August 2010 at 08:44 | Permalink | Antworten

        Hey danke! Du bist gut…glaub ich😀😉 Werds mir später nochmal genauer anschauen

      • Posted 17. August 2010 at 14:54 | Permalink | Antworten

        Sehr interessante Ergänzungen!

        Die „Überrennung“ der Polizeikette im Osttunnel werden wir auf jeden Fall noch mit in die Chronik aufnehmen… Mein erster Eindruck dazu: Das waren offensichtlich viel zu wenige Polizisten, um eine solche Sperre auch bei Druck aufrechtzuerhalten. Außerdem hätte ja gleichzeitig auch am Eingang des Tunnels richtig gesperrt werden müssen.
        Nachdem die Leute durchgebrochen sind, hat man es dann ja auch offenbar aufgegeben, die Sperre wieder erneut einzurichten.
        Hat man denn wenigstens die anderen Polizisten informiert? Zumindest war die Hauptrampe dann ja noch ca. 15 Minuten gesperrt…

      • Daphne
        Posted 18. August 2010 at 00:17 | Permalink | Antworten

        THEREALPRINZPOLDI scheint um 16.13 Uhr diese Überrennung von der anderen Seite der Polizeikette gefilmt zu haben.
        http://www.youtube.com/watch?v=1sWsfFkZo1M
        „Um 16:13 Uhr wurde die Polizei-Barriere durchbrochen. Man sieht es zwar im Video nicht so gut aber es ist genau in dem Moment passiert. Kurz danach kam es zu der unfassbaren Tragödie.“

      • Pilsbierchen
        Posted 18. August 2010 at 01:27 | Permalink | Antworten

        @Daphne,

        ja, das Video von THEREALPRINZPOLDI



        ist auf jeden Fall im Osttunnel aufgenommen. Man sieht bei 0:12 auch sehr gut die „3. Rampe“, auf die ich weiter oben schon hinwies.

        • Noseller
          Posted 23. September 2010 at 01:08 | Permalink | Antworten

          @Pilsbierchen

          Das ist eindeutig die Ostseite des Tunnels, da der Sonneneinfall um diese Uhrzeit so ziemlich genau aus dem Rücken der Aufnahmekamera einfällt. Also von Südwesten nach Nordosten. Man kann das dann dementsprechend an den Schatten erkennen.

          Gute Arbeit und weiter so….

          Gruß
          Noseller

          P.S. Zum Videobeitrag von BiJennydotcom fällt einem nichts mehr ein!

      • videosevenD
        Posted 18. August 2010 at 10:51 | Permalink | Antworten

        Ich möchte diese „Überrennung“ der östlichen Kette im Tunnel nochmal etwas genauer schreiben, wie sich die Situation für mich darstellt.

        Eine Überrennung war das nicht..

        1. Ist die Kette aus viel zu wenig Polizisten gebildet. Sie stehen weit vorneinander entfernt, eine lockere Reihe.
        2. Irgendeine kleine Handgreiflichkeit geschieht, ich glaube ein Besucher fühlte sich vom Polizisten geschubst und schubste zurück. Oder anders herum? Sofort, ohne zu zögern, stürzen sich fast alle Polizisten auf den einen Mann, den sie als Schuldigen ausgemacht hatten. Kommen aus allen Richtungen angerannt, reißen ihn zu Boden und geben damit SOFORT die Kette auf. Ja sie lassen sich sogar auf weitere Handgreiflichkeiten mit genervten Besuchern ein. Lediglich die paar Polizisten, die etwas vor den anderen stehen, so wie die blonde Frau, halten noch die Besucher zurück und bleiben auf ihrer Position. Da aber die anderen Polizisten die Kette bereits aufgeben hatte, werden sie von der Masse weggedrückt.

        Fazit; Die Polizeikette im Osttunnel war eine nur halbherzig durchgeführte Maßnahme mit viel zu wenig Beamten. Desweiteren wurde die Sperrung des Tunnels von den Polizisten nicht als vorrangige Aufgabe angesehen. Nein, es war offenbar viel wichtiger, einen genervten Mann mit 8 Mann auf den Boden zu bringen und sich im Kreis drumherum zu stellen. In meinen Aufgen die totale Überreaktion. So als hätte der Typ eine Waffe gehabt. Und danach dem Vorfall war nicht der Wieder-Aufbau der Kette wichtiger, sondern die Polizisten lassen sich auf Handgemenge mit den Besuchern ein. („dem hau ich jetzt auch mal eine rein“) und verspielen damit endültig die Kontrolle über den Menschenstrom.

        Also warum waren so wenig Beamte in den Tunnel? Auf vielen Videos sieht man Polizeibeamte einfach nur rumstehen und runterschauen, warum diese Diskrepanz?

      • Daphne
        Posted 19. August 2010 at 10:22 | Permalink | Antworten

        Jupp, sehe ich auch so!

    • Pilsbierchen
      Posted 15. August 2010 at 04:32 | Permalink | Antworten

      @Daphne

      Ich hatte diese Reportage am 26.07. gesehen und fand sofort: Dies ist eine der besseren Reportagen! Dies sehe ich auch heute noch so, vor allem wenn man bedenkt, dass sie gerade mal zwei Tage nach dem Unglück ausgestrahlt wurde.
      Hatte den Bericht schon im Inet gesucht, wurde aber (selbst bei FocusTV) nicht fündig. Gut, dass Sitanok das eingestellt hat und gut, dass Du das aufgefunden hast. Ich hoffe mal, das wird nicht gelöscht…

      • Daphne
        Posted 15. August 2010 at 11:48 | Permalink | Antworten

        Jepp, ging mir ganz genauso!🙂

    • Pilsbierchen
      Posted 23. August 2010 at 23:15 | Permalink | Antworten

      @VideosevenD

      Ich wollte bloß mal kurz anmerken, dass der Disput darüber, ob das nun ein „Überrennen“ war oder nicht, ziemlich spitzfindig ist. „Überrennen“ meint ja nicht, dass die Polizisten zu Boden geworfen werden und das auf ihnen herumgetrampelt wird. Der Begriff kommt m.W. aus dem Militärischen. Eine „Stellung überrennen“ bedeutet dort nichts anderes, als eine Kampf- oder Verteidigungslinie des Gegners zu durchbrechen, ohne das noch wesentliche Gegenwehr erfolgt.
      Eigentlich genau das, was wir hier sehen und was Du ja auch beschreibst. Fakt ist, dass die Polizisten die Besucher aufhalten sollten, Fakt ist, dass sie das aufgrund ihrer geringen Anzahl nicht konnten. Ihre „Linie“ wurde durchbrochen, egal ob das nun daran lag, dass überall gleichmäßiger Druck erfolgte oder – wie hier zu sehen – „Angriffe“ an wenigen Punkten, wodurch die benachbarten Polizisten zu Hilfe eilten und ihre „Verteidigungslinie“ quasi kampflos aufgeben mussten.
      Für mich ist das der klassische Fall von „Überrennen“, aber egal …

      • videosevenD
        Posted 27. August 2010 at 22:47 | Permalink | Antworten

        @pilsbierchen
        Natürlich hast Du mit Deiner Definition des „Überrennens“ recht, du beschreibst es treffend. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß dieses Überrennen ziemlich leicht erfolgen konnte (durch einen minder gefährlichen Angriff). Daraus folgerte ich, daß diesem „Überrennen“ eine leichtfertige Aufgabe der Schutzlinie (Polizeikette) vorausging. Sie war ja sowieso viel zu locker gebildet, es gab keinen „Puffer“ für den größeren Druck der wartenden Mende, mit dem ja zu rechnen war.
        Es ging mir mehr darum, herauszufinden, warum die Polizisten aufgrund der ernsten Situation nicht zielführender gearbeitet haben. Ich frage mich warum hat keiner den Ernst der Situation erkannt und entsprechend an alle Bereitschaftskräfte kommuniziert.
        Immerhin war in dem Hochhaus Hoiststraße mit perfektem BLick auf das Veranstaltungsgelände eine Kommunikationszentrale für Polizei und BGS(?) eingerichtet.

      • Posted 28. August 2010 at 06:02 | Permalink | Antworten

        Dazu müssten wir doch wissen, wie viele Polizisten wann wo waren und wohin geschickt werden konnten.

        Zunächst:
        vielleicht hatte Karsten Walter zu wenig Ordner:
        150 sollen es gewesen sein. Für: Einlasskontrollen vor den Tunneln, mobile Teams in den Tunneln Sicherung Rampe, und Pusher oben an der Floatstrecke.
        Soll ich wirklich davon ausgehen, dass die Absperrung zum Rampengeländer zu einem anderen Securityabschnitt gehörte, oder muss ich das auch noch einbeziehen?

        Jetzt gibt es zwei zentrale Fragen:
        Gab es zwei Schichten?
        Immerhin waren die Leute früh aufgestanden, hatten früh angefangen und vor zwei Uhr nachts konnte man nicht damit rechnen, dass das Gelände leer war.

        Wenn es (wie bei der Polizei -mindestens-) zwei Schichten gab war der Abschnitt hoffnungslos unterbesetzt.

        Zumachen kann man den Eingang nur an den Vereinzelungsanlagen. Das scheint er nicht ernsthaft versucht zu haben: da hat er auch keine Polizei hin gebeten.

        @videosevenD
        im Hoist Hochhaus sassen so ziemlich alle: vor allem alle Kameras mit Blick auf das Gelände. Mindestens 2, mit Oberheitmann: 3, der Krisenstab unter Rechtsdezernent Rabe, das Lagezentrum 1 der Lopavent. Die Polizeizentrale war aber im Polizeipräsidium, man war jedoch im Krisenstab mit einem Verbindungsbeamten vertreten. Der BGS, der übrigens heute Bundespolizei heisst, war für Bahnhof und Gleise zuständig. Von wo der operierte, ist mir nicht bekannt. Hoist Hochhaus mag stimmen. Hast Du eine Quelle?

      • videosevenD
        Posted 29. August 2010 at 20:19 | Permalink | Antworten

        Lothar Evers schrieb:
        Der BGS, der übrigens heute Bundespolizei heisst, war für Bahnhof und Gleise zuständig. Von wo der operierte, ist mir nicht bekannt. Hoist Hochhaus mag stimmen. Hast Du eine Quelle?

        Nein, leider nicht. Ich meine es irgendwo gelesen zu haben, habe gerade gesucht, aber ich finde die Quelle momentan nicht wieder. Sry, ich werde versuchen, das zu bestätigen. Bis dahin ist es eine bloße Vermutung meinerseits. Wie ich aber aus deinem Post gesehen habe, bist Du mit den Details zu den Einsatzleitungen sowieso viel besser vertraut als ich.

        Apropos Bundespolizei, ist der Helikopter eigentlich den ganzen Tag da herumgeflogen?
        1. Wo sind die ganzen Fotos, im Netz findet man nur einige wenige Aufnahmen (wie das zoombare WDR Luftbild)?
        2. Was war der Sinn hinter dem sicherlich teuren Einsatz des Helikopters? Über Funk oder Handy hätte die Mannschaft dort oben bereits rechtzeitig Lageberichte / Handlungsanweisungen an die Einsatzkräfte auf dem Boden geben können. Von oben hat man bekanntlich den besten Überblick. Wenn es keine solche Verbindung aus dem Helikopter gegeben hätte, oder sich keine „weisungsbefugten“ Kräfte im Helikopter befanden, wozu dann dieser Einsatz? Um alles einfach so zu filmen/fotografieren?
        Nachtrag: Man sieht in vielen Augenzeugen Videos, wie die Filmer von dem Helikopter geradezu angezogen werden und nach oben filmen. Daran sieht man imho auch den psychologischen Aspekt eines solchen kreisenden Helikopters. Auf mich wirkt es irgendwie bedrückend.

  28. Daphne
    Posted 15. August 2010 at 23:13 | Permalink | Antworten

    Spiegel TV Magazin vom 08.08.10 – „Wer hat Schuld an Lidias Tod?“
    http://www.spiegel.de/video/video-1078586.html

    • bös
      Posted 21. August 2010 at 13:09 | Permalink | Antworten

      Daphne
      18. August 2010 geschrieben in 00:17 | Permalink

      THEREALPRINZPOLDI scheint um 16.13 Uhr diese Überrennung von der anderen Seite der Polizeikette gefilmt zu haben.
      „Um 16:13 Uhr wurde die Polizei-Barriere durchbrochen. Man sieht es zwar im Video nicht so gut aber es ist genau in dem Moment passiert. Kurz danach kam es zu der unfassbaren Tragödie.“

      wenn man sich die beiden mädchen junge anschaut (junge capi,brillehandy)dann hört mal richtig hin ersagt zu ihr: da sind bullen!!!!!

  29. Posted 16. August 2010 at 18:07 | Permalink | Antworten

    Habe es erst selbst nicht geglaubt, aber jetzt bin ich mit der Recherche fertig: Zum Zeitpunkt des Schaller Interviews stand der McFit Float schon 45 Minuten und mit ihm alle anderen Floats auch. Vorher waren die Floats schon mal ca. eine halbe Stunde angehalten worden. Da begründet damit, dass sie am Rampenkopf nicht durchkamen.
    lothar

    Montag, den 16. August 2010

    Floats auf der Loveparade:
    Bleierner Stillstand…

    Veranstalter der Loveparade verzichteten
    auf wesentliches Element des Sicherheitskonzeptes

    Die Veranstalter der Loveparade in Duisburg haben in den Stunden vor den dramatischen Ereignissen am 24. Juli ein zentrales Element ihres Sicherheitskonzeptes aufgegeben. Am Veranstaltungstag (24.7. 2010) wurde die Fahrt der Parade LKWs (Floats) der Loveparade sowohl von 14:27 bis 15:05 Uhr als auch von 15:55 bis nach 17:00 Uhr gestoppt. Eine Dokumentation dazu hat das Nachrichtenportal docunews.org jetzt veröffentlicht

    Die im Kreis um den früheren Duisburger Güterbahnhof fahrenden Floats sollten für eine gleichmässige Verteilung der Besucher auf dem Veranstaltungsgelände sorgen. Im Sichertheitskonzept der Veranstalter war diese Strategie wie folgt beschrieben worden:

    „Von Seiten der Veranstalterin ist die Besucherlenkung eines der zentralen Elemente des Loveparade Sicherheitskonzeptes(…). Sobald sich (…) eine kritische Situation ergeben sollte können Floats (…) angesprochen und (…) gesteuert werden.

    Aus den bisherigen Loveparade Erfahrungen orientieren sich die Besucher sehr stark an den Floats. Stoppt ein Float bleiben die Besucher auch stehen(…). Biegt ein Float ab, folgt die Masse auch wenn der der vorherige Wagen evtl. in eine andere Richtung gefahren ist. So lässt sich die Masse je nach Bedarf hervorragend dynamisch steuern. (Rattenfänger Methode)“

    Trotzdem standen die Floats zuerst eine halbe Stunde, kurz vor der Massenpanik sogar über eine Stunde still. Damit wurde eine Gleichmässige Verteilung der Besucher auf dem Veranstaltungsgelände fast unmöglich.

    „Wir haben für unsere Recherchen Videoaufzeichnungen ausgewertet, sowie mit Floatfahrern und deren Funkbegleitern gesprochen. Die Floats fuhren in den genannten Zeiträumen keinen Meter. Zum Teil sind die Fahrer sogar ausgestiegen“

    erklärte Lothar Evers, Initiator von DocuNews, vor der Presse in Köln.

    Nach den Recherchen des Nachrichtenportals war die erste Pause von der Veranstaltungsleitung damit begründet worden, dass durch den Besucherandrang am Ende der Rampe für die Floats kein Durchkommen mehr sei. Die zweite, längere Pause sei dann nicht näher begründet, sondern lediglich angeordnet worden.

    Während dieser zweiten Pause von über einer Stunde wurde der McFit Float des Loveparade Besitzers Rainer Schaller kurz vor 16:00 Uhr unmittelbar vor dem VIP / Presse Bereich der Loveparade geparkt. Dort diente er ab 16:47 als Kulisse für ein Live – Interview, das Schaller Thomas Bug vom WDR gab.

    Ob die Verwendung des Mc-Fit – Floats als Interviewkulisse Grund für den Stop des ganzen Konvois war, ließ sich nicht mit Sicherheit herausfinden. „Bei der Suche nach den Gründen sind wir auf eine Mauer des Schweigens gestossen“, erklärte Evers.

    Im WDR Interview war Schaller auf die Publikumsverteilung per Floats eingegangen:

    „Ja, wir können das über die Floats machen, indem wir die Floats dementsprechend reinziehen, was wir auch die ganze Zeit schon machen.. Dass wir also die Leute schön auf dem Gelände verteilen. Das ist der Vorteil von der Loveparade: wenn Du immer mit den Trucks rum fährst, kannst Du die ganzen Leute schon von dem Besucherstrom ein bisschen steuern…“

    Zu diesem Zeitpunkt fuhren alle Floats seit über 45 Minuten nicht mehr und das Sterben auf der Rampe hatte begonnen…

    Köln, den 16.8. 2010

    Ausführliche Analyse:
    http://docunews.org/loveparade/analyse/loveparade-floats-stundenlanger-stillstand/

    ____________________________________________________________

    DocuNews.org

    Lothar Evers
    http://docunews.org
    Hüttenstr. 6
    50823 Köln
    Tel: 02651 7539803
    Mobil: 0179 4975262
    email: info@docunews.org
    http://docunews.org

    • Daphne
      Posted 17. August 2010 at 19:36 | Permalink | Antworten

      In Teil 2 der Focus Reportage ab 0:10, also ca 16.00 Uhr, hört man den Typen sagen „… und die Floats fahren auch schon wieder..“ Im Hintergrund ist jedoch ein stehender Truck zu sehen.

      Auch hier sieht man zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stehende Trucks, bei ca. 5:05
      http://www.youtube.com/watch?v=2aJojVY0E9A&hd=1

      Hatte erst gedacht, dass die bestimmt wegen des Beginns der Abschlusskundgebung um 17.00 Uhr gestoppt haben, das hätte dann auch den Stopp um 16.47 Uhr erklären können… aber Deine Recherchen haben ja was anderes ergeben. Krass.

      • Posted 17. August 2010 at 20:10 | Permalink | Antworten

        Ja hinter Kersten Sattler steht der Ultraschall Float (Nr 1) der in dem Moment nicht fährt. Das ist der Float unmittelbar vor dem McFit Float. So dass das Interview wohl eher Es muss aber die eingeblendete Uhrzeit 16:00 nicht genau stimmen. Es ist wahrscheinlich gegen 15:50, also kurz vor dem zweiten Stillstand, sagt mir ein schneller Blick in die WDR Aufzeichnung.

      • Posted 17. August 2010 at 20:28 | Permalink | Antworten

        Die Angabe 16:30 für den Schwenk von der über die Böschung erklommenen rechten Rampenseite über das Rampenende ist sicherlich falsch. Das war früher, und die Floats fuhren noch. Es ist auch noch niemand auf Container, und wohl auch nicht auf Treppe. Mitten in der Kehre des Güterbahnhofs sieht man des 1 Live Float. Dessen Parkposition ab ca 16:00 sieht floats rechts im Bild bei 5:22. Das zeigt, dass man da noch durchaus in Richtung Hauptbühne vorankommen konnte. Mit Lautsprecherunterstützung der fahrenden Floats hätte das natürlich noch viel besser funktioniert. Mir wird immer klarer: man wollte die Inszenierung um 17:00 zu der das Schaller Interview eine Art Auftakkt war nicht gefährden. Um 17:30 hat dann auf der Medienbrücke ja tatsächlich noch die PK stattgefunden, auf der Sauerland den gefälschten Besucherrekord von 1,4 Millionen bekannt gab.

      • Posted 18. August 2010 at 00:03 | Permalink | Antworten

        Nunja, ich würde gern mal die Quellen der Recherchen detailliert sehen. Wer genau hat was genau (wörtlich) gesagt? Muss ja nicht mit realen Namen sein, Pseudonym wie bei den ganzen Augenzeugenberichten reicht ja auch. Das ist auf jeden Fall hochinteressant und die Zeugen sollten auch an die Staatsanwaltschaft vermittelt werden.

      • Posted 18. August 2010 at 00:19 | Permalink | Antworten

        @Lothar: Hast du eigentlich deine WDR-Stream Aufzeichnung mal hochgelaen? http://www.multiupload.com
        Das wäre nett🙂

    • Pilsbierchen
      Posted 18. August 2010 at 01:01 | Permalink | Antworten

      Dass zwischen 15:55 und 17:00 Uhr gar keine Floats fuhren, kann nicht ganz stimmen.
      Im Polizei-Video (veröffentlicht bei SpiegelTV)

      http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710141,00.html

      sieht man zwischen 0:00 und 0:20 sowie zwischen 0:40 und 1:00, dass da die Floats fahren. Dies passiert irgendwann zwischen 16:01 und 16:16 Uhr, nämlich zum Zeitpunkt der unteren Rampensperre!

      • Posted 18. August 2010 at 02:37 | Permalink | Antworten

        Jop, denke die Zeiträume müssen wir mittels weiterer Quellen noch genauer bestimmen.

      • Posted 18. August 2010 at 08:19 | Permalink | Antworten

        Erst mal vorneweg:
        was wir bei SPIEGEL TV und Bild sehen sind keine Polizeivideos. Das ist Material aus den Überwachungskameras, das offensichtlich vor selektiert und geschnitten an Medien weiter gegeben wird. Wenn man sieht, was man zu sehen bekommt, und was nicht ahnt man auch von wem ausgewählt wurde:
        Herrn Schallers, bestens laufende PR Maschine.
        Es gab 17 Kameras. Zwei über den Tunnel Eingängen, die uns zeigen könnten, warum dort die Sperre nicht klappte. Wir sehen in der Tat nur Polizei als Darsteller. Und das wird seinen Grund haben.

        Meine Recherche basiert auf der WDR Aufzeichnung und dem Live Feed der Loveparade, den der WDR offensichtlich manchmal übernimmt. Die Bilder dort fokusieren mehr auf die Kehre der Floats vor dem VIP Pressebereich an der Hauptbühne. Un die Zeiten der dort parkenden Floats, wie Ultraschall, McFit, Tunnel, EinsLive stimmen.

        So dass -gesetzt der Fall die Zeiten stimmen, die SPIEGEL Bilder das Aufrücken der restlichen Floats in Ihre Parkpositionen auf der (aus dieser Perspektive) rechten Bahnhofsseite zeigen. Es sind allerdings in den Spiegel Bildern selbst einige Schnitte.

        So macht das ganze ja auch Sinn:
        Kersten Sattler, zweiter Mann hinter Schaller kündigt kurz vor vier (auf Focus TV) an: es sei voll aber man habe es im Griff. Er steht über Wagner mit Walter im Container in Verbindung.
        Idee:
        wir sperren den Druck von unten, ziehen die Floats in Richtung Hauptbühne, verbreitern den Durchgang am Rampenkopf. Dann werden die Besucher zu den Floats aufrücken und sich -immerhin beginnt da um 17:00 die Show- zur Hauptbühne begeben.

        Das eine solche Massnahme schon nicht mehr ohne Polizei geht, zeigt die völlige quantitative wie qualitative Unterbesetzung des von Wagner geleiteten Bereiches: Vereinzelungsanlage bis Floatstrecke.

        Und:
        ein solches logistisches Manöver geht nicht ohne Lautsprecherdurchsagen. Puscher haben bei diesen Massen keine Chance. Und es gab sie wohl auch nicht.

        Ansagen wären in jedem Fall über einzelne oder alle Floats zu machen gewesen. Die hatte man jetzt aber ion einige Entfernung gezogen. Die eigentlich vorgeschriebene Lautsprecheranlage, über die man auch in einigen Sicherheitspapieren lesen kann, scheint es nicht gegeben zu haben, jedenfalls nicht im ´hier relevanten Bereich von Vereinzelungsanlage bis Floatstrecke.

        So geht dieses Manöver schief.

      • Posted 18. August 2010 at 12:42 | Permalink | Antworten

        Nochmal, Lothar, kannst du uns mal bitte die WDR Aufzeichnung und den Live Feed der Loveparade hochladen: http://www.multiupload.com

        „Die eigentlich vorgeschriebene Lautsprecheranlage, über die man auch in einigen Sicherheitspapieren lesen kann“

        In welchen Sicherheitspapieren? Ist das wirklich vorgeschrieben und wenn ja, in welchem Gesetz/welcher Verordnung, welcher Absatz genau?

      • Posted 18. August 2010 at 18:00 | Permalink | Antworten

        Das Multiupload kommt über „initialising files“ nicht hinaus.
        Versuche es jetzt anders und schicke Dir eine email.
        Auf die Lautsprecheranlage bin ich im Brandschutzgutachten gestossen. Anlage 33 zum Duisburger „Gutachten“ Gehe aber davon aus, dass es ursprünglich aus dem Sicherheitskonzept stammt. Das ist aber wohl bisher nicht öffentlich. In den Unterlagen findet sich als Anlage 11 nur ein alter Entwurf. Es wird mit der Anlage 24 am 14.6. 2010 von Lopavent angefordert. Es ist erforderlich nach § 43 SBauVO:
        § 43
        Sicherheitskonzept, Ordnungsdienst für Versammlungsstätten
        (1) Erfordert es die Art der Veranstaltung, hat der Betreiber ein Sicherheitskonzept
        aufzustellen und einen Ordnungsdienst einzurichten.
        (2) 1Für Versammlungsstätten mit mehr als 5 000 Besucherplätzen hat der Betreiber im
        Einvernehmen mit den für Sicherheit oder Ordnung zuständigen Behörden, insbesondere der
        Polizei, der Brandschutzdienststelle und den Rettungsdiensten, ein Sicherheitskonzept
        aufzustellen. 2Im Sicherheitskonzept sind die Mindestzahl der Kräfte des Ordnungsdienstes
        gestaffelt nach Besucherzahlen und Gefährdungsgraden sowie die betrieblichen
        Sicherheitsmaßnahmen und die allgemeinen und besonderen Sicherheitsdurchsagen festzulegen.
        (3) Der nach dem Sicherheitskonzept erforderliche Ordnungsdienst muss von einer vom
        Betreiber oder vom Veranstalter bestellten Person geleitet werden.
        (4) 1 Die Ordnungsdienstleiterin oder der Ordnungsdienstleiter und die Ordnungsdienstkräfte
        sind für die betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich. 2Sie sind insbesondere für
        die Kontrolle an den Ein- und Ausgängen und den Zugängen zu den Besucherblöcken, die
        Beachtung der maximal zulässigen Besucherzahl und der Anordnung der Besucherplätze, die
        Beachtung der Verbote des § 35, die Sicherheitsdurchsagen sowie für die geordnete Evakuierung
        im Gefahrenfall verantwortlich.

        Es zieht sich dann bis Anlage 28 vom 14.7. hin uns wird ausdrüklich als „Darstellung der Elektro akustischen Alarmierungsanlage“ nachgefordert. Auch das Sicherheirskonzept ist nicht da.

        Nachgereicht wird alles am 19.7. Aber in den Anlagen ist nur eine Zusammenfassung.
        Das eigentliche Sicherheitskonzept fehlt. mehr demnächst…

      • Posted 21. August 2010 at 13:25 | Permalink | Antworten

        Auch Anregungen hier folgend habe ich noch einmal die ganze Legende der „Überwachungskameras“, in einigen Berichten werden sie sogar als „Polizeivideos“ bezeichnet, recherchiert.
        Fazit ein wesentlicher Teil dieser Kameras wurde von Personen bedient und konnten via Bündelfunk vom Veranstalter und seiner Security gesteuert werden. Die Kameras standen zum Teil auf eigens dafür aufgebauten Podesten, auf denen sich auch leitende Mitarbeiter der Security befanden. Einige der Kameras waren darauf geeicht kontinuierlich die Personendichte in die Lopavent Lagezentren zu übermitteln. Darunter auch die Kamera 4, die den oberen Ausgang der Rampe an der Floatstrecke überwachte.
        http://docunews.org/loveparade/analyse/uberwachungskameras/

      • Pilsbierchen
        Posted 21. August 2010 at 23:34 | Permalink | Antworten

        @Lothar Evers

        (betr. Beitrag 21. August 2010 geschrieben in 13:25)

        Zunächst: Auch ich habe hier teilweise von „Polizeivideos“ gesprochen, da ich die ersten Informationen vom Spiegel kritiklos übernommen hatte. OK, es handelt sich sicher um die Überwachungsvideos des Veranstalters.

        Ich habe den Beitrag http://docunews.org/loveparade/analyse/uberwachungskameras/ in Deinem Blog gelesen, erstmal vielen Dank dafür.
        Das Podest oberhalb der Rampe (südlich vom Container) ist mir schon in einigen Videos aufgefallen, habe die Leute darauf gesehen und mich durchaus gefragt, was die da wohl treiben. Vermutlich waren es Leute der Security, da gebe ich Dir recht.

        Ob die allerdings die Kamera 13 dort handgesteuert haben ist m.E. Spekulation. Vielleicht hatten sie tatsächlich noch zusätzlich handgesteuerte Kameras dort, die Überwachungsvideos die wir jedoch (am kompaktesten) in

        http://www.spiegel.de/video/video-1078002.html

        sehen, sind ziemlich sicher von automatischen Kameras. Denn weitestgehend zeigt uns das Bild immer nur eine einzige Perspektive, dazu braucht man keinen Kameramann. Geringfügige Schwenks und das Heranzoomen sehen nicht aus wie manuell geführt, sondern eher wie vorprogrammiert oder ferngesteuert.

        Ich weiß nicht so recht, ob Du Dich da in etwas hereinsteigerst.
        Du schreibst z.B. in Deinem Blog:

        Warum hat uns Carsten Walter bei seinen Medienauftritten diese systematische Integration der Kameras und der Kameraleute in die Lopavent Struktur der Überwachung, Publikumssteuerung und Security nicht mitgeteilt?
        Hat er das wirklich nicht? Ich meine gelesen zu haben, dass er zwei Monitore hatte, womit er 16 Kameraperspektiven beobachten konnte. Wozu sollten die Kameras sonst aufgebaut worden sein, wenn nicht zu einer systematischen Überwachung des Geschehens? Und wer sollte die Bilder sonst betrachtet haben, wenn nicht er und die anderen Verantwortlichen der Lopavent?

        Warum stimmen in der Darstellung in SPIEGEL, SPIEGEL-TV und Bild so viele Details nicht?
        Vielleicht weil die Journalisten eben auch nicht alle Details kennen bzw. weil ihnen manchmal der Spürsinn fehlt, alle bekannten Details sinnvoll miteinander zu verknüpfen?
        Hier auf dieser Seite wird schon seit Wochen an der Wahrheitsfindung gearbeitet und trotzdem sind noch bei weitem nicht alle Fakten bekannt und verknüpft!
        OK, manchmal wird natürlich von den Medien auch Unsinn verbreitet (z.B. „Polizeivideos, die dem SPIEGEL jetzt vorliegen!“). Das macht man wohl, um die Bedeutung der eigenen Recherche aufzuwerten und das ist natürlich nicht sonderlich seriös.

        Andererseits kann man zu einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht alles wissen.

        Beispiel: In diesem Video von SpiegelTV vom 02.08 sagt der Sprecher ab ca. 5.50: „Nur ein paar Meter weiter, an der Rückwand des Tunnels steht ein Container. Menschen sind auf das Dach geklettert und versuchen, nach oben zu fliehen. Nach Informationen des SPIEGEL sitzen zu dieser Zeit 3 Personen in der fensterlosen Stahlkiste vor 16 Monitoren.
        Ein Polizist und zwei Männer von der Security. Einer von ihnen der sogenannte Crowd Manager. Die drei sollen den Menschenfluss auf der Rampe steuern.“

        In dem Zitat ist so mancherlei falsch, z.B. waren es nicht 16 Monitore, sondern nur 2 (die die Bilder von 16 Kameras zeigten).
        Ich hatte in diesem Bericht aber zum erstenmal überhaupt erfahren, dass es einen Crowd Manager gab und wozu der Container eigentlich diente.
        Genau, als der Sprecher sagt: „Nach Informationen des SPIEGEL sitzen zu dieser Zeit 3 Personen in der fensterlosen Stahlkiste … “ sieht man Herrn Walter schon längst draußen beim tapferen Zäune-Festhalten.
        Das konnten die Journalisten aber doch nicht wissen oder?

        OK, für die BILD würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, aber dem SPIEGEL zu unterstellen, dass er uns da absichtlich irgenwas verheimlichen oder falsch darstellen will, das halte ich für gewagt.

      • Posted 28. August 2010 at 05:48 | Permalink | Antworten

        @Pilsbierchen
        sorry Deinen Kommentar habe ich überlesen.
        Es ist aber ein zentrales Thema:
        Steigere ich mich in etwas hinein? Oder funktionierte Security anders als uns das SPIEGEL, BILD und Carsten Walter erzählen.

        Vorneweg:
        ich bin in dem Business Dinge herauszufinden und Wahrheit zu promoten ziemlich lange. 90 % dessen was uns in den Medien präsentiert wird hat einen Urheber eine Pressemitteilung, einen Tippgeber, jemand der Bilder streut. Immer wenn eine Neuigkeit an mehreren Stellen gleichzeitig auftaucht, vermute ich dass nicht ein(e) einzelne(r) etwas heraus gefunden hat, sondern dass eine interessierte Person / Partei Material lanciert.
        Zweitens: die Mannschaft um Schaller, vorneweg sein Chef für PR Björn Köllen. sind schlicht brilliant. Das meine ich nicht bewundernd aber anerkennend.

        Es gibt ja eigentlich nur drei Quellen für die Videos: Polizei Staatsanwaltschaft oder Lopavent oder die mit der Aufzeichnung beauftragte Firma.

        Jetzt schaue ich mir nur noch die verengte Perspektive an: Kein Bild der Kamera 4 die die Rampe von oben zeigt, und kontinuierlich durch ein Zusatzfeature die Personendichte misst. Kein Bild der Beisen Kameras über den Tunnel eingängen.

        Was soll das?
        Wollten uns Spiegel und Bild den Moment wo der Krankenwagen im Tunnel für Nachschub sorgt nicht zeigen? Hatte die feststehende Kamera dort die Bilder verwackelt?
        Oder?

        Klar es ist eine Hypothese, aber die ist nicht blöd:
        Nein wir sehen diese Perspektiven, die wir alle kennen, weil Bild und SPIEGEL:
        das selbe Material vorliegen haben.
        diese Material eine extrem begrenzte Perspektive hat
        jemand ein Interesse hat diese Perspektive via Bild in BILD und SPIEGEL hegemonial durchzusetzen.

        Nochmal zu den Kameras selbst. Es waren übrigens siebzehn. Die 1 ist nicht im Detailplan. Sie stand auf dem Hoist Hochhaus wo die leitenden Stäbe, u.a., der Krisenstab der Stadt unter Rabe, die Koordination der Securityfirmen von der Jan Ole Dietrich (RAD) berichtet, das Lagezentrum von Lopavent, die Koordination aller Pressesprecher, Kamera 1 der Security, Kamera des WDR, und evtl eine dritte des Livefeeeds.

        Da ist auch nicht etwa jede Tür verrammelt. Man geht sich besuchen. Im Krisenstab dürfen nachher ganz unterschiedlich Leute andocken. Hier im Hoist Hochhaus, müsste man ab (spätestens) 15:00 reagieren und Strategien entwickeln. Dazu hat man zusätzlich die beiden Leitungen der Telefonkonferenz, wenn man jemand in einer anderen Zentrale einbinden will. Was da passiert erzählt man uns nicht.

        Die Kamera 13 ist ja die von der wir die meisten Bilder bekommen. Sonst nur von der 15 und ein zwei Zwischenschnitte, dass das Gelände noch leer ist in Spiegel TV wahrscheinlich von der 3 oder 2.

        BILD hat unsere bisherige Perspektive auf einer risigen „Karte des Versagens“ eingetragen:
        http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/30/loveparade-tragoedie/verweis-lp-pdf,property=Download.pdf

        Da gibt es nur eine Kamera. IM Spiegel immerhin 3 auf dem Container. Das ist schon falsch. Schau auf die Schwenks und Zooms vor allem aber den steilen Winkel der Bilder von Kamera 13 am rechten Rand. Die ist nicht auf dem Container montiert. Wen ndiese Bilder nicht vom Podest stammen schwebt noch ein „Drohne“ über dem Podest.

        Das Podest ist ein integrierter Arbeitsplatz vorn Security und Surveilance. Das ist eine von Walters Aussenstelle, nicht einmal 10 Meter über ihm.

        Wenn ich 17 Kameras habe und den Überblick. Warum fällt mir dann ausser dusseligen und viel zu späten Polizeiketten entweder nichts ein, oder warum erzähle ich es nicht?

        Sperren ist die eine Sache.
        Man muss aber die neuen Besucher über den Engpass an der Floatstrecke hinausbringen.
        Wenn man das Gelände zumachen will gelingt das am besten an den Vereinzelungsstellen.
        Wenn man das Gegenüber von rein und raus wollenden Menschen auf der Rampe verhindern will muss man die Rauswollenden am besten über einen Notausgang schicken. Die keine Rampe führt in einen schon vollen Westtunnel. Je nachdem, wo die Leute hin wollen.müssten sie im Tunnel nach links und durch den ganzen Osttunnel mit den Menschenmassen durch.

        Ich bleibe dabei:
        man erzählt uns eine verkürzte Geschichte. Vorneweg: Stadt Duisburg und Lopavent.

    • Daphne
      Posted 14. September 2010 at 18:23 | Permalink | Antworten

      Kamera 4 zeigt, dass die Floats eigentlich erst um 15.16 Uhr wieder zu fahren beginnen… also 11 Minuten später…

      • Posted 14. September 2010 at 19:20 | Permalink | Antworten

        Die erste Analyse hatte ich ausschlöiesslich auf Grundlage der WDR Liveübertragung gemacht. Deren Bilder zeigten hauptsächlich die Bilder vor der Hauptbühne und VIP Area. Diese 15 Minuten ist sowohl beim Anhalten als auch beim Losfahren die Verzögerung vom Start / Stop an der Hauptbühne bis zum entgegen gesetzten Ende des Floatkurses am Rampenende.

        • Daphne
          Posted 14. September 2010 at 19:45 | Permalink | Antworten

          Klar, wollte es auch nur aufgrund der neueren Erkenntnisse ergänzen🙂

  30. Daphne
    Posted 17. August 2010 at 20:58 | Permalink | Antworten

    Tja… die Besucherzahlen… das is auch noch sone Sache. Ich persönlich denke, dass beide Angaben von Schaller geschönt waren, nach unten (485.000), um die Genehmigung für dieses Gelände zu bekommen und nach oben (1,4 Mio.) fürs Marketing. Die Wahrheit dürfte wohl irgendwo dazwischen liegen.
    http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/loveparade-zahlen-angeblich-gefaelscht-article935345.html

    • Posted 18. August 2010 at 00:23 | Permalink | Antworten

      Naja, die Besucherzahlen wurden ja auch durch Luftaufnahmen usw. überprüft. Ich denke das stimmt schon, dass das Veranstaltungsgelände zu keinem Zeitpunkt voll war (also dort immer weniger als 250.000 Leute drauf waren), wenn man natürlich noch die Zugangswege dazurechnet und eine Gesamtzahl aller Besucher über den Tag verteilt summiert, dann werden es wohl einige Hunderttausend mehr gewesen sein, also da könnten 500.000 schon hinkommen.

      • Daphne
        Posted 18. August 2010 at 00:28 | Permalink | Antworten

        Hmm… könnte mir vorstellen, dass es schon mehr waren…Ich möchte auch mal wissen, wieviele Leute erst gar nicht bis Duisburg gekommen sind, weil die Züge nicht mehr fuhren.

      • Posted 18. August 2010 at 12:43 | Permalink | Antworten

        Joah, das kann sein… Zumal ja bei früheren Loveparades gut und gerne 900.000 und mehr Menschen insgesamt hinfuhren…

    • Pilsbierchen
      Posted 18. August 2010 at 15:40 | Permalink | Antworten

      Die Verwunderung darüber, dass da höchstens 200.000 Menschen auf dem Platz gewesen sein sollen, resultiert daraus, dass unterschwellig immer unterstellt wird, dass die gemeldeten Zahlen der vergangenen Jahre stimmen.

      Das dies nicht der Fall ist, dürfte sich ja wohl mittlerweile herumgesprochen haben, siehe z.B.
      http://www.derwesten.de/nachrichten/Teilnehmer-Zahlen-zur-Loveparade-waren-gefaelscht-id3317706.html

      Wie man in Duisburg mit den Zahlen manipuliert hat, ist z.B. hier sehr gut zusammengefasst:
      http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,709372,00.html

      Wer z.B. mal im vollbesetzten Olympiastadion in Berlin war, weiß wieviel „nur“ 80.000 Menschen sind und wie lange es dauert, bis die alle an- und abtransportiert sind.

      Nach meinen Beobachtungen werden Besucherzahlen bei allen Großveranstaltungen (außerhalb von Stadien, wo es nämlich messbar ist) meistens maßlos übertrieben. Warum das so ist liegt auf der Hand: Jeder Veranstalter meint mit möglichst hohen Zahlen den Erfolg seiner Veranstaltung aufwerten zu können.

      Nur ein Beispiel: Bei der Demo am 04.11.1989 auf dem Berliner Alexanderplatz sollen 1 Million Menschen gewesen sein.
      Da der Platz zu dieser Zeit 80.000 m² groß war (siehe Wikipedia) müssten da also 12,5 Menschen pro m² gestanden haben, was ja wohl kaum möglich ist.
      Auf diesem diesem Foto sieht man, dass da auch die angrenzenden breiten Straßen bestanden waren, aber trotzdem dürfte die Zahl maßlos übertrieben sein (Wikipedia spricht z.B. von 500.000 ~ 1 Mio Menschen, aber selbst 500.000 halte ich für viel zu hoch geschätzt.

      Bei der Ansprache von Barack Obama am 24.07.2008 vor der Siegessäule sollen 200.000 Menschen gewesen sein, also mehr, wie nach derzeitigen Erkenntnissen auf dem Gelände der Loveparade 2010 tatsächlich waren. In der Spiegel-Fotostrecke zum Obama-Besuch sieht man zwar viele Menschen (vor allem in Bild 9), aber im Grunde stehen ja alle nur auf einer Seite des Platzes und in die Straße des 17. Juni hinein. Ich glaube auch hier nicht, dass da so viele waren.

      Das Problem ist, dass wir, wenn wir Bilder mit vielen Menschen sehen, keinen Größenvergleich und damit keine reale Vorstellung haben. 20.000 – 200.000 – 2.000.000, wer kann schon ohne technische Hilfsmittel sagen, wieviele man z.B. auf dem WDR-Luftbild sieht?

      Eine glaubwürdige Analyse finden wir in diesem 1Live-Bericht:
      http://www.einslive.de/medien/html/1live/2010/07/27/wdr-aktuell-loveparade-luftaufnahmen.xml
      Dort kommt man auf etwa 115.000 Menschen, die maximal gleichzeitig auf dem Gelände waren.

      Im Wikipedia Artikel ist zitiert:
      Der alte Güterbahnhof umfasst laut Polizei insgesamt 230.000 Quadratmeter, von denen wegen Bebauung und Absperrungen aber nur knapp die Hälfte zugänglich war.
      Wenn das begehbare Gelände wie ausgeführt ca 115.000 m² groß ist, würde das ja bedeuten, dass allein schon bei 115.000 Leuten auf jeden m² 1 Mensch stehen müsste. Eine solche Dichte wird aber m.E. nur in der Nähe der Bühnen erreicht (direkt davor freilich noch mehr), niemals aber auf dem gesamten Gelände!
      Alle Annahmen, dass da doch 250.000 oder gar mehr Menschen gleichzeitig auf dem Gelände waren, halte ich für unrealistisch. Bei 250.000 Besuchern käme man auf 2,17 Menschen pro m². Vergleich das mal mit Deiner Wohnung: Bei 70 m² hättest Du 152 Leute in der Hütte!
      Wenn das ganze Gelände so voll wäre, hieße das, man könnte nirgendwo mehr hintreten ohne über jemand anders zu stolpern, geschweige sich irgendwo hinsetzen. Das Gelände war aber zu keinem Zeitpunkt wirklich so voll, davon zeugen viele Videos.

      Bei der Rekordjagd auf hohe Besucherzahlen (jede Veranstaltung darf die letzte nur noch toppen!) haben wir uns dran gewöhnt, von 1 Mio und mehr Besuchern zu hören. Dabei wird schnell vergessen, dass 200.000 oder auch nur 100.000 auch schon eine ganze Menge sind, die man in so einer Stadt wie Duisburg erstmal bewältigen muss!

      • Pilsbierchen
        Posted 18. August 2010 at 15:48 | Permalink | Antworten

        Hmm zwei Links haben mal wieder nicht geklappt. Martina wird das sicher wieder in meinem Artikel oben reparieren😉 Vielen Dank!

      • Posted 18. August 2010 at 16:04 | Permalink | Antworten

        Hervorragende Zusammenfassung zum Thema Besucherzahlen, Danke!

        Hab die Links übrigens korrigiert🙂

      • Pilsbierchen
        Posted 18. August 2010 at 18:42 | Permalink | Antworten

        Bliebe noch der Link zur WDR-Fotostrecke „Wieviele Besucher hatte die Loveparade“ zu ergänzen:

        http://www.wdr.de/Fotostrecken/wdrde/Panorama/2010/07/loveparade_besucheranzahl.jsp

        Hier kommt man auf 110.000 m² unbebaute und nicht abgesperrte Fläche, von denen aber nur ca. 65.000 m² zum Zeitpunkt der Katastrophe wirklich bevölkert waren.
        Bei einem Schnitt von 2 Personen pro m² wären gerade mal 130.000 Personen auf dem Gelände gewesen.

      • Daphne
        Posted 18. August 2010 at 18:47 | Permalink | Antworten

        Danke🙂 Mir gehts aber gar nicht nur um die Besucherzahl direkt auf dem Gelände, sondern um die Gesamtzahl…wenn ich mir Bilder von den Wegstrecken ansehe, scheinen noch zigtausende hinzuwollen…

      • Daphne
        Posted 19. August 2010 at 18:41 | Permalink | Antworten

        Frontal 21 vom 03.08.2010 – „Fehlerhaftes Zu- & Abstromkonzept“

        http://www.youtube.com/watch?v=jVLMXqwf-f8

      • Pilsbierchen
        Posted 8. November 2010 at 20:08 | Permalink | Antworten

        Die hier geäußerten Beispiele ließen sich übrigens beliebig fortsetzen. Zur Streetparade in Zürich am 14.08.2010 sollen 650.000 Besucher gekommen sein (in den vergangenen Jahren waren es angeblich auch schon über eine Million). Zürich ist mit 380.000 Einwohnern übrigens noch kleiner als Duisburg (490.000).
        Nun sagen ja viele, Duisburg konnte die LoPa gar nicht stemmen, weil es viel zu klein sei. Wieso aber schafft es dann Zürich jedes Jahr?
        (Ich vermute mal, weil diese Zahlen genauso erstunken und erlogen sind.)

        Mal sehen, ob dieses Jahr wieder behauptet wird, dass zur Silvesterparty am Brandenburger Tor über eine Millionen Menschen gekommen sein werden. Das ist nämlich genauso ein Unfug, der jedes Jahr verbreitet wird. 1 Mio ist rund das zwöffache des Fassungsvermögens des Olympiastadions! Da wären selbst die Berliner Verkehrsbetriebe hoffnungslos überfordert, beim jetzigen Zustand der S-Bahn sowieso. Die Organisatoren solcher Events haben jeglichen Bezug zur Realtät verloren…

  31. Pilsbierchen
    Posted 18. August 2010 at 03:03 | Permalink | Antworten

    Wolltet ihr schon immer mal sehen, wie die Arbeit eines Crowd Managers aussieht?

    Ok, dann schaut euch nochmal das Video von UweDix genauer an:


    Zwischen 0:37 und 0:57 halten mehrere Polizisten den Zaun neben dem Container fest. Aber halt, da sind nicht nur Polizisten. Der Herr mit dem dunklblauen Shirt, der bei 0:48 nach oben blickt, ist fleißig dabei, der Polizei zu helfen, damit hier um Gottes Willen der Zaun nicht umstürzt. Es könnten sich ja wohl Menschen dabei verletzen.

    Die Tragik ist, dass zu diesem Zeitpunkt Menschen sich nicht nur verletzt haben, sondern bereits gestorben sind. Und der Herr da in Dunkelblau sollte eigentlich genau das verhindern.

    Ich bin mir sicher: Das ist Herr Carsten Walter (vgl. die Fotos bei Bild und Spiegel – zugehörige Artikel: Bild und Spiegel).

    Wie Daphne weiter oben schon zitierte:

    „SPIEGEL: Waren Sie und der Verbindungsbeamte noch im Container?

    Walter: Als der Druck weiter zunahm und die Ersten begannen, am Container hochzuklettern, sind wir raus. Das war der Zeitpunkt, als die Polizeikette auf der Rampe aufgelöst wurde. Zusammen mit anderen Polizeibeamten haben wir uns gegen den Zaun vor dem Container gestemmt, in Wellenbewegungen wurden die Menschen immer wieder an den Zaun gedrückt.

    Es befanden sich ja schon seit ca. 16:25 Uhr Leute auf dem Container, aber nach meiner Einschätzung ist er gegen 16:45 Uhr raus, als der eigentliche Massenansturm auf denselben begann. Hier sehen wir ihn nun ca. 20 Minuten später noch immer beim tapferen Zäune-Festhalten.

    Daphne meint: Also waren die Bildschirmausfälle zu diesem Zeitpunkt völlig irrelevant, weil Walter & sein Kollege schon längst nicht mehr im Container saßen…

    Ich frage mich aber: Wieso saß er eigentlich nicht mehr auf seinem Platz?. Jetzt, wo es am wichtigsten gewesen wäre? Wie man sieht hat er auch keinerlei Kommunikationsmöglichkeiten mehr.

    Tut mir leid, aber das hat was von einem General, der mitten in der Schlacht seinen Kommandostand verlässt, um dem Feldkoch beim Möhrenputzen zu helfen.

    Ich versteh das einfach nicht!

    • Posted 18. August 2010 at 03:17 | Permalink | Antworten

      Was hätte er denn tun sollen?
      – Den Ordnern per Funk anordnen, Durchsagen zu machen? Sie hatten keine Beschallungsanlagen. Außerdem war das mit dem Funk ja so eine Sache… Angeblich fiel der zum Teil aus.
      – Den Ordnern per Funk anordnen, Leute vom Gedränge wegzuschicken? Auch hier die gleiche Problematik: da war doch niemand so wirklich erreichbar und diese Methodik (Pushing) wurde ja offenbar generell nicht angewendet.

      Blieben noch Anordnungen über Sperrungen im Tunnel, aber zu dem Zeitpunkt hatte er ja eh schon längst die Verantwortung an die Polizei übergeben.

      Also im Grunde hätte er da drin nur mit Grausen die Videos anschauen können, wobei die ab ca. 16:56 Uhr nicht mehr funktionierten wegen der abgerissenen Kabel und Angst haben wegen der trampelnden Leute auf dem Container.

      Ist ja auch irgendwie komisch, dass man diese Zentrale ausgerechnet da unten und nicht im oberen Container eingerichtet hat.

      Aber überhaupt verstehe ich nicht, wie deren ganzes Sicherheits- und Kommunikationskonzept funktionieren sollte??! Man hat hier wirklich nur den Eindruck absoluter Amateure.

      Meines Erachtens sollte es gesetzliche Mindestanforderungen an Kommunikationssysteme bei solchen Veranstaltungen geben – sowohl für innerhalb der Einsatzkräfte als auch für die Kommunikation zwischen ihnen und den Besuchern. Und streng vorher kontrolliert werden, d.h. mindestens z.B. rechtzeitige Funktestungen vor Ort und ähnliches. Und für den Fall, dass der Veranstalter am Veranstaltungstag zum Beispiel nicht genügend Lautsprecher für Durchsagen installiert, muss halt die Polizei dafür sorgen, dass diese installiert werden, notfalls mit Steuergeld, dass dann der Veranstalter zurückzahlen muss.
      Es darf einfach nicht mehr sein, dass solche amateurhaften Zustände herrschen, ohne klare Zuständigkeiten, ohne funktionierende Kommunikation unter Ordnern bzw. Polizei, ohne Lautsprecher für Durchsagen, etc.

      Das darf nicht mehr vorkommen!!!

      • Daphne
        Posted 18. August 2010 at 09:05 | Permalink | Antworten

        Herr Walter beharrte aber darauf, dass es kein Funkgerät gab:

        BILD: Welchen Kontakt hatten sie zum weisungsbefugten Polizeiführer?
        Walter: „Nur über den Verbindungsbeamten. Später haben wir 45 Minuten versucht, Kontakt zu bekommen. Doch weil das Handynetz überlastet war und der Beamte kein Funkgerät hatte, ging das nicht.“
        BILD: Der Polizeiinspekteur beharrt aber darauf, der Beamte hätte Funk gehabt…
        Walter: „Damit bezichtigt man mich der Lüge. Aber ich bleibe dabei: Der Beamte hatte definitiv keinen Funk.“
        http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/08/10/crowd-manager-carsten-walter-40-vor-todestunnel/das-lief-schief-bei-der-loveparade.html

      • Daphne
        Posted 18. August 2010 at 10:10 | Permalink | Antworten

        Ah…der Herr Walter hatte auch Funk…

        SPIEGEL: Wie waren Sie ausgerüstet?
        Walter: Ich hatte zwei Funkgeräte, um mit der Zentrale und meinen Leuten sprechen zu können, und ein Handy. Der Beamte hatte ebenfalls ein Handy.
        SPIEGEL: Kein Funkgerät, um mit seiner Einsatzleitung kommunizieren zu können?
        Walter: Kein Funkgerät.

      • Pilsbierchen
        Posted 18. August 2010 at 17:12 | Permalink | Antworten

        Was hätte er denn tun sollen?

        Auf jeden Fall irgendwas anderes, als nach draußen zu rennen und Zäune festzuhalten.

        Ich will hier keine Hetzjagd auf Carsten Walter lostreten. Ich rechne ihm auch hoch an, dass er einer der wenigen Verantwortlichen ist, die sich in der Öffentlichkeit zumindest zu ihrer „moralischen Schuld“ schon bekannt haben.
        Zu seiner strafrechtlichen Schuld schweigt er sich aber aus, was sein gutes Recht ist. Das ist natürlich auch ein Zeichen dafür, dass er weiß, dass es gegen ihn auf jeden Fall Ermittlungen geben wird.

        Mir ist klar, dass Carsten Walter sich das ganze schwachsinnige Konzept nicht ausgedacht hat und so nur bedingt auf die Organisation einwirken konnte. Aber er war größenwahnsinnig genug, den Auftrag anzunehmen.

        Und wenn ich so einen Auftrag annehme, dann hab ich doch Verantwortung, oder nicht? Da ist doch völlig egal, ob schon ein paar Kameras ausgefallen sind oder ob da Leute oben auf meiner Hütte rumtrampeln: Gerade wenn es nicht so läuft, wie ich mir es vorstelle, muss ich doch bis zuletzt meine Stellung halten, und versuchen, Maßnahmen einzuleiten, die die drohende Gefahr abwenden.
        Gegen 16:30 Uhr, spätestens 16:45 Uhr hätte er den Krisenstab informieren müssen, dass unten auf der Rampe eine lebensbrohliche Menschenverdichtung herrscht.
        Vielleicht hat er es ja getan, aber dann muss Herr Rabe
        als Leiter des Krisenstabes nicht nur völlig unfähig gewesen sein, sondern auch noch total verlogen, denn der scheint ja bis zum Abend in seinen ersten Fernsehinterviews absolut nichts davon gewusst zu haben und faselte da nur von undisziplinierten Besuchern, die abgestürzt seien.

        Selbst wenn es stimmen sollte, dass es im Zugangsbereich der Veranstaltung keine Beschallung gab (was an sich grob fahrlässig ist), hätte man notfalls die Musik anhalten können und über die Beschallungsanlage der Veranstaltung Hinweise geben können.
        Es gab auf dem Gelände verstreut Tontechnik mit einer Leistung von 1 Mio Watt, wie sich der Veranstalter noch zwei Tage zuvor brüstete!! (vgl. http://www.youtube.com/watch?v=8dYlBkHpRok bei 5:07)

        Ich hab ja schon an mehreren Stellen geschrieben, dass mir unklar ist, was eigentlich zwischen 15:45 Uhr und 16:30 Uhr geplant war, wie die entgegenlaufenden Ströme getrennt werden sollten. Du vermutest da ein „Schleusenkonzept“ nach dem die Ströme immer wechselseitig gestoppt und losgelassen werden sollten. Ich hab ein solches jedoch nicht mal im Ansatz erkennen können. Da wurden einfach Menschenmassen an drei Stellen aufgestaut. Sobald ich aber solche Staus verursache, muss ich mir doch schon überlegen, wie ich die wieder aufgelöst kriege, zumal die sich alle auf einen einzigen Punkt hin bewegen (die Tunnelmündung zur Rampe).

        Vielleicht kriegen wir noch raus, was Veranstalter und/oder Polizei hier vorhatten, wir wissen aber, dass es nicht aufgegangen ist, das war um ca. 16:30 Uhr klar.
        Nun tritt genau die Situation ein, die der Crowd Manager verhindern sollte – die Massen verdichten sich unaufhörlich. Und Du meinst, es sei verständlich, dass er ausgerechnet jetzt seinen Platz verlässt?

        Tut mir leid, ich hab da ’ne andere Auffassung von Verantwortungsbewusstsein. Herr Walter hat in meinen Augen versagt, auch wenn die Hauptschuld sicher andere tragen.

        Ich weiß auch nicht so recht, ob es besonders klug war, da einen Psychologen hinzusetzen. Was qualifiziert denn einen Psychologen, große Menschenmassen zu steuern?
        Das Wissen darüber, dass in die Enge getriebene Menschen zum Egoismus neigen und ab einer bestimmten Dichte nicht mehr steuerbar sind? Das hätte auch jeder andere halbwegs intelligente Mensch begriffen, wenn es ihm ein Psychologe erklärt hätte.
        Derjenige, der dort die Massen aber steuern sollte, hätte organisatorische, kommunikative und stabsmäßige Führungsqualitäten haben müssen, etwas, was man bei der Polizei und vielleicht auch beim Militär lernt, er muss dazu nicht unbedingt Psychologe sein.

      • Posted 19. August 2010 at 06:23 | Permalink | Antworten

        Seien wir doch mal ehrlich: egal wer dort gesessen hätte, ob Offizier, Polizeichef oder Psychologe, er hatte schlicht keine Chance unter den Umständen einen guten Job zu machen.
        Das war eine völlig undankbare und für eine Einzelperson ohne ausreichende Entscheidungsbefugnisse, Kommunikationskapazitäten und Ressourcen (wie Lautsprecher, Fähige Pushermannschaften, etc.) letztlich unmögliche Aufgabe.

      • Posted 19. August 2010 at 11:48 | Permalink | Antworten

        Das ist,glaube ich nur die Geschichte, wie wir sie sehen sollen, wie Sie uns seit dem Auftritt des Crowd Managers präsentiert wird.

        Das überforderte Individuum allein im Container völlig überfordert, nicht vorbestraft bekommt eine Bewährungsstrafe. Damit wäre die strafrechtliche Seite mit dem Bauernopfer Walter für alle Menschen in der Lopavent Hierarchie erledigt. Und damit auch: ein Haftungsdurchgriff der Opfer auf McFit und das Schaller Privatvermögen.

        Es ist aber nicht so, dass ein freiberuflicher Psychologe am Samstag Morgen nach Köln fährt, um Crowd Manager zu spielen und mit 1.000 oder 2.000 Euro mehr nach Hause zu fahren.

        Zunächst: Walter war leitend und Koordinierend in der Kölner Filiale des gleichen Sicherheitsdienstes, tätig aus dem auch Security Chef Wagner (aus Berlin stammt)stammt. Unter deren Ägide haben RAD (Dittrich), die die Jahre davor die Gesamtkoordination hatten nicht arbeiten wollen und haben dann eigenveran6twortliche Teile aus dem Sicherheitskuchen bekommen: VIP / Medien, Floatbegleitung.

        Walter und Wagner haben das Konzept gemeinsam mit Sasse vorgestellt:
        Leider habe ich das Datum noch nicht exakt raus finden können. Das wird aber noch…

        Es ist Seite 1 dieses pdfs auf der Webseite der Rheinischen Post:
        http://static.rp-online.de/layout/fotos/HBAeOLMJ.pdf

        Im Prinzip hat Walter uns zu seinem Mittag auf der Rampe nichts erzählt. Vor allem nicht, wo die Planung falsch war, und welche Initiativen ausser Rampensperrung, Eingangssperrung und (angebliche) Übergabe seines Jobs an die Polizei er ergriffen hat, und was die Ebene über ihm bei Lopavent dazu meinte. Das wenigstens als Fragen zu formulieren hat der SPIEGEL wirklich versäumt.

      • Pilsbierchen
        Posted 21. August 2010 at 22:21 | Permalink | Antworten

        @Lothar Evers
        Im Prinzip hat Walter uns zu seinem Mittag auf der Rampe nichts erzählt. Vor allem nicht, wo die Planung falsch war, und welche Initiativen ausser Rampensperrung, Eingangssperrung und (angebliche) Übergabe seines Jobs an die Polizei er ergriffen hat, und was die Ebene über ihm bei Lopavent dazu meinte. Das wenigstens als Fragen zu formulieren hat der SPIEGEL wirklich versäumt.

        Nun ja, er sagt immerhin am Anfang des Spiegel-Interviews: Ich reklamiere für mich den Paragrafen 55 der Strafprozessordnung … , es kann also sein, dass der SPIEGEL auch Fragen gestellt hat, die er nicht beantworten wollte und die deshalb erst gar nicht gedruckt wurden.

        Auch im Interview mit der BILD sagt er an einer Stelle: „Ich habe empfohlen, die Schleusen vor den Tunneln komplett zu schließen, die zweite Rampe als zusätzlichen Eingang zu öffnen, um den Druck aus dem Tunnel und von der Rampe zu nehmen. Was danach gemacht wurde, dazu sage ich nichts.“

        Ich finde eigentlich, dass er (vor allem im Spiegel-Interview) durchaus einiges Erhellendes zur Problematik beiträgt. Freilich ohne zu sagen: „Ich habe da versagt!“ Aber welcher Mensch würde sowas schon von sich sagen?

        Entscheidend ist, wie man so ein Interview interpretiert. Manche nicht gestellte Fragen und die zugehörigen Antworten kann man sich einfach mitdenken.😉
        Für mich wird nach dem Lesen der Interviews erst recht deutlich: Natürlich hatte Carsten Walter eine gehörige Mitverantwortung an dem Geschehen und damit auch eine Mitschuld!

        Wir sollten ihm aber anrechnen, dass er die Verantwortung nicht völlig abstreitet, so wie diese ganzen Versager da im Rathaus von Duisburg!

      • Posted 22. August 2010 at 00:33 | Permalink | Antworten

        @Pilsbierchen
        Der Hinweis auf den § 55 reicht zum Schweigen, nicht zum Reden.
        Auch Fragen, deren Beantwortung verweigert wird, gehören in ein Interview.

        Dann das Zitat aus der BILD:
        „… ich habe empfohlen…“
        Carsten Walter war Abschnittsleiter Ein- und Ausgang der Security und damit Vorgesetzter dieser Ordner an den Eingängen.
        Wem hat er was empfohlen?
        Seinen Mitarbeitern an den Eingängen?
        Seinem Vorgesetzten in der Lopavent Zentrale?
        Der Polizei?

        Haben seine MitarbeiterInnen sich nach seinen Empfehlungen gerichtet?
        Falls ja:
        waren die Tunnel damit zu?

        Falls nein?
        was hat Walter dann als nächstes empfohlen?
        Die Polizei landet an den Eingängen mit Spezialeinsatzkommandos?
        Sein Vorgesetzter Wagner schickt ihm 200 Ordner von weniger wichtigen Stellen des Geländes?
        Die Veranstaltung wird beendet, weil der von ihm verantwortete Bereich in die Katastrophe läuft?
        Hiermit kündige ich fristlos und fahre nach Hause! Das habe ich mir anders vorgestellt?
        Oder?

        Glaube nicht, dass Du bei diesen nicht gestellten Fragen mit Deiner Intuition weit kommst.

        Selbst bin ich beim „Reindenken“ extrem vorsichtig.
        Zu schnell ersetzt man dabei die Realität durch die eigene Phantasie.
        Vor allem in diesem Nebel, den Walter und Lopavent mit ihrer Mischung aus Erzählungen, Videos, Beschweigen und Aussageverweigerung verbreiten.

        Das Walter die Verantwortung nicht völlig ablehnt, könnte daran liegen, dass es mit ihm ein „Bauernopfer-Agreement“ gibt. Er kassiert eine Strafe auf ewährung und alle über ihm halten dicht und über die internen Verantwortlichkeiten erfährt man nichts. Dann wären Schaller und McFit aus der Haftung für die Opfer raus…

      • Pilsbierchen
        Posted 22. August 2010 at 15:54 | Permalink | Antworten

        @Lothar Evers
        das Zitat von der BILD hatte ich eigentlich nur erwähnt, weil er da ja zu verstehen gab, nicht über alles zu reden („… dazu sage ich nichts“).
        Nachdem Du mich drauf hingewiesen hast, fällt mir nun auch die lasche Formulierung auf „Ich habe empfohlen..“
        Da muss man sich wirklich fragen, ob diesen ganzen Leuten überhaupt klar war, dass sie hier die Verantwortung über Leib und Leben von Hunderttausenden Leuten hatte.

        Mit meiner Bemerkung, denke Dir weitere Fragen und die Antworten dazu, meinte ich eigentlich, dass er wohl alle Fragen, die irgendwie sein eigenes Versagen tangiert hätten, mit „Dazu sage ich nichts“ beantwortet hätte.

        Es wäre schon ganz spannend zu erfahren, was im Kopf von Herrn Walter tatsächlich vorging, als er erkennen musste, dass das ganze Ding gegen den Baum läuft.
        Welche Informationen hat er erhalten, wie hat er entschieden, welche Informationen und „Empfehlungen“ hat er weitergegeben, wie haben seine Vorgesetzten und die Kommandos der Polizei, Feuerwhr etc. reagiert?
        In irgendeinem Video (weiß nicht mehr wo), berichtete jemand aus der Leitstelle des Krisenstabes im Hochhaus, dass von dort oben keinerlei Gefahr zu erkennen war.
        Haben die wirklich da oben nur rumgesessen und sich ein Bild von der Lage per „Augenschein“ gemacht?
        Da fragt man sich wirklich, wozu der ganze Aufwand mit Videoüberwachung usw. überhaupt gemacht wurde, wenn dann sogar Stunden nach der Katastrophe der Leiter des Krisenstabes Rabe noch immer keinen blassen Schimmer hat, was da wirklich abging.
        (Zitat nach http://www.spiegel.de/video/video-1076855.html ab 3:56: „Es ist ein Szenario eingetreten, dass wir natürlich auch vorher durchdacht haben, an dem wir aber letztlich nicht dieses bedauerliche Unglück haben erwarten dürfen, weil gerade dieser Bereich so offen und so abgesichert war, dass an dieser Stelle es mich zumindest verwundert, dass dieses Ereignis eingetreten ist. Es mussten Zäune überwunden werden, man musste … eine Wand erklettern, die durch Zäune abgesichert war, um dann quasi über die Wand etwas schneller auf das Gelände zu kommen, das aber ohnehin über einen sehr, sehr breiten Zugang auch so erreichbar gewesen wäre.“
        Diesen Unfug muss man eigentlich nicht weiter kommentieren. Entweder ist Rabe wirklich absolut unwissend oder aber einfach nur unfähig. In beiden Fällen m.E. als Ordnungsdezernent einer relativ großen Stadt wie Duisburg untragbar.

        Herr Walter hat übrigens an einer Stelle unfreiwillig doch etwas rausgelassen, was entweder ihn oder aber Rainer Schaller belasten dürfte:

        Zitat aus http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,710875-2,00.html:
        SPIEGEL: Tatsächlich liefen nun aber viele Raver, die nach Hause wollten, der Polizeikette sogar in den Rücken. Haben Sie nicht mit dem Rückstrom Tausender Menschen gerechnet? Schließlich war die Eingangsrampe ja auch gleichzeitig der Ausgang.
        Walter: Das ist richtig.
        SPIEGEL: Wurden vorher keine entsprechenden Überlegungen angestellt?
        Walter: Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass ein größerer Rücklauf erst gegen 17 oder 18 Uhr einsetzen würde. Das war die Ansage, die ich vom Veranstalter hatte.

        Wie bitte, Herr Walter hatte die Ansage vom „Veranstalter“, dass ein größerer Rücklauf erst ab 17:00 Uhr zu erwarten war?
        Im Bewegungsmodell sehen wir, dass schon zwischen 15:00 und 16:00 Uhr mit 50.000 Abgängen und von 16:00 bis 17:00 Uhr mit weiteren 45.000 gerechnet wurde. Die Zeit und von 17:00 bis 18:00 Uhr (wo Herr Walter die Abgangsströme erst erwartete) weist dann 55.000 aus, also nicht viel mehr als schon 2 Stunden zuvor!

        Entweder hat Schaller seinem Crowd Manager nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt (für wen wäre das Bewegungsmodell aber wichtiger, als für den Crowd Manager?) oder Herr Walter hat sie nicht gelesen. Oder aber er lügt ganz einfach.
        Mindestens einer von beiden hat hier fahrlässig gehandelt, mal sehen, ob wir dazu noch etwas erfahren.

      • Pilsbierchen
        Posted 22. August 2010 at 16:07 | Permalink | Antworten

        Es fehlte der Link für das „Bewegungsmodell“. Du kennst ihn natürlich, abe nochmal für die Mitleser:
        http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/28/loveparade-planung-0/veranstalter-plante-fuer-485000-besucher.html

      • Daphne
        Posted 22. August 2010 at 17:33 | Permalink | Antworten

        „fällt mir nun auch die lasche Formulierung auf „Ich habe empfohlen..““ -Pilsbierchen

        Dass Walter „empfohlen“ hat, es aber anders umgesetzt wurde, sieht für mich stark nach Kompetenzgerangel aus…

    • Posted 22. August 2010 at 16:16 | Permalink | Antworten

      @Pilsbierchen and others who are interested…
      Wenn Du den Link zu der Aussage „Krisenstab konnte nichts sehen“ findest und / oder die Person, die das sagt, würde es mich schon sehr interessieren. Bisher ist nämlich ausser der Eröffnungssequenz bei SPIEGEL-TV und einigen Impressionen von Pleitgen nichts nach aussen gedrungen. Da und auf den frei gehaltenen Leitungen der Telefonkonferenzen hätte aber Hilfe und Intervention koordiniert werden müssen, jedenfalls sofern Schaller und seine Mannschaft aus Event und Security die Sache nicht mehr im Griff hatten.

      Von der ganzen Lopavent Crew, sofern sie nicht weit weg arbeiteten wissen wir so gut wie nichts. Nicht mal, ob sie geschlossen wie Walter den Mund halten. Das wäre ja für McFit, wenn es öffentlich würde, nicht gerade einfach. Die wollen glaube ich bis zur Anklage gar nichts sagen oder veröffentlichen. Wir dürfen gespannt sein, ob diese bisher hermetisch scheinende Front sich differenziert.

      • Pilsbierchen
        Posted 29. August 2010 at 22:30 | Permalink | Antworten

        @Lothar

        Wenn Du den Link zu der Aussage „Krisenstab konnte nichts sehen“ findest und / oder die Person, die das sagt, würde es mich schon sehr interessieren.

        Deine Anfrage ist zwar schon ’ne Woche her, aber ich hab sie nicht vergessen😉
        Ich hatte tatsächlich ’ne Weile danach gesucht aber den Link nicht mehr gefunden, wahrscheinlich gibts ihn auch gar nicht – nach dem vielen Video-Gucken und Artikel-Lesen bringe ich wohl schon einiges durcheinander.

        Vermutlich hatte ich da ein paar Aussagen im Kopf, die im SpiegelOnline-Artikel „Das Auge der Katastrophe“

        http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710141,00.html

        getroffen worden sind. Den Artikel kennst Du ja sicher, trotzdem seien hier noch einmal einige Stellen zitiert:

        Duisburg – Das Hoist-Haus, ein Hochhaus in der Duisburger Friedrich-Wilhelm-Straße. Keine 500 Meter vom Veranstaltungsgelände der Love Parade entfernt. Hier, im dritten Stock, befindet sich das Lagezentrum der fünf Sicherheitsfirmen, die für das Techno-Festival Ordner stellten. Hier haben die Verantwortlichen der Security-Unternehmen Blick auf die Bilder der 16 Überwachungskameras, die auf dem Areal installiert sind. Per Glasfaserkabel werden die Aufnahmen auf Flachbildschirme übertragen – in Farbe, mit Zoom, exzellente Qualität.
        Auch ein Verbindungsbeamter der Polizei Duisburg ist anwesend. Seine Vorgesetzten sitzen 14 Stockwerke über ihm, mit Fensterblick auf den Alten Güterbahnhof, den Hauptbahnhof und die Menschenmengen, die sich zwischen diesen beiden Posten bewegen.

        Die Security saß also im 3. Stock, da hatten sie keinen direkten Blick auf das Gelände, die Polizei war aber im 17. Stock. Meine Vermutung war ja, dass die sich eventuell nur ein Bild nach „Augenschein“ gemacht hatten.
        Was die Polizei betrifft könnte dies aufgrund der Höhe ja sein, aber natürlich ist das kaum glaubhaft. Die werden da oben die Überwachungsvideos auch verfolgt haben, oder?
        Auch die Feuerwehr (die woanders saß), hatte ja Zugriff darauf, wie man hier sieht:
        http://www.spiegel.de/video/video-1078586.html (bei 4:36)

        Interessant, dass im Text von SpiegelOnline bestätigt wird (was aus meiner Sicht aber logisch ist), dass auch in der Security-Zentrale ein Verbindungsbeamter der Polizei saß. Insofern ist die ganze Diskussion um das fehlende Funkgerät des Polizisten im Container überflüssig. Carsten Walter hatte Verbindung zu dieser Zentrale, dort saß auch ein Polzist und der wiederum wird ja wohl Kontakt zu seinen Chefs weiter oben gehabt haben, oder?
        Notfalls hätte der Beamte im Container also über das Funkgerät von Carsten Walter Kontakt zu seiner Zentrale aufnehmen können.

        Weiter heißt es im Text:
        „Wir konnten alles einsehen, beobachteten auch einen starken Zulauf, aber aufgrund der Kameraperspektive kann man anhand der Stauung nicht erkennen, ob das Gelände nur voll ist oder ob es sich um Gedränge handelt“, erklärt Dietrich. Zudem habe man das Augenmerk auf den Bereich gerichtet, in dem man Mitarbeiter eingesetzt habe. Im Fall von R.A.D. waren das die Sicherung der Bühne sowie des alten Bahnhofgebäudes, der VIP-Bereich und einige Paradewagen.

        Da beginnt natürlich schon das Rausreden. Alle wussten, dass der Zugang die heikelste Stelle war, aber die konzentrieren sich auf die Beobachtung anderer Punkte, u.a. der Floats? Und wenn alle 4 oder 5 Firmen hier ihre Zentrale hatten, wieso wird nur Herr Dietrich von der RAD zitiert, der ja offenbar gar nicht für den Eingangsbereich zuständig war?
        (@Lothar: Wenn RAD nicht zuständig war, welche Firma und welche namentliche Person war eigentlich dafür zuständig? Du weißt es doch sicher, ich finds aber gerade nicht… Oder lügt Ole Dietrich nur? )

        Weiter im Text:
        Was Kamera 13 nun filmt, dokumentiert die Katastrophe: Innerhalb der nächsten 30 Minuten nimmt die Masse gewaltig an Dichte zu. Auf der rechten Seite beginnen die ersten, die Lichtmasten hochzuklettern – eine Art Abkürzung, um die verstopfte Rampe zu umgehen und so auf die obere Ebene zu gelangen.
        Im Lagezentrum im Hoist-Haus sieht man diese Entwicklung, bleibt aber zunächst gelassen. „Das ist völlig normal bei solchen Veranstaltungen“, sagt R.A.D.-Chef Jan-Ole Dietrich, seit 15 Jahren bei der Love Parade mit Mitarbeitern im Einsatz. Viele an den Bildschirmen der Einsatzzentrale glauben, die Leute wollten gucken, sich inszenieren, Freunden zuwinken. Dass sie in Not handeln, registriert zunächst keiner. „Für uns war keine Paniksituation erkennbar“, so Dietrich.

        Meine Erinnerung, dass da jemand sagte „Für uns war keinerlei Gefahr zu erkennen“, beruht wahrscheinlich auf dieser Aussage von Dietrich.

        Die fanden das also bis ca. 16:40 Uhr ganz normal. Nun ist natürlich das Besteigen von Lichtmasten tatsächlich noch nicht unbedingt ein Anzeichen von Panik. Jedoch, ist denen auf ihren Monitoren vorher nicht aufgefallen, dass zuerst mehrere Tausend Leute an der Polizeikette aufgestaut wurden? Dass kurz darauf Massen aus beiden Tunneln auf die Rampe strömten? Dass ab ca 16:30 Uhr die gesamte untere Rampe völlig überfüllt war? Konnten die sich nicht denken, dass sich hier eine verdammt gefährliche Situation anbahnte?
        Und vor allem: Was hat der Crowd Manager ihnen berichtet? Und was hat man in der Zentrale geschlussfolgert, als er gegen 16:45 Uhr seinen Container verließ?

  32. Micha
    Posted 21. August 2010 at 14:37 | Permalink | Antworten

    Razzia bei Loveparade-Veranstalter – die Staatsanwaltschaft hat die Geschäftsräume von Veranstalter Schaller durchsuchen lassen:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-razzia-bei-loveparade-veranstalter-1.990960

    • Posted 21. August 2010 at 16:04 | Permalink | Antworten

      Ja, sogar schon Anfang letzter Woche…

      • Daphne
        Posted 22. August 2010 at 17:30 | Permalink | Antworten

        Wobei „schon“ ja relativ is… immer noch genug Zeit, zu verdunkeln, oder?

      • Posted 22. August 2010 at 17:44 | Permalink | Antworten

        na ja, ein Teil, ging am Abend schon per Beschlagnahme mit.
        Oft sind es nicht die ganz grossen verborgenen, verdunkelten Dinge, die jemand überführen. Man hat glaube ich jetzt mal die Adressen aller Ordner gesucht, was ein wenig dafür spricht, dass Kopavent nicht so toll kooperiert. Aber: eigentlich finde ich es ganz gut, dass Kripo und Staatsanwaltschaft ihre Arbeit machen und nicht jeden Tag ein neues Detail raussickert. Selbst in dem Fall erst (fast) eine Woche später…
        Und Verdunklung ist so eine Sache, das sit ein Grund für U-Haft, wenn man denn Beschuldigt ist. Da ist keiner heiss drauf…

  33. Pilsbierchen
    Posted 22. August 2010 at 13:37 | Permalink | Antworten

    Und nochmal zum Thema Besucherzahlen. Diesmal andersherum überlegt. Nicht „Wieviel Leute sehen wir auf dem Platz?“, sondern „Wieviel Leute konnten eigentlich – bedingt durch das Einlasssystem – auf den Platz gelangen?“.

    Alle Besucher mussten ja irgendwann durch die Eingangsschleusen („Vereinzelungsanlagen“). Dass es einige auch durch das Durchbrechen von Sperren in unmittelbarer Nähe oder andernorts geschafft hatten, kann hier erstmal vernachlässigt werden. Denn selbst wenn das Tausende waren, ist es, gemessen an der Gesamtzahl der Besucher, relativ unerheblich.

    Um den (theoretischen) Durchfluss an den Eingängen zu berechnen, brauchen wir zwei Ausgangsgrößen:
    1. Wieviel Eingangsschleusen gab es?
    2. Wieviel Leute können pro Zeiteinheit eine solche Schleuse passieren?

    zu 1. Ich hatte die Frage in einem anderen Artikel dieses Blogs (siehe „Zeitablauf Sperrungen und Durchlassungen“) gestellt. Nach einem Planungspapier sollten auf jeder Seite 28 m für die Vereinzelungsanlagen freigehalten werden, so dass man jeweils 22 Schleusen hätte einrichten können. Es gibt aber keinen Beleg dafür, dass das tatsächlich so gemacht wurde.
    Übereinstimmende Aussagen von Rainer Schaller und Carsten Walter machen es wahrscheinlich, dass auf jeder Seite (West und Ost) jeweils nur 16 Schleusen vorhanden waren (Details siehe in meinen Kommentaren des erwähnten Artikels „Zeitablauf Sperrungen und Durchlassungen“.

    Ich gehe deshalb davon aus, dass jede der beiden Vereinzelungsanlagen (Ost und West) 16 Einzelschleusen hatte, insgesamt waren es also 32.

    zu 2. Wieviel Leute eine Schleuse passieren können, ist natürlich abhängig davon, wie stark kontrolliert wird. Zur theoretischen Berechnung der maximal möglichen Zahl nehmen wir aber an, dass zügig durchgelaufen wird (ohne dass die Leute rennen müssen, aber auch ohne dass sie aufgehalten werden).
    In dem Video Chronik der Katastrophe (2) von SpiegelTV sehen wir ab 0:25 eine Situation, als man die Leute bereits „etwas schneller“ durchlässt, weil hinten bereits „alles voll ist“. An zwei Stellen kann man gut mitzählen:
    Von 00:26 – 00:39 laufen durch die zweite Sperre von vorn gesehen (also nicht die, die der Interviewte bewacht, sondern die dahinter) 8 Leute.
    Von 00:46 – 01:07 laufen durch die Sperre, die der Interviewte bewacht, 13 Leute.
    In 13 Sekunden also 8 Leute bzw. in 21 Sekunden 13 Leute – das ergibt interessanterweise jeweils einen annähernd gleichen Schnitt:
    8 / 13 = 0,616 Leute pro Sekunde
    13 / 21 = 0,619 Leute pro Sekunde
    Zur weiteren Berechnung runden wir leicht ab: Bei 0,6 Leuten pro Sekunde können
    – 0,6*60 = 36 Leute pro Minute
    – 36*60 = 2.160 Leute pro Stunde
    eine Einzelschleuse passieren.

    Ergo: Bei 32 Einzelschleusen konnten rein theoretisch (wenn also alle Schleusen geöffnet sind und in allen Schleusen zügig durchgelaufen wird!) 2.160 * 32 = 69.120 Menschen pro Stunde auf das Gelände gelangen!

    Wie wir wissen, wurden die Eingänge erst kurz nach 12:00 Uhr geöffnet. Es hätten (und ich betone immer wieder: rein theoretisch!) nun das Gelände erreichen können:
    bis 13:00 Uhr: 69.120 Besucher
    bis 14:00 Uhr: 138.240 Besucher
    bis 15:00 Uhr: 207.360 Besucher
    bis 16:00 Uhr: 276.480 Besucher
    bis 17:00 Uhr: 354.600 Besucher

    Den 1,4 Millionsten Besucher hätte Herr Schaller dann übrigens am Sonntag morgen gegen 8:15 Uhr begrüßen können!

    Da unseres Wissens ab ca. 17:00 Uhr alle Eingänge geschlossen wurden konnten also auch theoretisch niemals mehr als 350.000 Personen die Vereinzelungsanlagen passiert haben.

    Da jedoch ab ca 16:00 kaum noch Leute auf das eigentliche Veranstaltungsgelände gelangten (Sperren in den Tunneln und auf der Rampe, dann ab 16:30 Uhr nur zögerlicher Abfluss auf der Rampe und über die „Notausgänge“ Lichtmast und Treppe) konnten zum Unglückzeitpunkt – wiederum nur theoretisch – nur ca. 275.000 Besucher auf dem eigentlichen Festivalgelände sein.

    Ja, alles rein theoretisch, denn praktisch waren es natürlich bedeutend weniger, weil
    – zumindest am Anfang kontrolliert wurde, so dass bedeutend weniger Leute passieren konnten
    – nicht immer alle Schleusen offen waren (Schaller und Walter sagten übereinstimmend, dass zu einer bestimmten Zeit nur 6 von 16 Schleusen geöffnet waren, also weniger als die Hälfte!)
    – zeitweise alle Schleusen geschlossen waren

    Hier noch ein paar Videos, die das belegen:

    Bei Pizzamanne #1 http://www.youtube.com/watch?v=OwmFhNuxS1w#t=4m08s sieht man ab ca 4:08 z.B. die Vereinzelungsanlagen Ost um ca. 16:00 Uhr. Bei 4:48 ist zu erkennen: Es geht deutlich langsamer voran, als bei meinen Messungen anhand der SPIEGEL-Videos oben. Teilweise stehen die Leute!

    Auch bei xetzxetzxetz http://www.youtube.com/watch?v=GI4m4Ibuzrk (nach eigener Angabe 16:09 Uhr) geht es deutlich langsamer.

    Bei Sitanok (FocusTV 1/3) http://www.youtube.com/watch?v=3sHQsnQGYSU&t=4m45s ist ab 4:45 die Situation unmittelbar nach Öffnung der Schleusen West kurz nach 12:00 Uhr zu sehen.
    Da ist erst einmal der Andrang noch nicht so groß, so dass zeitweise selbst durch die geöffneten Schleusen gar keine Leute gehen und die Ordner nehmen sich Zeit für Kontrollen. Hinter dem Inteviewten sieht man, dass mindestens 5 Schleusen gar nicht besetzt (d.h. geschlossen) sind.

    Im selben Video http://www.youtube.com/watch?v=3sHQsnQGYSU&t=5m38s sieht man bei 5:38 die Situation gegen 13:00 Uhr. Auch hier wird noch fleißig kontrolliert, es geht daher deutlich langsamer zu als bei meinen Messungen! (btw: Hier schon zu sehen: Der große Rückstau!)

    Und nochmal im selben Video http://www.youtube.com/watch?v=3sHQsnQGYSU&t=9m51s ist ab 9:51 die Situation um 15:00 Uhr zu sehen. Hier sind momentan allle Zugänge gesperrt!
    Beim Kameraschwenk ca 9:52 ist zu erkennen: Die hinteren (rechten) Schleusen sind gar nicht besetzt – die Leute werden schon vorher abgehalten bis dorthin zu gelangen. (Die Aussage von Schaller, dass man zeitweise 10 von 16 Schleusen geschlossen hielt, ist daher vermutlich korrekt)
    Es stehen tatsächlich nur in den 6 oder 7 vorderen (linken) Schleusen Menschen, aber selbst die werden im Moment nicht weiter gelassen.

    Diese Situation ist bei Sitanok (FocusTV 2/3) http://www.youtube.com/watch?v=PXs0ZZqm44U noch einmal kurz zu sehen. Bei 0:05 deutlich zu erkennen die „Linie“ zwischen unbesetzten und besetzten Schleusen.

    Aus all dem ergibt sich: Wenn schon rein theoretisch niemals mehr als 350.000 Leute bis 17:00 die Schleusen passiert haben konnten, waren es bedingt durch die anfangs durchgeführten Kontrollen, die (über einen längeren Zeitraum!) durchgesetzte Reduzierung der Schleusen und die zeitweilige Vollsperrung der Eingänge bedeutend weniger!
    Wieviele nun genau, kann ich natürlich auch nicht sagen. Aber die auf anderem Wege ermittelten 115.000 ~ 130.000 (siehe meinen ersten Beitrag zum Thema) scheinen mir schon realistisch zu sein!

    Übrigens: Nehmen wir an, die vom Veranstalter veranlasste Reduzierung der Durchlässe von 6 auf 16 (insgesamt also 12 von 32) wäre die ganze Zeit über durchgehalten worden, dann hätte nur 6/16, also 37,5% der gesamten Menge passieren können, pro Stunde also 25.920 und bis 17:00 Uhr knapp 130.000 Menschen (und dies wie gesagt bei zügigem Durchgehen!). In diesem Fall hätte Herr Schaller seinen 1,4 Millionsten Besucher am Montag Abend gegen 18:00 Uhr begrüßen können.

    Und noch was: Laut Bewegungsmodell erwartete der Veranstalter zwischen 17:00 und 18:00 Uhr einen Zugang von 90.000 Menschen. Wie er das bei der von mir nachgewiesenen Maximalkapazität der Schleusen von knapp 70.000 pro Stunde schaffen wollte, bleibt wohl sein Geheimnis.

    • Daphne
      Posted 22. August 2010 at 17:22 | Permalink | Antworten

      = 69.120 Menschen pro Stunde auf das Gelände gelangen!

      Dieser Experte oben im Video ging von einer Tunnelkapazität von 30.000 bis max. 35.000 Menschen pro Stunde aus. Herr Schreckenberg selbst allerdings nur von 20.000/h. Ich nehme an, dass es sich um die Gesamtkapazität handelt und nicht pro Tunnelseite…? Oder doch?
      http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/Panikforscher-Sicherheitskonzept-war-schluessig_aid_885801.html

      Herr Wehe sagte am 04.08. auf der Sondersitzung:
      „Bei der personellen Besetzung der Einlassschleusen musste zu Beginn mehrfach durch die Polizei beim Veranstalter darauf hingewiesen werden, die Sperrstellen so zu besetzen, dass die zugesagte maximale Durchlaufmenge von 30.000 pro Stunde und Schleuse auch tatsächlich ermöglicht wurde.“
      http://www.im.nrw.de/sch/doks/statementwehe100804.pdf

      Bei 2 Schleusen (genauer gesagt Vereinzelungsanlagen) macht das bei mir 60.000 pro Stunde. Es sollten aber nur 20.000 oder vielleicht auch 30.000/h durch den Tunnel? Irgendwie versteh ich da was nicht…

      • Posted 22. August 2010 at 17:52 | Permalink | Antworten

        Alle meinen, glaube ich pro Seite also: mal zwei Tunnel. Da sind aber 20.000 und 30.000 immer noch: 50% Unterschied, was nicht gerade für eine exakte Wissenschaft spricht.

        Plus:
        diese Zahlen gelten nur für kontinuierlichen Fluss in der Einbahnstrasse. Brechen also bei Stau und Gegenverkehr relativ schnell dramatisch zusammen.

        Und das beginnt spätestens am Beginn der Rampenböschung, weil sich der Weg da noch mal extrem verengt. Da müsste man also noch mal auf die reale Breite messen.

        Und dann haben wir von der Enge und den Staus in Folge durch fahrender Floats noch gar nicht gesprochen…

      • Daphne
        Posted 22. August 2010 at 18:17 | Permalink | Antworten

        Vielleicht wusste Schreckenberg ja gar nicht, dass es zwei waren…schließlich war er ja nie vor Ort und wusste auch nix von der Treppe.. *gg*😉

        Nee, ernsthaft…es ist immer von DEM Tunnel die Rede, nie von DEN TunnelN… und wenns wirklich 20.000 insgesamt waren, dürfte der Gegenstrom schon mit eingerechnet sein..

      • Pilsbierchen
        Posted 22. August 2010 at 19:57 | Permalink | Antworten

        @Daphne

        Meine ganzen Überlegungen basierten nur auf den Beobachtungen an den Vereinzelungsanlagen, sie berücksichtigten also nicht die Frage, ob diese Leute überhaupt durch die Tunnel passen konnten. Aufgrund der Videos, die wir kennen, die entstanden, bevor es auf der Rampe und in den Tunneln selbst zu Staus kam, ist zu vermuten, dass es wohl kein Problem wäre, dass da tatsächlich von jeder Seite 35.000 Leute passieren könnten. Meist war es in den Tunneln ja eher leer (natürlich auch, weil an den Vereinzelungsanlagen eben meist viel langsamer durchgelassen wurde, als bei meiner errechneten Maximalkapazität).
        Ob das Spielchen an der Rampe noch funktioniert hätte, denn hier hätten dann ja alle knapp 70.000 pro Stunde hochlaufen müssen, ist schon eher fraglich. Und – Lothar sagt es bereits – bei Gegenverkehr ist es dann absolut unmöglich!

        Die Frage, wie die von den Experten errechneten Zahlen eigentlich gemeint sind, hatte ich übrigens vor längerer Zeit schon mal im Blog von Prof. Müller aufgeworfen, guckst Du:
        http://blog.beck.de/2010/07/28/love-parade-wie-wurde-die-katastrophe-verursacht-ein-zwischenfazit-mit-updates#comment-25119

        @Lothar
        Wenn Du Dir das Luftbild vom WDR nochmal ansiehst, siehst Du, dass sich die Rampe von unten nach oben stetig verbreitert. Durch die Böschungen verringert sich die Durchlassbreite dann wieder, das ist wohl richtig, von „extremer Verengung“ würde ich jedoch nicht sprechen.
        Das war jetzt aber keine Bemerkung von extremer Wichtigkeit😉

      • Daphne
        Posted 22. August 2010 at 22:30 | Permalink | Antworten

        „Meine ganzen Überlegungen basierten nur auf den Beobachtungen an den Vereinzelungsanlagen, sie berücksichtigten also nicht die Frage, ob diese Leute überhaupt durch die Tunnel passen konnten.“ -Pilsbierchen

        Ich weiß… nur ist mir das mit der Gesamtkapazität halt noch nicht wirklich klar…
        Auch ist mir unklar, warum der Peak zwischen 17.00 & 18.00 Uhr liegen sollte, wenn um 17.00 Uhr die Abschlusskundgebung begann. An anderer Stelle der Besucherprognose wurde ja darauf auch explizit hingewiesen. http://file.wikileaks.org/file/loveparade2010/loveparade-2010-anlage-17-lopavent-besucherprognose-08-07-10.pdf

        Und warum die Bahn nur Beförderungszahlen von 9.00 bis 14.00 Uhr (angeblich 105.000) angibt, ist mir auch noch schleierhaft…

    • Posted 22. August 2010 at 22:22 | Permalink | Antworten

      @Pilsbierechen
      Hast Du den Detailplan als PDF?
      Sonst gibt es ihn hier:
      http://docunews.org/loveparade/dokumente-zur-loveparade-duisburg-2010/basisdokumente/
      Darauf ist ein Planquadrat 100 Meter
      Man sieht wie weit der Zaun zur Einfassung der rechten Rampenböschung nach oben an das Bahnhofsgebäude Heran gezogen ist.Am Ende der linken Einfassung, sie ja schon früh nieder getreten wird (15:UHR?) ist der Abstand der Rampeneinfassung höchstens 20 Meter. Vorher siehst Du in der Mitte der Rampe durch den Pfeil raus halb verdeckt den Grünstreifen. Der ist oben und unten auch mit zwei Seiten eingefasst Da ist es durch 2 Tunnel rein, Grünstreifen enger, einziger Ausgang, erheblich enger als in jedem der Tunnel selbst bei Gegenverkehr, allein weil sich hier der Gegenverkehr noch nicht nach Fahrtrichtung auf die zwei Tunnel verteilt hat.

      Hier müsste also jemand mit mehr Erfahrung rechnen, nicht an irgendeinem Tunneleingang. Vielleicht rufe ich Oberheitmann mal an.

      Hier hätte man auch evtl. die Rampe vertikal unterteilen müssen um Rein- und Rausspur zu trennen und ggf. je nach Strömung in der Breite anzupassen.
      Die Konfusion in den Zeichnungen und Planungen war mir schon früh aufgefallen:
      http://www.blog.lotharevers.com/triumph-and-disaster/sicherheitskonzept-loveparade-duisburg-anders-als-geplant
      und:
      http://www.blog.lotharevers.com/triumph-and-disaster/loveparade-duisburg-2010-sicherheitskonzept-plane.

      Schon zwischen den beiden Gittern am Ende der Rampe ist es also deutlich enger als in jedem Tunnel. Unglaublich wird es aber, wenn Du den Durchgang zwischen Floatstrecke und Zaun rechte Rampenböschung misst (Ungefähr in Höhe der Ziffer 220 am Bahnhofsgebäude):
      lass das mal fünf Meter sein. Vielleicht auch nur drei.
      Definitiv:
      extrem eng, zu eng. D
      a musste es schief gehen.
      Da ging es schief.

      • Pilsbierchen
        Posted 23. August 2010 at 18:22 | Permalink | Antworten

        Hallo Lothar,

        ja klar, alles richtig, was Du sagst. Ich wollte das ja auch gar nicht verharmlosen, im Gegenteil, ich hatte ja schon früher mal darauf hingewiesen, dass bereits unten auf der Rampe (da wo dann die Polizeikette war) durch die Dreickszäune eine Verengung existiert, die wesentliche Meter von der Rampenbreite wegnimmt (siehe http://blog.beck.de/2010/07/28/love-parade-wie-wurde-die-katastrophe-verursacht-ein-zwischenfazit-mit-updates#comment-25155 )

        Dann die Sache mit der Grünfläche am Beginn der Böschung. Da steht ein breites Firmenschild drauf, so dass auch hier die Rampenbreite nicht voll nutzbar ist.
        (siehe http://www.youtube.com/watch?v=4Dj-qUyhI1c#t=4m00s ab 4:00)

        Naja und die Mündung oben an der Floatstrecke ins Gelände spottet natürlich jeder Beschreibung.
        Wobei im Plan ja eigentlich die blauen Linien die Zäune darstellen, der Zaun rechts hätte dann nicht 5 sondern ca 25 m Abstand zur Floatstrecke. In der Karte sieht es so aus, als wenn an dieser Stelle auch ein Teil der Böschung begehbares Gelände sein soll.
        Vermutlich wollte man den Betrachter hier optisch täuschen – man soll denken, dass da ein ziemlich breiter Durchgang ist“.
        In der Praxis standen die Zäune jedoch ziemlich weit bis nach oben, wie man in folgendem Video sehen kann, wo jemand (schon nach der Katastrophe) genau da entlang geht:
        http://www.youtube.com/watch?v=d5iW-h8KA4Y#t=1m40s ab 1:40 bis 2:25

        Im Übrigen sieht man auf dem Detailplan auch sehr gut, dass die Nebenrampe eigentlich weder als Ein- noch aus Ausgang so recht zu gebrauchen war. Denn sie mündet direkt in die Floatstrecke.
        Abwandernde Besucher konnten sie schlecht finden und wenn, dann war dort doch stets alles verstopft. Das war vermutlich auch der Grund weshalb man sie weitestgehend geschlossen hielt und erst gar nicht als offiziellen Ausgang ausschilderte. Ihre Ausweisung als Ausgang in den Plänen diente nur zur Beruhigung der Behörden.
        Als man sie dann kurzzeitig als zweiten Eingang öffnete, war das ja auch mehr eine Verzweifelungstat. Die Leute kamen aus genanntem Grunde dort nicht weit und begannen deshalb die Mauern hochzuklettern, wie man hier sieht:
        http://www.youtube.com/watch?v=A2yusWfudHM

        Schon die ganze Planung war eine einzige Katastrophe!

  34. Posted 26. August 2010 at 21:51 | Permalink | Antworten

    Ihr solltet mal anfangen Videos zu sichern. aus irgendwelchen Gründen werden mittlerweile Videos auf Utube entfernt.

  35. BÖS
    Posted 27. August 2010 at 14:51 | Permalink | Antworten

    Opposition bereitet Sauerlands Abwahl vor!!!!

    Vier Wochen nach der Katastrophe bei der Love Parade mit 21 Toten machen die Oppositionsparteien im Duisburger Stadtrat ernst: SPD, FDP und Linke haben einen Antrag zur Abwahl des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland eingereicht.

    http://www.stern.de/panorama/love-parade-tragoedie-opposition-bereitet-sauerlands-abwahl-vor-1597644.html

    • Posted 27. August 2010 at 15:04 | Permalink | Antworten

      Was meinst du denn was passiert, wenn er zurücktritt? Garnichts, die Opfer werden Opfer bleiben und finanziell geht es ihm auch nicht an den Kragen, weil seine Abfindung bekommt er so oder so, sowie seine Pension.

      Ich finde es traurig, dort sind Menschen gestorben, weil Scheisse gebaut worden ist u diejenigen die es verbockt haben den tut es noch niemals leid, die einzige Sorge die die haben ist, wieviel Geld sie von ihrem Eigenkapital dafür hergeben müssen. Was anderes interessiert nicht.

      In diesen Land läuft hier einiges verkehrt, hier gibt es auch Leute die sich freuen weil die Staatsanwaltschaft Anzeige über Anzeigen bekommt. Wisst ihr was das heisst, garnichts. Von den ganzen Anzeigen wird keine einzige vor Gericht ausgetragen, weil es im Ermittlungsverfahren schon abgeschmettert wird.

      Im Endeffekt wird am Ende gesagt, das man niemanden von denen eine genaue Schuld zuweisen kann u da es hier in Deutschland heisst „Im Zweifelsfalle FÜR den Angeklagten“ und nicht gegen den, werden die ganzen Verfahren früher oder später fallen gelassen, man lässt jetzt erstmal den Schock der Bevölkerung vergehen u so wie ich es sehe wird es auch nicht mehr lange dauern, denn wenn man heute noch an den Tunnel pilgert ist man fast alleine weil kaum noch einer dort hingeht. Somit haben die Opfer nicht, aber wirklich auch garnichts positives erreicht.

      • Posted 28. August 2010 at 04:59 | Permalink | Antworten

        Vieles sehe ich ähnlich. Das Entscheidenste wird aber sein. Ob die Duisburger eine Phantasie / Strategie entwickeln, wie sie ein neues transparentes Handeln im Rathaus erreichen wollen.
        Da geht es glaube ich um runde Tische, etc. Mit der Ablösung der verstrickten Mitglieder der Verwaltung ist nämlich noch nichts gewonnen, wenn es nicht gelingt tatsächlich Personen zu identifizieren, die für einen Neuanfang stehen. Wer redet und identifizierbar ist scheint verstrickt und nicht unabhängig. Alle anderen haben einen Maulkorb.

  36. Micha
    Posted 28. August 2010 at 12:13 | Permalink | Antworten

    Schaller lässt „das gesamte Videomaterial seiner sieben Überwachungskameras mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden ins Internet stellen“:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,714325,00.html

    • Rockangel
      Posted 28. August 2010 at 12:55 | Permalink | Antworten

      @Micha…. ja, das habe ich heute auch gelesen. Mein erster Gedanke war „Schaller läßt das gesamt Videomaterial ins Internet stellen….. und alle belastenden Videoausschnitte wurden herausgeschnitten!“ Wer weiß das schon? Es waren schließlich sieben Kameras …. aber ich denke und hoffe, dass irgendjemand bemerken wird, falls an den Videos etwas manipuliert ist. Ist zwar irgendwie blöd, jemandem von Anfang an eine Manipulation zu unterstellen, aber wer schon Menschenleben riskiert…… dem traue ich so einiges zu.
      Sandra

      • Micha
        Posted 29. August 2010 at 23:37 | Permalink | Antworten

        Sandra, da es sich um Überwachungsvideos handelt, sollte es eigentlich idealerweise einen Timecode in den Aufnahmen geben und so ein Timecode macht es schon schwieriger zu vertuschen, dass am Video etwas geschnitten wurde. Bei den Ausschnitten, die Spiegel-TV einmal gesendet hatte (http://www.spiegel.de/video/video-1078002.html), sehe ich allerdings leider schon mal keine Zeit eingeblendet (abgesehen von den nachträglichen Einblendungen vom Spiegel). Der Spiegel muß aber diese dem Video zugeordneten Zeiten auch irgendwo her haben und ich vermute deshalb, dass bei den Aufnahmen zumindest eine digitale Zeitspur mitläuft oder so ähnlich. Wenn es sich bei Schallers Filmen wirklich „wie versprochen“ um „das gesamte Videomaterial“ handelt, dann sollte es natürlich ungeschnitten sein und natürlich vor allem unmanipuliert. Falls es doch geschnitten oder manipuliert sein sollte, dann wäre das auch von großem Interesse für die ermittelnden Behörden, welche ja ebenfalls eine Kopie dieser Aufnahmen haben soll(t)en und die bräuchten dann eigentlich nur abzugleichen, was bei Schallers Filmen herausgeschnitten wurde, und schon hätten sie einen prima Anhaltspunkt, wo sie noch mal ganz besonders hingucken müssten.
        Und dann gibt es ja auch noch diese Seite hier, wo man noch mal, genau so wie bei den Youtube-Videos, bestimmte Ereignisse in den verschiedenen Aufnahmen zeitlich abgleichen könnte.

        Aber: Erst mal abwarten ob, wann und was da kommt.

    • Posted 28. August 2010 at 13:14 | Permalink | Antworten

      Ja das ist jetzt das dritte Mal, dass der Spiegel mit einer von Schaller lancierten Vorabmeldung den Samstag bestreitet.

      1) Es gab einen Crowd Manager, der möchte ungenannt bleiben.
      2) Der Crowd manager heisst Carsten Walter und verweigert zwar die Aussage, möchte uns aber trotzdem erklären wie es wirklich war. Dazu gibt es Bilder der Überwachungskameras.
      3)Wir stellen die Bilder der 7 Kameras ins Netz.

      Da dürfen wir auf SPIEGEL print und SPIEGEL TV morgen abend gespannt sein.
      Halten wir vorab eines fest:
      Es waren nicht 7 sondern 17 Kameras, und auch nicht Kameras sondern zum Teil Kamera Teams in Cooperation mit Security:
      Die Kameras waren nicht auf den Positionen, die in der SPIEGEL und BILD Grafik bis heute verzeichnet sind: 1 – 3 auf Walters Container.
      Lopavent/Schaller hatten von vorne herein eine Kopie der Videos, die sie bei der Beschlagnahmung nicht abgegeben hat.
      Höchstwahrscheinlich ist das bisher bei SPIEGEL und BILD laufende Material eine von Lopavent zusammengestellte Auswahl.
      SPIEGEL und Bild haben uns die Quelle verschwiegen, in einem Beitrag auf Spiegel TV, der bis heute nicht korrigiert wurde von Polizeivideos gesprochen.
      Nach wie vor beantwortet Lopavent keine Presseanfrage:
      „vielen Dank für Ihre heutige Anfrage.
      Wir verstehen das große Interesse der Öffentlichkeit an Aufklärung,wie es zu dem tragischen Unglück auf der diesjährigen Loveparade in Duisburg kommen konnte.
      Auch wir sind an Aufklärung interessiert und leisten unseren Beitrag dazu.
      Haben Sie bitte Verständnis, dass wir angesichts laufender Ermittlungen keine Statements zu Einzelfragen bzw. Dokumente an Medien herausgeben.“

      „sondern geben unser Material nur an ausgewählte Medien im Rahmen unserer eigenen PR Aktivitäten…“
      möchte man ergänzen.
      Bin wirklich gespannt, was wir zu sehen bekommen. Aber: in jedem Fall befinden wir uns nach wie vor in einer PR Kampagne von Lopavent.

  37. Bös
    Posted 28. August 2010 at 13:40 | Permalink | Antworten

    Mit Rücksicht auf die Opfer stellt nach WDR-Informationen der Möbelhändler, der auf dem Loveparade-Gelände ein Kaufcenter bauen will, seine Baupläne zurück.

    900 Stunden Videomaterial und Millionen Dokumente

    http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/loveparade/900-Stunden-Videomaterial-und-Millionen-Dokumente_aid_892858.html

  38. Bös
    Posted 28. August 2010 at 14:07 | Permalink | Antworten

    http://www.youtube.com/watch?v=XqvxFu7MNuE

    ich hab dieses video hier nicht gefunden, und es zeigt richtig gut das die rampe nicht überfüllt war!…auch sieht man den helikopter und auch gut die zeitangaben..

    • Bös
      Posted 28. August 2010 at 14:23 | Permalink | Antworten

      dann hab ich das hier noch, man sieht da auch viel schärfer situation am container und den crowdmanagervogel ab minute 0:46. er schaut sogar hoch am zaun…



      • Bös
        Posted 28. August 2010 at 14:25 | Permalink | Antworten

        vor allem schaut mal wie gelassen der crowdmanager ist, in der situation, da hebn die cops aber mehr panik…der schaut nur locker nach oben…alles bissi seltsam…

    • Bös
      Posted 28. August 2010 at 14:31 | Permalink | Antworten

      http://www.youtube.com/watch?v=Lb7cPgXk_iA&feature=related

      das ist auch super zeigt sehr gut gesamtsituation!

      • Bös
        Posted 28. August 2010 at 14:39 | Permalink | Antworten

        auch ist in diesem video eine heftige auseinandersetzung zu sehn am bahnhof mit polizei..ich denke die videos die ich jetzt heute reingesetzt hab machen wirklich nen groben rundumschlag und man erkennt die lage und gesamt situation sehr gut…

    • Daphne
      Posted 28. August 2010 at 20:14 | Permalink | Antworten

      Naja, um 17.00 Uhr ging die Abschlusskundgebung auf der anderen Seite des Gebäudes los… daher sind bestimmt viele gen Norden geströmt.

  39. Bös
    Posted 28. August 2010 at 14:49 | Permalink | Antworten

    http://www.youtube.com/watch?v=4vkultEa6DM&feature=related

    das hab ich auch noch gefunden, bin mir aber nicht sicher ob es schon hierdrin ist?!…

  40. Bös
    Posted 28. August 2010 at 14:51 | Permalink | Antworten

    http://www.youtube.com/watch?v=7SDOjtkAZAk&feature=related

    und das zeigt genau vor dem container was da so abging….

  41. Bös
    Posted 28. August 2010 at 14:55 | Permalink | Antworten

    http://www.youtube.com/watch?v=cW-9fBIAVPs&feature=related

    diese ist auch interessant…

  42. Bös
    Posted 28. August 2010 at 15:08 | Permalink | Antworten

    http://www.youtube.com/watch?v=pebo84i4tn0&feature=channel

    perfekter blick vor füllung…

  43. Bös
    Posted 28. August 2010 at 15:27 | Permalink | Antworten

    und dieses ist auch eine art chronologie von 4 teilen, nicht pizzamane!

    hier sind auch zumindest befragungen von leuten, die ich nicht aus film fernsehn kenne…



  44. Bös
    Posted 28. August 2010 at 16:27 | Permalink | Antworten



    hier peoples, das ist ein tag nach dem schlimmen horror..der typ der festgenommen wird erscheint mir wie der holländer, aus irgendeinem video ausm tv war der mit drin ..weinend erklärte er da sind tote…nur hier bei festnahme(hatte nur ein kreuz aufgebaut, polizei hätte anruf erhalten, einer würde randalieren)hat er halt brille und mütze auf…

    und zwar hier bei 6:25 in diesem video der…



    • Bös
      Posted 28. August 2010 at 16:32 | Permalink | Antworten

      ja der ist es wirklich seh grade wie er auf dem boden hilft mir sagt und hinten an seinem kopf erkennt man das stück haar was er auch in dem video von focus tv hat…

      und das ist das erste video,der festnahme des holländers, wo die polizei gerufen wird ( ein tag später, wo angeblich jemand randaliert oder verwüstet am unglücksort)



  45. Bös
    Posted 28. August 2010 at 16:52 | Permalink | Antworten



    schlechtes video aber man sieht direkt die polizei vor umgeworfenen absperrung denke rampe oben seitlich?!?…

    • Daphne
      Posted 28. August 2010 at 20:23 | Permalink | Antworten

      Ah… ich hatte anticologne1 schon nach der Uhrzeit gefragt, aber da er/sie den Antwortbutton nicht benutzt hat, noch nicht die Antwort mitbekommen🙂 Das ist, was er/sie dazu sagt:

      „17.24 UHR das muss -von oben gesehen-rechts neben dem eingang gewesen sein.wir hatten dem ganzen zu der zeit noch nicht die aufmerksamkeit geschenkt,wir sahen dann kurz darauf auch das ganze tatütata und sani massnahmen an verletzten,da erst wurde uns klar,was da unten los war.im nachhinein bin ich froh,das ich nicht alles mitbekam-auch so hab ich da heute noch keinen tag,an dem ich nicht daran denke…“

      • Bös
        Posted 29. August 2010 at 00:32 | Permalink | Antworten

        top daphne;)gut beobachtet…das puzzle nimmt immer mehr form an…

  46. Bös
    Posted 28. August 2010 at 17:06 | Permalink | Antworten



    dieses video gibt auch nen super überblick..das gehört der ka4crew gruppe..die scheinen noch über 240 minuten material zu haben…schreibt die doch mal an vielleicht was verwertbares dabei…

    • Posted 29. August 2010 at 01:14 | Permalink | Antworten

      Inhaltslose Streiterei entfernt.

      • bös
        Posted 29. August 2010 at 02:54 | Permalink | Antworten

        Inhaltslose Streiterei entfernt.

      • bös
        Posted 29. August 2010 at 03:03 | Permalink | Antworten

        Inhaltslose Streiterei entfernt.

      • Pilsbierchen
        Posted 29. August 2010 at 03:39 | Permalink | Antworten

        Ähem Lothar,

        ich seh das jetzt eigentlich nicht so verkniffen wie Du. Der gesamte Blog ist mittlerweile so unübersichtlich geworden, dass hier eigentlich keiner, der später dazugestoßen ist, noch eine Chance hat zu erkennen, an welcher Stelle er sein Posting sinnvoll unterbringen könnte.

        Bös macht ja eigentlich nichts anderes wie Daphne, die uns auch immer wieder mit neu aufgetauchten Videos versorgt. Nur mit dem Unterschied, dass Bös das eben im falschen Thread tut (vermutlich weil er keinen Überblick hat) und dass viele seiner Links entweder schon bekannt oder aber völlig unrelevant sind.
        Aber nicht nur: Gerade das Video von ka4crew,

        http://www.youtube.com/watch?v=PRbcSrNeCmM

        welches er hier in diesem Beitrag (# 46) verlinkt hat, enthält eine Passage, die auch Dich interessieren dürfte:

        Zwischen 1:00 und 1:05 hat man einen guten Einblick auf den oberen Rampenkopf, während die Floats vorbeifuhren. Da gibts keine zusätzlichen Sperren und auch keine „Pusher“. Alles glotzt auf die Floats und keiner läuft weiter.

        Bei 1:04 ist sogar ein einziger(!) Ordner erkennbar, der
        aber auch nur zuguckt. Die Menge verhält sich ruhig und diszipliniert, es sagt ihnen aber keiner, dass sie hier möglichst schnell Platz machen sollten, damit weitere Besucher das Gelände erreichen können. Das war der ursächliche Grund für die bald folgende verhängnisvolle Entwicklung..

        PS1: Der ursprüngliche Beitrag von Bös lag noch deutlich unter meiner Toleranzschwelle. Was er hier über mir nun abgelassen hat nicht mehr.
        Ich hoffe Martina (sofern sie denn jemals wieder auftaucht), löscht den Müll.

        PS2: Werde morgen (also heute ;-)) noch auf ein paar Deiner anderen Beiträge eingehen.

      • Posted 29. August 2010 at 03:53 | Permalink | Antworten

        @Pilsbierchen
        Es mag sein, dass ich da überreagiere, aber es gibt ein paar andere Internetaktivitäten, die mich (erstmalig) denken lassen, hier wird Information verstopft.

        Und das ausgerechnet heute.
        Wenn wir es weiter besprechen wollen, melde Dich mal mit Telefon oder privater email. Es passieren ein paar Merkwürdigkeiten mehr.

        In der Sache gibt es glaube ich schon einen gewaltigen Unterschied zu Daphne:
        hatte da immer den Eindruck es wird konstruktiv ergänzt. Hier mit langen Videos vom Abend, vom Folgetag mit Kreuzen geht es jetzt glaube ich echt am eigentlichen Thema dieses Blogs vorbei. Aber vielleicht sieht er ja jetzt dass hier tatsächlich ein thread versuchte halbwegs konzentriert zu ergänzen und posted bei den videos zum Geschehen

  47. Posted 29. August 2010 at 10:50 | Permalink | Antworten

    Ich muss allerdings auch sagen das die Videos von bos hier überhaupt nicht reipassen.
    Finde sie mehr als irritierend, gerade wenn man sich in sone Thematik hier hineinvertieft sind unpassende Threats völlig fehl am Platz und verwirren das Gedankengut, welches man sich grade intensiv aufgebaut hat, von daher finde ich es schon richtig was Lothar sagt.

    ….ich finde den Satz von unseren Crowd-Manager echt irre…“ …sehr breiten Zugang auch so erreichbar gewesen wäre…“
    Egal wie oft ich an diese Rampe gehe u ich bin in der Woche mindestens einmal da, ich finde die breit der Rampe überhaupt nicht gewaltig. Der Gedanke alleine dort so ne riesen Menschenmenge durchlaufen zu lassen, lässt mir einen Schauer den Rücken herunterlaufen.

    • bös
      Posted 29. August 2010 at 12:42 | Permalink | Antworten

      aber nicht auf diese art und weise, lass ich mir nichts sagen!…ihr beiden, geht mit nur mit kopf an die sache, und mich reisst das ganze mit kopf und herz runter,ihr kennt mich nicht, ich euch nicht. hab oft sachen gelesen, wo die sachen in anderen thread auftauchen,weil sie verutschen, schon vergessen?!aber egal, das wars von mir und da eh keiner verurteilt wird von den schuldigen, wars das auch hiermit, den ich muss mich hier nicht anmachen lassen und das war auch mein letzter beitrag. wenn ich schon so ein scheiss diskutieren muss mit irgendwelchen lothars, wo gar nichts mit der sache zutun hat.dachte es ging um wahrheitsfindung und nichts anderes. und ich bin auch nicht der erste mit doppelpost von videos.ach hat kein sinn über sinnloses zu diskutieren…euch viel erfolg…unfassbar über was sich menschen aufregen, bei so einem thema wo menschen starben..

      • Posted 29. August 2010 at 15:26 | Permalink | Antworten

        @bös

        Mhh,so war es eigentlich nicht gemeint. Ich bin mit Kopf u Herz an der Sache, falls meine Aussagen hier falsch interpretiert werden. Jeder geht mit dem Schmerz u der Wut anders um und wenn Du etwas gutes an der Sache beiträgst, bitte ich Dich weiterzumachen. Denn nur wenn wir alle gemeinsam adran arbeiten sind wir auch wirklich besser als die dort „oben“

        Falls du dich vorn Kopf gestoßen gefühlt hast, zu unrecht, dann entschuldige ich mich dafür.

      • bös
        Posted 29. August 2010 at 16:43 | Permalink | Antworten

        du musst dich nicht entschuldigen, der der es gestern mit richtig falschem ton und ip forderung bis was weiss ich was fürn quatsch(als währe man ein schwerverbrecher!!!gehts noch), ist schuld….und der kann mir gestohlen bleiben…deswegen werde ich nix mehr posten keine verletzte eitelkeit und son kram…ich seh tote ich seh ungerechtigkeit, dann steh ich auf und fordere gerechtigkeit…das bin ich…

        und Loellie du bist genauso, allein der satz: opfer spielen..ne da sag ich lieber ciao..bevor ich noch mehr solchen freaks mich rechtfertigen muss, die echte selbstbestätigungspsychosenheyichbrauchaufmerksamkeitsdeffizit haben… bye an die guten

    • Daphne
      Posted 29. August 2010 at 13:41 | Permalink | Antworten

      Menno…😦 Nu seids doch wieder nett miteinander. Das Problem is doch, dass hier niemand is, um ein bissi Ordnung in das Ganze zu bringen. Hab mich auch schon paarmal vertan mitn posts und gebeten, diese zu löschen, aber das is auch nicht passiert. Und seit über einer Woche passiert hier mal gar nix mehr und das ärgert mich richtig, zumal keiner weiß warum und obs hier jemals weitergeht. Deshalb habe ich zurzeit auch wenig Lust, noch Zeit u Energie auf diese Seite zu verwenden😦 Ist richtig schade, weil ich das Projekt an sich gut und wichtig finde…

      • Micha
        Posted 29. August 2010 at 14:18 | Permalink | Antworten

        Ich schliesse mich Daphne inhaltlich an.
        Martina ist seit knapp zehn Tagen „verschwunden“ und es ist natürlich dieser Seite, diesem Blog, bei dem von einer mehrzahl an Personen etwas wichtiges erarbeitet werden kann und möchte, sehr abträglich, wenn hier niemand mehr Admin-Rechte hat. Ich glaube nicht, dass Martina aktuell noch irgendwie mitliest / bzw. mitlesen kann, denn es wäre schon längst an der Zeit für ein Lebenszeichen von ihr, egal ob persönlich oder über dritte, gewesen. Was jetzt bleibt, ist die Hoffnung, dass sie alsbald wieder auftaucht (die habe ich aktuell noch) und so lange eben selbst möglichst die Diziplin zu wahren und das wachsende Chaos in der Seitenstruktur so gut es geht zu ignorieren. Das kann allerdings kein Dauerzustand sein und es wäre letztendlich sehr schade um das Projekt hier.

      • Loellie
        Posted 29. August 2010 at 15:29 | Permalink | Antworten

        Das was bös gestern gemacht hat nennt sich flooding, von fluten, das Verb zu die Flut und wird unabhängig von der Person des Users oder der Intention, auch unabhängig von off-topic, in moderierten Foren und Chatrooms ohne Vorwarnung mit dem Ausschluss des Users geahndet. Als Moderator hätte ich das gestrige Verhalten definitv als gezielte Sabotage gewertet.

        Das muss man ja nu wirklich nicht so streng sehen, aber jetzt das Opfer spielen, selbst wenn ihm diese einfachen Verhaltensregeln nicht bekannt sein sollten, geht auch nicht.

        Und ja, wenn nicht langsam wenigstens der ein oder andere Scheinartikel eröffnet wird, um die Diskussion zu entzerren, kann man das Blog hier wirklich vergessen.

      • Loellie
        Posted 29. August 2010 at 16:10 | Permalink | Antworten

        Jetzt werd ich auch noch zum Spammer …

        Vllt sollte jemand ein Paralellblog zum Ausweichen aufmachen. Das kann man, wenns hier weiter geht zur Not einfach verlinken, mMn ist die Struktur schon jetzt so durch den Wind, das mehr Disziplin auch nichts mehr ausrichtet.

  48. bös
    Posted 29. August 2010 at 12:46 | Permalink | Antworten

    ah lothar du da,sagst: hier wird Information verstopft….

    dann check mal diese seite durch, wo ich sogar darauf hinweise aufzupassen, falls fakevideos oder gefakte dokumente hier absichtlich reingestellt werden, in diese seite hier!

    • Daphne
      Posted 29. August 2010 at 15:34 | Permalink | Antworten

      Stimmt, das hab ich auch gelesen.

  49. Rockangel
    Posted 29. August 2010 at 13:55 | Permalink | Antworten

    Hallo zusammen!
    Also, ich verfolge diesen Blog nun schon fast seit Anfang an! Ab und zu stelle ich auch mal hier etwas rein, von dem ich denke, dass es hilfreich sein könnte. Auch ich habe es schon an der falschen Stelle gepostet! Nun denn: wenn ich mich recht erinnere dient dieser Blog in erster Linie dazu, eine möglichst komplette „Videosammlung“ der Ereignisse der Loveparade zusammenzustellen bzw. einen Zeitlauf oder die Entstehung der Tragödie. Bisher wurden sämtliche Videos von YouTube oder anderen Plattformen hier reingesetzt, egal wie kurz, wie lang, wie undeutlich zu sind. Aber im Grunde ist das egal, denn für den Zeitstrahl zählt wohl jede Sekunde – ist zumindest meine Meinung! Natürlich ist es auch sinnvoll sämtliche News die in den Medien erscheinen hier zu posten. Aber mal ehrlich: alles was wir dazu sagen können, ist letzten Endes leider Spekulation. Wir können nur erahnen, was die Verantwortlichen mit irgendwelchen Veröffentlichungen erreichen wollen. Wissen tun wir es nicht! Gut, dieses eine Video, das BÖS hier reingesetzt hat, zeigt nicht wirklich eine Situation der Tragödie, aber ohne diesen Eintrag wüßten wir nicht, dass der User noch ca. 240 Minuten Gesamtmaterial zur Verfügung stellen wird, wovon bestimmt noch einige Sachen in diesem Blog fehlen und sehr hilfreich sein könnten. Ich finde es einfach sehr schade, dass ihr euch gegenseitig beschimpft! Das muss doch nicht sein! Wie jeder Einzelne diese Tragödie empfindet, was sie für ihn bedeutet, kann man den anderen Usern nicht wirklich mitteilen. Ich z.B.: ich war nicht bei der Loveparade, habe sie im Internet angeschaut und bin genauso betroffen, wie viele andere auch! Es läßt mich einfach nicht mehr los! Und ich gebe auch meinen „Senf“ hier ab. Jeder – ob Beteiligter oder Nichtbeteiligter – sieht doch auf den Videos etwas anderes… viele Kleinigkeiten, auf die ein anderer vielleicht nie geachtet hat! Und bitte: es geht hier nicht drum, wer das Meiste interpretiert oder postet… es geht darum, dass GEMEINSAM dieser Zeitstrahl erstellt wird…. also streitet euch nicht!
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Daphne
      Posted 29. August 2010 at 14:04 | Permalink | Antworten

      Genau. Das Problem mit den Videos ist auch, dass trotz Nachfrage nach der exakten Uhrzeit kaum noch Youtuber antworten😦 Da sind noch einige interessante Videos in meinen Favoriten aber eben noch ohne Zeitangabe…und ich poste erstmal alle, von denen ich die Zeit habe, auch wenn sie erstmal nicht so interessant sind. Ob man sie dann verwendet oder nicht, ist ja dann ne andere Sache.

    • Micha
      Posted 29. August 2010 at 14:31 | Permalink | Antworten

      @Sandra & Daphne: Auch hier noch mal meine inhaltliche Zustimmung. Das grösste Problem ist einfach gerade die fehlende Administration, weshalb all unsere Ergebnisse, wo zwischen teils belanglosen auch viele wirklich gute Sachen irgendwo in den Tiefen der unzähligen Kommentare und manchmal auch falsch eingeordneten Antworten „verschwinden“ und von niemandem mehr in den Ergebnisbaum ganz oben eingeordnet werden.

      • Rockangel
        Posted 29. August 2010 at 15:10 | Permalink | Antworten

        Mal eine Frage… Martina ist ja schon länger nicht online gewesen. Loveparadedoku2010 aber auch nicht. Sind es zwei Personen? Ich habe da nicht so den Durchblick. Es wäre auf jeden Fall sehr schade, wenn Martina oder ein anderer Admin diese Seite (vielleicht) aufgegeben hätte. Aus welchen Gründen auch immer. Aber wir hoffen mal, dass Martina einfach nur in Urlaub ist und eine schöne Zeit hat….

      • Daphne
        Posted 29. August 2010 at 15:17 | Permalink | Antworten

        Also Martina is zumindest AUCH Loveparadedoku2010… weiß aber nicht, ob sie die einzige ist, da sie desöfteren „wir“ schrieb.

      • Posted 29. August 2010 at 19:57 | Permalink | Antworten

        Zwischendurch hatte ich mal per email mit Martina Kontakt. Habe sie jetzt noch mal unter beiden email adressen angeschrieben.

        Eigentümlich finde ich das erst vor kurzem auf xtranews.de ein Interview mit den Machern hier erschienen ist. Da sah es nach einer Gruppe aus, die sich hier auch vertreten könnte. Kann aber sein, das das Interview schon älter war.

        Hoffe sehr das es weiter geht hier.

      • Micha
        Posted 29. August 2010 at 20:24 | Permalink | Antworten

        @Lothar: Ich habe das Interview gerade mal gelesen und dort ist tatsächlich von einer eine Gruppe die Rede. Zitat: „Wir – ein paar befreundete Studenten“

        Um so merkwürdiger, dass plötzlich niemand mehr da zu sein scheint…

      • Daphne
        Posted 29. August 2010 at 21:36 | Permalink | Antworten

        Vielleicht is das ja hier ein Experiment im Rahmen ihrers Soziologie-Studiums.. *gg*😉

    • bös
      Posted 29. August 2010 at 15:08 | Permalink | Antworten

      danke wenigstens ein paar die wissen um was es wirklich geht;)

      wollt nix mehr posten, aber das hier noch als letztes:



      • Rockangel
        Posted 29. August 2010 at 15:15 | Permalink | Antworten

        @Bös: Na komm, manchmal gehen dem ein oder anderen einfach die Pferde durch…. gerade bei einem solch sensiblen Thema…. Jeder ist wütend auf das was passiert ist, auf die Verantwortlichen und jeder möchte schnellstmöglich Klarheit haben. Aber das wird vermutlich zumindest von öffentlicher Seite leider noch Jahre dauern….. lasst uns erst mal abwarten, ob diese Videos von dem Veranstalter überhaupt tatsächlich veröffentlicht werden und was man darauf zu sehen bekommt…. Ich vermute mal, nicht wirklich viel. Er schießt sich doch nicht selbst ins Knie…..

      • Daphne
        Posted 29. August 2010 at 15:28 | Permalink | Antworten

        Ja, Bös…das Video hab ich auch angefragt wegen der Zeit, nur leider keine Antwort bekommen. Es zeigt sehr gut, wie die Menschen (zumindest anfangs) über den Zaun klettern müssen, um auf die Treppe zu gelangen. Es dürfte so gegen 16.30 Uhr aufgenommen worden sein. Vielleicht lässt es sich ja anhand eines Videos aus anderer Perspektive einordnen.

        Ich schlage jetzt mal vor, dass wir ab sofort diesen Schaller-thread hier nur für Nachrichten-Artikel oder -videos (z.B. Reportagen) verwenden und Videos vom direkten Geschehen halt in einen möglichst passenenden der anderen threads unterbringen und hoffe, dass alle wieder friedlich sind und der Bös auch wieder mitmacht🙂

        • Noseller
          Posted 23. September 2010 at 03:15 | Permalink | Antworten

          @ Daphne

          Man kann das sehr gut mit den anderen Videos abgleichen, zumal die Bewölkung an diesem traurigen Tag eine wichtige Hilfestellung anbietet…

          Gruß
          Noseller

          P.S. Und der junge Mann stand auf einem etwa 1-Meter hohen und 20cm tiefen Mauervorsprung kurz vor der Treppe.

        • Noseller
          Posted 23. September 2010 at 04:33 | Permalink | Antworten

          @ Daphne

          Ich habe das mal überprüft…. und das Video ist um 16.26 Uhr entstanden.

          Gruß
          Noseller

          P.S. Genauer Beginn (+/- 1Sekunde) 16.25.56 Uhr!!!

          • Daphne
            Posted 23. September 2010 at 08:32 | Permalink | Antworten

            Du bist gut! Danke!🙂 Lopachron hatte das brunowhite-Video bei 16:26:08 Uhr eingeordnet

      • Posted 29. August 2010 at 20:11 | Permalink | Antworten

        Das scheint mir eine gute Idee. Und vielleicht sollten wir uns auch darauf einigen, ob wir Videos vom nächsten Tag oder ein „Interview“ mit jemand in der Stadt, der seine Tochter später abgeholt hat hier haben wollen. Wenn dass hier nämlich so beliebig wird wie bei youtube selber, geht die Funktion verloren.

        Damit komme ich zu sSchaller zurück:
        wirklich merkwürdig: seit Samstag hören wir aus allen Kanälen,
        dass es 22 Stunden Videos zu sehen gibt und bisher sind nicht mal die Ws
        wo
        wann

        beantwortet.

      • Micha
        Posted 29. August 2010 at 20:19 | Permalink | Antworten

        Wo & wann…vielleicht erzählt uns das ja der Spiegel heute Abend?

      • Daphne
        Posted 29. August 2010 at 20:30 | Permalink | Antworten

        Naja, wir haben hier halt nicht soviele Auswahlmöglichkeiten wie in einem Forum…und jeder hält halt andere Dinge für wichtig. Am Besten wärs, einen Blog (ohne Kommentarfunktion) mit zusätzlichem Forum zu haben, da hätte man mehr Raum für unterschiedliche Themengebiete und die eigentlichen Zusammenfassungen oder Abläufe wären auf der Blogseite nur zum Betrachten.

        Trotzdem fand ich Deine Reaktion auf den Bös recht harsch…das hätte doch so nicht sein müssen.

      • Bös
        Posted 29. August 2010 at 21:39 | Permalink | Antworten

        erhoffe ich mir nix von schallers zeug, die lassen den nicht so locker die cops, glaubt mir..wenn hätte alles direkt aufn tisch kommen müssen, nur wurde da schon getrickst..es ist zuviel zeit vergangen und die haben genug zeit gehabt, jetzt neues anzufertigen.jetzt bin ich nur noch gespannt, was die für eine show im tv abgeben werden, und wie weit es sich mit unseren recherchen deckt…mein persöhnlichen gedanken..ihr verantwortlichen seit … Beleidigung entfernt.

  50. Posted 29. August 2010 at 20:23 | Permalink | Antworten

    Ich suche auch schon nach mehr Info, nen Bekannter aus der Presse weiss auch noch nix.
    Ob das nur Taktik ist, ich denke mal das die Staatsanwaltschaft das auch nicht so witzig finden würde, wenn diese im Internet verbreitet werden würde, wie zum Beispiel auch die Anlagen von der Besprechung die ausn Netzt entfern werden sollten.
    Glaube auch nicht das die „ungeschnitten“ veröffentlicht werden.

    • Rockangel
      Posted 29. August 2010 at 23:19 | Permalink | Antworten

      Ups, da geht es schon los mit den Videos, die angeblich zur Verfügung gestellt werden sollen…. schaut euch mal den Link hier an…
      http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article9276125/Bildausfall-waehrend-der-Loveparade-Katastrophe.html
      Zufälle gibt’s … tz tz tz… irgendwie haben wir das doch alle schon geahnt, wenn man sich die letzten posts mal ansieht…oder?
      Nun denn, soviel ich weiß soll ja erstmal am 14. September in einer ausserordentlichen Ratssitzung über die Abwahl des OB Sauerland abgestimmt werden. Ich glaube, das dürfte kein Problem werden….. somit wäre der erste dann schonmal weg vom Fenster!

  51. Pilsbierchen
    Posted 30. August 2010 at 00:48 | Permalink | Antworten

    Noch mal was zum Interview mit Schaller, welches ja eigentlich der Auslöser dieses Threads hier war. Martina schrieb es ja schon in ihrer Beschreibung, aber ich habs tatsächlich jetzt erst bemerkt😉 :

    Während seiner Antwort werden Szenen der Hauptrampe gezeigt, bei denen man sieht, wie Menschen Böschungen hochlaufen und den Mast erklimmen… Von daher: Das steht für sich… Was für eine drastische Diskrepanz zwischen Theorie und Wirklichkeit – und das live widerlegt!

    Zu sehen ab 1:22: http://www.youtube.com/watch?v=DloSDzByYG4#t=1m22s

    Tatsächlich man sieht live Leute auf der Böschung und dem unteren Lichtmast!

    Nun ist es natürlich (wenn man die Zusammenhänge nicht kennt) nicht sonderlich aufregend, wenn da Leute eine Böschung hochlaufen. Und auch die Leute auf dem Lichtmast könnte man für ein paar ausgeflippte Spinner halten, wenn man nicht weiß, dass dort schon seit längerer Zeit hochgeklettert wird, dass es also nicht nur die 4-5 Leute sind, die man sieht, sondern einige Hundert!

    Was dann aber auffällt: Der Kameraschwenk stoppt, kurz bevor der Container ins Bild kommt! Es ist ca. 16:48 Uhr, d.h. der Container ist zu dieser Zeit bereits erstürmt!

    Die Leute vom WDR müssen das gesehen haben! Die haben ganz absichtlich diese Szene nicht ins Bild gebracht! Denn 20 Leute, die dicht gedrängt auf einem Container stehen, lassen sich mal nicht so einfach mit dem Übermut Einzelner erklären.

    Obwohl Thomas Bug kurz zuvor sagte, dass das Gelände wohl abgeriegelt sei und dem Schaller die ketzerische Frage stellte, ob er das als Erfolg werten würde, gibt es da wohl bei den öffentlich-rechtlichen ganz klare Grenzen bis zu denen man wahrheitsgemäß informiert …

  52. Posted 30. August 2010 at 11:48 | Permalink | Antworten

    Pressemitteilung Lopavent
    Ich fange jetzt auch noch mal einen neuen thread an.
    Den sollten wir der Bearbeitung des jetzt ins Netz gestellten Lopavent Dokumente widmen.
    Liebe Admins – so Ihr irgendwo mitlest / -handelt:
    meiner Meinung nach könnte man an dieser Stelle auch einen ganz neuen Beitrag / thread beginnen.
    Es unter dem Schaller WDR – Interview laufen zu lassen ist nur die zweitbeste Alternative)
    ___________________________________________________

    Hier der Text der Pressemitteilung Lopavent:

    Pressemeldung – 30.8.2010

    Lopavent veröffentlicht Videomaterial der Ereignisse auf der Loveparade

    Der Tod von 21 Menschen und die hohe Zahl der verletzten Opfer vom 24. Juli 2010 auf der Loveparade haben die Öffentlichkeit tief erschüttert. Die Lopavent als Veranstalter sieht sich mit in der moralischen Verantwortung für dieses tragische Unglück und will einen Beitrag zur Aufklärung der Ereignisse an diesem Tag leisten.

    In den nachfolgenden Diskussionen und der Berichterstattung zu den tragischen Ereignissen in Duisburg sind viele Fragen aufgetaucht. Die Lopavent GmbH hat sich deshalb entschlossen, ihr Wissen über die Ereignisse des 24. Juli 2010 auf der Webseite: http://www.dokumentation-loveparade.com zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben einem Dokumentarfilm veröffentlicht die Lopavent GmbH erstmals das vollständige Videomaterial der Überwachungskameras. Dies zeichnet ein präzises Bild der Vorgänge auf dem Veranstaltungsgelände. Außerdem findet sich auf der Webseite eine Chronologie der Ereignisse des Tages.

    Nicht nur die Angehörigen der Opfer, die Teilnehmer der Loveparade und die Öffentlichkeit wollen verstehen, wie es zu diesem furchtbaren Unglück gekommen ist. Auch das Team der Lopavent ist tief betroffen und will mit der Veröffentlichung des Materials dazu beitragen, die Vorgänge am 24.7.2010, die zu der Katastrophe geführt haben, nachzuvollziehen und aufzuklären. Alle Materialien liegen den Ermittlungsbehörden vor.
    Presseteam Loveparade

    ——————————————————————————-

    Fon +49 (0) 30 2000 423 323

    Mail presse@loveparade.com

    ——————————————————————————-

    lopavent GmbH . Saarbrücker Straße 38 . 10405 Berlin

    Geschäftsführer: Rainer Schaller . USt-ID-Nr.: DE 185 786 214

    Amtsgericht Berlin Charlottenburg, HRB 100294B . Sitz der Gesellschaft: Berlin

  53. Posted 30. August 2010 at 13:02 | Permalink | Antworten

    @Lothar & Bös:

    Es ist okay, dass Bös Video links postet. Einen „richtigen“ Platz dafür gibt es im Grunde nicht, da es bisher eigentlich immer so lief, dass man einfach bei irgendeinem Beitrag entsprechende Kommentare gepostet hat.

    Ich denke die Kritik von Lothar war zu barsch, aber auch Bös hat darauf sehr angepisst reagiert. Es wäre schön, wenn solcher Ärger schneller abflauen kann und nicht in vielen Kommentaren giftig ausgetragen werden muss.

    Zudem kann Bös ja zukünftig versuchen, ersteinmal auf der Seite nach dem Youtubevideo (Link ohne &feature=related am Ende) zu suchen, um zu erkennen, ob das Video schon in einem Artikel aufgenommen wurde. Eine Suchfunktion für die Kommentare gibt es aber offenbar leider nicht.

    Leider gibt es bei WordPress nicht so etwas wie eine Übersicht aller Kommentare oder eine Organisation in Form von verschiedenen Threads.

    Wie sich das verbessern lässt, weiß ich nicht…

    Vielleicht kann man Kommentare nur bei einem (oder wenigen, z.B. 2-3) Artikeln freischalten, so dass es zumindest ein bisschen weniger Gesuche ist?
    Oder gibt es die Möglichkeit, eine Art Forum einzubinden?

    Ich habe mal ein paar der aktivsten Teilnehmer hier angeschrieben, ob sie was organisatorisch machen wollen.

    • Bös
      Posted 30. August 2010 at 15:37 | Permalink | Antworten

      sehr angepisst? was würdest du sagen wenn man dir das schreiben würde?und das haben einige wie ich gesehen!nur ma so am rande…das thema ist durch für mich und ob deine worte zum entzerren geignet sind mehr wie fraglich wegen deiner wortwahl sehr angepisst…ich weise nur daraufhin..und mich kann keiner so anmachen ohne mich zu kennen BASTA.

      • Posted 2. September 2010 at 02:27 | Permalink | Antworten

        Natürlich ist die Reaktion verständlich, und ich denke ich habe sie mit den Worten schon sehr treffend beschrieben. Das Problem ist nur: Je mehr man auf sowas auch noch eingeht, umso mehr eskaliert das ganze. Erst recht, wenn man selbst – zurecht – ganz schön verärgert ist.
        Das Beste ist daher wohl, ganz bewusst nicht zu reagieren und stattdessen ggf. per Email um eine Reaktion zu bitten. (Haben die Adresse jetzt noch endlich direkt ganz oben links stehen: loveparade2010doku@yahoo.de🙂
        Oder eben nur rein inhaltlich weiter schreiben – wenn man das schafft.

      • Posted 2. September 2010 at 09:21 | Permalink | Antworten

        die Email als Link im Klartext heißt sich massiv in Spam-Listen einzutragen….:))
        #
        besser wäre es:

        name AT ort.de

        oder als Bild!

      • Bös
        Posted 2. September 2010 at 11:18 | Permalink | Antworten

        @loveparade2010doku
        das weiss ich…aber immer schweigen ist auch nix,grad in der heutigen zeit;)weiter gehts…

  54. Redbull
    Posted 2. September 2010 at 10:10 | Permalink | Antworten

    schaller stellt sich nicht dem innenausschuss !!! … schickt stattdessen „Spezialisten“ … wahrscheinlich die leute die seine videos (gegen die polizei) online gestellt haben😉

    schaller hat auch den auftritt bei „kerner“ heute abend abgesagt !!!

    hm … da hat wohl jemand ein schlechtes gewissen, oder angst vor den fragen zur wahrheitsfindung ?!
    dieses verhalten könnte man fast als schuldeingeständniss deuten ?!

    • Posted 3. September 2010 at 00:35 | Permalink | Antworten

      war heute da im Innenausschuss und bin gerade zurück. Die beiden „Mitarbeiter“ waren nicht etwa welche mit Verantwortung bei der Loveparade. Stattdessen schickte Schaller zwei Anwälte. Die aber aber ausser der bekannten Propaganda so gut wie nichts zur Aufklärung beitrugen.

      • Luc
        Posted 3. September 2010 at 00:54 | Permalink | Antworten

        Ja, unsäglich. Hab das bei WAZ auf dem Liveticker schon gelesen. Ganz interessant vielleicht für diejenigen, die nicht dort waren.

      • bluemoon
        Posted 3. September 2010 at 01:46 | Permalink | Antworten

        Du meine Güte, Lothar, wenn du heute dabei warst, – in welcher Funktion? – wieso hast Du dir nicht Gehör veschafft und die Sache mit dem Schlagloch/Gulli deutlich vorgetragen???

      • Posted 3. September 2010 at 07:53 | Permalink | Antworten

        Als Journalist, wie auch am Vortag, als die Stadt Duisburg ihren Abschlussbericht vorstellte.
        Ersteres war auf einer Pressekonferenz, da habe ich kritisch nachgefragt.

        Im Landtagsinnenausschuss, reden nur Abgeordnete und geladene Gäste. Es ist trotzdem sehr interessant. Den Anwalt von Lopavent kannte ich bisher nur vom Papier.
        Solche Ausschusssitzungen werden nicht im Fernsehen übertragen, und in den Pausen kann man sich recht gut vernetzen.

  55. Micha
    Posted 7. September 2010 at 14:16 | Permalink | Antworten

    Interview mit Rainer Schaller am Tag VOR der Loveparade:

    „Vielleicht ist Herr Motte senil“

    Auszug:

    Nun ja, man muss gucken, wo man eine Millionen Menschen hinbekommt – von der Logistik her, mit dem An- und Abtransport. Und man muss sehen, wo man dann auch einigermaßen sicher feiern kann. Nach Prüfung in Duisburg erschien uns dieses Gelände auch wegen seiner Nähe zum Bahnhof sehr gelegen. Die meisten Fans kommen ja mit dem Zug.

  56. Micha
    Posted 7. September 2010 at 14:21 | Permalink | Antworten

    Die Bild am Freitag, 23.07.2010:

    Das Gelände ist nur über den Zugang Karl-Lehr-Straße zu erreichen. Wege sind farblich markiert (gelb/rot und grün/blau).

    Das Gelände ist für 800 000 Besucher ausgelegt, erwartet werden eine Mio. Die Parade beginnt um 14 Uhr, Einlass ist ab 11 Uhr. Bei Überfüllung wird geschlossen.

    An Laternen werden 75 Fahnen montiert, die zeigen, wo es langgeht. Außerdem werden 50 000 Infokärtchen an die Raver verteilt.

    http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/07/22/loveparade/grosser-planer-zur-mega-party-in-duisburg.html

  57. daphne123
    Posted 9. September 2010 at 21:38 | Permalink | Antworten

    Zwei Interviews mit Herrn Schaller von April 2008 & Oktober 2009
    http://www.youtube.com/watch?v=S0aHER6eDEo
    http://www.youtube.com/watch?v=4Xj6NIlsofc
    .

    • suzon
      Posted 10. September 2010 at 00:48 | Permalink | Antworten

      Interessante Interviews.

      vor der Loveparade hatte ich noch nie den Namen Mac Fit gehört…. Ich gebe zu, bin auch wie Herr Motte, der Gründer der Loveparade vom Alter nicht mehr so trendy bzw…nach Scheller’s Meinung schon senil.

      Herr Schaller hatte sich als Ziel gesetzt, Mac Fit europaweit und die Loveparade international bekannt machen.
      Das Ziel hat er leider nicht verfehlt.

      Er will auch einmal um die Welt mit dem Auto. Vielleicht reicht das Geld noch für ein gebrauchtes Fahrrad. Dann ist es richtig Fitness.

      Aber irgendwie tut es mir für ihn auch Leid, dass er durch den Erfolg sich übernommen hat. Wenn er ein richtiger Sportler ist, wird er aber wiederaufstehen.

      „Je grösser das Risko desto höher der Gewinn“. Der Satz habe ich nie verstanden. Jetzt weiss ich auch warum.

  58. Rockangel
    Posted 10. September 2010 at 23:06 | Permalink | Antworten

    Schaller am Donnerstag bei der TV-Sendung „Kerner“

    Bös: „Schaller will am Donnerstag nicht zur Sitzung des Innenausschusses kommen, er will sich am Abend in der Fernsehsendung „Kerner“ äußern.“

    Es besteht die Möglichkeit Fragen an Herrn Schaller per Email an die Sendung zu schicken. Diese Fragen sollen dann ohne „Ausflüchte“ und „Lügen“ beantwortet werden…..

    Vielleicht sollte man ihm dann die Frage stellen, warum die Videos nur bis 16.40 Uhr für die Öffentlichkeit freigegeben wurden! Das Argument der Lopavent war ja :

    „Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Rücksichtnahme auf die Opfer, die Verletzten, deren Familien und Angehörige sowie die Besucher den Videomitschnitt nur bis 16:40 Uhr veröffentlichen.“

    Nun stellt sich tatsächlich die Frage warum man in der Lage war einige Securitymitarbeiter in den Vidoes „unkenntlich“ zu machen?!

    „Dieses Argument überzeugt nur wenig, schließlich war es Lopavent offenbar möglich, Securitypersonen unscharf zu machen. (Ausschnitt siehe Anfang dieses Blogs)“

    Sollten wir nicht den Versuch starten, ob eine Email mit dieser Frage bei „Kerner“ tatsächlich verlesen wird? Was haltet ihr davon?

  59. Micha
    Posted 23. September 2010 at 01:30 | Permalink | Antworten

    Monitor Nr. 609 vom 29.07.2010

    „Schaller: Wir wollten mit einem relativ kleinen Budget einen relativ hohen Bekanntheitsgrad erzielen. Wir haben uns lange überlegt, was man denn verrücktes machen könnte. Wir haben uns für die Loveparade entschieden, das war ein Himmelfahrtskommando.

  60. Micha
    Posted 23. September 2010 at 02:22 | Permalink | Antworten

    Streckenverlauf Love-Parade 2010: Hier soll gefeiert werden:

    Doch Vorsicht! Das Gelände des alten Güterbahnhofes ist nicht ungefährlich. – Bilderserie aus dem Frühjahr (?)

    • Daphne
      Posted 23. September 2010 at 08:41 | Permalink | Antworten

      Da die Büsche noch total kahl sind, tipp ich mal auf Winter…😉

      • Micha
        Posted 23. September 2010 at 12:52 | Permalink | Antworten

        Bei uns lag durchgehend Schnee in diesem Winter…bis Anfang März. Aber ich weiß jetzt nicht, wie das in Duisburg war, Schneereste sieht man auf den Bildern zumindest gar nicht.

  61. Micha
    Posted 5. November 2010 at 06:20 | Permalink | Antworten

    Sauerland auf der Loveparade:

    (kann leider die Uhrzeit nicht erkennen…)

    • Daphne
      Posted 5. November 2010 at 08:25 | Permalink | Antworten

      „Um 17.31 Uhr jedenfalls ist das Foto unten entstanden. Es zeigt Adolf Sauerland, wie er im Beisein von Dieter Gorny und Oliver Pocher auf seinem Blackberry eine soeben hereingekommene SMS liest. Gorny und Pocher lesen mit. Die drei Gesichter sprechen für sich.“
      http://www.xtranews.de/2010/08/28/am-tag-der-loveparade-die-liveticker-und-der-livescreen/

    • Posted 5. November 2010 at 10:02 | Permalink | Antworten

      Es ist wirklich ein Jammer, dass wir dien McFit/Bild.de nicht haben.
      Habe bisher nicht mal einen Auszug gesehen.
      Um 17:31 war es nun wirklich nicht mehr schwer, informiert zu sein.
      Aber: was wurde gesagt und gesendet.
      Es ist nämlich genau der Zeitpunkt, zu dem S. die Lüge von den „über eine Million Zuschauern in Duisburg“ an die Presse weiter gibt.

    • Daphne
      Posted 5. November 2010 at 23:05 | Permalink | Antworten

      Audio vom 26.7.:
      http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/07/26/westblick-entwicklung-love-parade.xml
      WDR-Reporter Bernd Dix schildert, dass der OB und seine Entourage gegen 17.25 Uhr eine SMS bekommen hätten, die lautete: “Sofort im Krisenstab melden.” Daraufhin hätten die Gefolgsleute des OB sich entfernt um zu telefonieren und anschließend dem OB mitgeteilt, dass es Verletzte und Tote gegeben habe. Trotzdem habe Sauerland im wenige Minuten später beginnenden Livestream mit Pocher so getan als wäre nichts passiert.

      Interview vom 28.07.:

      BILD: Wie haben Sie selbst den Tag der Katastrophe erlebt?
      Sauerland: „Ich war am Vorabend aus dem Urlaub zurückgekehrt, hatte Termine in der Stadt. Zweimal war ich auf dem Gelände. Bei meinem zweiten Besuch war ich mittendrin, es war unglaublich laut. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich mehrere Anrufe hatte. Dann kam ein Mitarbeiter zu mir, sagte mir, dass es ‚ein Ereignis‘ gegeben habe. Dann hieß es: ‚Es gab eine Panik im Tunnel.‘ Dann: ‚Es sind Menschen abgestürzt.‘ Gegen 18 Uhr hörte ich das erste Mal von den Todesopfern. Ich konnte es nicht glauben, war sprachlos, konnte es nicht realisieren. Dann war ich bis etwa 3 Uhr nachts im Krisenstab.“
      http://www.bild.de/BILD/news/2010/07/29/loveparade-duisburg-adolf-sauerland/oberbuergermeister-will-nicht-zurueck-treten.html#%23

      Spiegel-Interview:

      SPIEGEL: Wann haben Sie erfahren, dass es ernste Probleme gibt?
      Sauerland: Das war gegen 17.30 Uhr. Ich hatte gerade auf der Medienbrücke im Gelände eine kurze Pressekonferenz mit Oliver Pocher gegeben. Ich war auf dem Weg zum Lagezentrum im Hoist-Hochhaus, als man mir mitteilte, dass es Probleme im Tunnel gebe.
      SPIEGEL: Haben Sie persönlich etwas von dem Gedränge gemerkt?
      Sauerland: Für uns, die wir nicht vor Ort in die Rampe oder in den Tunnel gucken konnten, war es nie eine bedrohliche Situation.
      SPIEGEL: Dann wurden Tote gemeldet. Wie haben Sie reagiert?
      Sauerland: Erst hieß es Massenpanik im Tunnel. Dann: keine Panik, aber zehn Tote, und zwar an der Treppe. Wenn Sie Verzweiflung steigern können, dann war es das.
      http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,711866,00.html

      Eintrag im Einsatztagebuch des Ordnungsamtes von 17:34 Uhr
      „40/10: 2 Tote durch FEL bestätigt.“
      https://loveparade2010doku.files.wordpress.com/2010/10/10-1405_2_anlage_621.pdf

    • Posted 8. November 2010 at 23:29 | Permalink | Antworten

      Also auf Pocher seiner Uhr ist gut abzulesen, dass es genau halb sechs ist…

  62. Posted 9. November 2010 at 02:59 | Permalink | Antworten

    Für die Frage des Interviews um kurz nach halb 6 des LoPa-Wochenendes könnte dies eventuell weiterhelfen: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/07/26/westblick-entwicklung-love-parade.xml (Audio-Player)

  63. Daphne
    Posted 22. Januar 2011 at 00:38 | Permalink | Antworten

    21.01.2011 – Fühlen Sie sich wirklich schuldlos, Herr Schaller?
    „Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Mitarbeiter der Stadt, des Veranstalters und einen Polizisten – nicht gegen OB Adolf Sauerland (55, CDU) und Veranstalter Rainer Schaller (42). Im BILD-Interview stellt sich der Loveparade-Chef.“
    http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2011/01/22/loveparade-chef-rainer-schaller/21-tote-fuehlen-sie-sich-wirklich-schuldlos.html

  64. Daphne
    Posted 3. November 2011 at 22:21 | Permalink | Antworten

    Da ich den Link unter „Suche“ nicht gefunden hab, gehe ich mal davon aus, dass dieses Interview noch fehlt.

    23.01.2010 – Wirbel um Duisburg: Jetzt spricht der Loveparade-Chef
    „Große Diskussion und Unsicherheit nach dem BILD.de-Bericht: Kann die Loveparade 2010 in Duisburg steigen? Jetzt spricht der Loveparade-Chef Rainer Schaller (41) exklusiv bei BILD.de.“
    http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/duisburg/jetzt-spricht-der-chef-rainer-schaller-11217402.bild.html

  65. Daphne
    Posted 13. Mai 2012 at 09:49 | Permalink | Antworten

    13.05.12 – Urlaub am Hindukusch
    „Ein Berliner Unternehmer und ein befreundeter Anwalt sind privat nach Kabul geflogen und danach mit einem Jeep durch Pakistan gefahren. Ein Gespräch über Abenteuer und Leichtsinn, Gastfreundschaft und Schmiergeld, Burkas und Taliban.
    Sie leben noch. Wurden nicht entführt und nicht beschossen. Stattdessen luden Afghanen und Pakistaner sie zum Essen und als Facebook-Freunde ein. Und das, obwohl die beiden Reisenden aus dem Westen stammen – und Christen sind. Ein Ziel ihrer Abenteuertour ist für Rainer Schaller und Philipp Redlich damit erreicht: gängige Vorurteile zu widerlegen. (..)“
    http://www.welt.de/print/wams/reise/article106298689/Urlaub-am-Hindukusch.html

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